Freude des Tages

Die vom Herzkönig geschriebene Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Bruderndorf zum 90-jährigen Jubiläum, die im Mai vorgestellt wurde, ist bereits im November nicht mehr in der Printversion erhältlich und „nur“ mehr als Online-Version verfügbar: https://www.ff-bruderndorf.at/geschichte/festschrift-zum-jubiläum/

Die erste „vergriffene“ Publikation… das muss gefeiert werden!

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Verstärkung für die herzkönigliche Feuerwache

Der Herzkönig hatte – wie es sich für einen Royal gehört – am Wochenende ein intensives Programm zu absolvieren. Nach dem Froschköniglichen Event im Kindergarten ging es in das Gelobte Land, das einem auserwählten Kreis als das Waldviertel bekannt ist. Dort gab es am Sonntag das 90-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Bruderndorf zu feiern.

Der Herzkönig hat natürlich – wie alle Blaublütigen – vor langer Zeit einmal etwas studiert. In seinem Fall war es nicht Kunstgeschichte, da er einen Schiele nicht von einem Beltracchi zu unterscheiden vermag (wobei, da taten sich auch andere schwer), sondern er hat sich mit der Geschichte seiner königlichen Ländereien befasst. Und da just eine Verwandter in der Gründungsgeschichte dieser Feuerwehr aufscheint, wurde der Herzkönig höchstselbst gebeten, nicht nur ein einfaches Grußwort, sondern gleich die gesamte Festschrift zu schreiben.

In aller Eile ging dies in den letzten Monaten auch von statten und weil der höchste Diener des Staates ohnehin auf Staatskosten lebt, hat er diesen Auftrag unentgeltlich erledigt und nur um eine Spende für den kleinen Prinzen gebeten.

Der kleine Prinz kam daher natürlich zum entsprechenden Festakt mit.Dieser begann mit einer Messfeier, die etwas mehr als eine Stunde dauerte, der kleine Prinz aber tapfer durchhielt. Danach hielt der Feuerwehrkommandant einen kurzen Rückblick auf die Geschichte der Feuerwehr. Schließlich kamen noch – man könnte sagen die heilige Dreifaltigkeit – in Form von Bürgermeister, Bezirkshauptmann und Landtagsabgeordnetem mit Wortspenden an die Reihe. Nach dem Formalakt hatte sich der kleine Prinz eine Auszeit bei den Feuerwehrautos verdient und bekam vom Kommandanten auch gleich ein Geschenk, einen Feuerwehrbären mit Namen Konrad!

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Beglückt von diesem Geschenk, nahm die königliche Familie noch eine Stärkung ein und verblieb noch eine Weile bei der Festivität. Auf dem Weg zum Fuhrpark wurde der kleine Prinz mit noch einem Paket überrascht, das für einen herzergreifenden Jubelschrei im Ort sorgte: er erhielt als Dankeschön ein Feuerwehrauto mit Drehleiter, das stolz nach Hause getragen, dort sofort zusammengebaut wurde und nunmehr die herzkönigliche Feuerwache verstärkt.

Das neue Einsatzfahrzeug – für das sich der Herzkönig im Namen seines Königreichs und seiner Untertanen – wurde nunmehr dem 1. Zug des Notfall-, Rettungs-, Polizei- und Feuerwehreinsatzkommandos (NRPF-Kommando) übergeben.

Die herzkönigliche Statistiker haben mittlerweile bekannt gegeben, dass der erste Einsatz gegen 5 Uhr früh stattfand und unmittelbar nach dem Ende des Kindergartens ein weiterer. Nach der Rückkehr des kleinen Prinzens vom Spielplatz bis zum Einschlafen desselben waren noch drei weitere Feuerwehreinsätze zu bewältigen.

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Weihnachtsvorfreude

Jedes Mal wenn die königliche Familie ihre Verwandtschaft – mit den Worten des kleinen Prinzen „Waldviertel-Omi-Opa“ – besucht, packt den Herzkönig schon während der Autofahrt eine unaussprechliche Vorfreude.

Dort angelangt führt ihn einer der ersten Wege in den lange Jahre unbeachteten Dachboden. Denn dort lagern nämlich die Schätze seiner eigenen herzköniglichen Jugend. Lange Zeit waren diese in Kisten gelagert, mehr oder weniger fein säuberlich sortiert nach Autos, Duplo, Lego, Techniklego, Playmobil und Diverses, aber allesamt unbeachtet. Doch jetzt hat der Herzkönig wieder einen Grund, dort zu stöbern und mit den Funden auch zu spielen!

Der Grund heißt kleiner Prinz und bei jedem Besuch im Dachboden nimmt der Herzkönig natürlich dem kleinen Prinzen etwas mit. Nicht nur für den kleinen Prinzen, sondern auch für den Herzkönig ist dieser Moment so etwas wie Weihnachten und Ostern zusammen. Mit den entdeckten Kostbarkeiten kann er Erinnerungen wieder auffrischen.

Seit geraumer Zeit quälte den Herzkönig ein Gedanke. Ob der vielen Polizeiautos des kleinen Prinzen (siehe beispielsweise den Beitrag über die kleinen Sünden) stellte sich der Herzkönig nämlich die Frage, ob diese Polizeiautosammelsehnsucht genetisch bedingt sei und er selbst in Kindestagen Polizeiautos besessen hat. Das hätte seine anarchistische Ader – jawohl auch ein Herzkönig hat eine solche Ader – gehörig durcheinander gebracht.

Das Durchwühlen der Spielzeugkisten konnte aber den Herzkönig beruhigen. Es fand sich kein einziges Polizeiauto, hingegen fanden sich ausschließlich Feuerwehrautos, drei an der Zahl!

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Der Leser dieser Zeilen darf an dieser Stelle mitraten: welches Feuerwehrauto stammt aus Westdeutschland, welches aus England und welches aus Frankreich. Bzw. welches ist von Majorette, welches von Siku und welches von Matchbox? Hilfestellungen gibt die herzkönigliche Amtskanzlei zu den festgesetzten Amtszeiten unter jessasnablog@gmail.com.