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„So werma kane Freind….“ – Foodora & me

Die herzkönigliche Familie hat mangels Muße selbst zu kochen eine (erste) Bestellung bei foodora abgeschickt. Um 10:44 erreichte die Amtskanzlei die Rückbestätigung: „ausgezeichnete Wahl! Mache es Dir gemütlich, Dein köstliches Essen von […] ist auf dem Weg zu Dir.“ Die Bestellung sollte pünktlich um 12 Uhr geliefert werden und die königliche Familie tat wie ihr geheißen und machte es sich gemütlich.

Kurz vor 12 Uhr wurde der kleine Prinz noch schnell mit Tischeindeckungsarbeiten beschäftigt und schon bald knurrten die ersten Mägen. Als eine Viertel Stunde nach 12 Uhr noch immer niemand an der Tür klingelte, wurde sowohl Herzkönigin als auch der Herzkönig nervös. Fieberhaft wurden die Handys nach Nachrichten durchsucht, schließlich musste der Herzkönig sogar noch einmal seinen Computer hochfahren und siehe da, foodora hat geschrieben, zwei Minuten vor der vereinbarten Lieferzeit: „Deine Bestellung wurde abgelehnt“. Dem Herzkönig stockte zweimal der Atem, einmal wegen der unartigen Du-Anrede, und dann wegen der Message.

Nach einer Minute Beruhigungsatmen (das hatte er im Hypnobirthing-Kurs gelernt) las er weiter: „es tut uns leid, deine Bestellung kann leider nicht geliefert werden. Wir werden Dir Dein Geld umgehend zurück erstatten.“ Immerhin tat es Ihnen leid… aber richtig mitfühlend bzw. ehrlich gemeint war das nicht. Auch ein weiterer vermeintlicher Trost war wenig hilfreich: „Hast Du Lust stattdessen ein anderes Restaurant auszuprobieren? Wer weiß, vielleicht entdeckst Du ja Dein neues Lieblingsgericht.“

Der Herzkönig verzichtet – trotz immerwährender Immunität – auf einen Gefühlsausbruch in Worten, es sei nur soviel angedeutet: es wird kein neues Lieblingsgericht dort geben… Und mit dem Strafrecht mag der Herzkönig heute nichts zu tun haben; da schon eher mit Urheber- oder Verwertungsrechten. Für den am Gefühlsleben seines Herzkönigs interessierten Leser sei auf eine Ausschnitt aus einem Donald Duck-Comic verwiesen. 

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Es brauchte am Nachmittag vieles, um dieses Ärgernis zu verdauen… Eis & Schokolade taten ihr Bestes.

„Ja ich will!“ – und was das mit der DSGVO zu tun hat

Der Herzkönig wird seit einigen Wochen mit nichtssagenden E-Mails beschickt. Diese E-Mails sind durch die königliche Amtskanzlei und den rechtskundigen Dienst nicht als Spam klassifiziert worden, da sie  von durchaus honorigen Gesellschaften, Institutionen und Einrichtungen stammen. Allerdings sind diese inhaltslos und fordern mit mehr oder weniger großer Vehemenz zur nochmaligen Zustimmung für den Erhalt eines Newsletters oder einer sonstigen Mailverständigung auf.

Die Mails beginnen meist wie folgt: ab dem 25. Mai gelten die neuen Bestimmungen der EU-Datenschutz-Grundverordnung.  Einmal (und das muss gesagt werden, die Mail kommt von einem Institut der Uni Wien) wurde sogar davon gesprochen, dass die DSGVO (vor Inkrafttreten) schon novelliert worden sei: „aufgrund der Novelle des Europäischen Datenschutzgrundgesetzes (DSGVO) sind wir verpflichtet, eine Einwilligungserklärung aller Abonnentinnen und Abonnenten dieses Verteilers einzuholen.“ Gibt’s nicht zwei Gesetzte?… das „Datenschutz-Anpassungsgesetz 2018“ und das „Datenschutz-Deregulierungs-Gesetz 2018„? Egal.

Was zu tun sei, darüber sind sich die DSGVO-Mail-Aussender unklar. Im Zweifelsfall verschiebt man das Problem auf später und verweist auf Zukünftiges: „Damit ihr den Newsletter auch weiterhin empfangen könnt, brauchen wir eure Zustimmung. Eine gesonderte Mail diesbezüglich folgt in den nächsten Tagen.“ Eine solche ist zumindest von der Institution noch nicht eingetroffen, dafür aber viele andere, die eine neuerliche Zustimmung einfordern. Ob der Herzkönig der „Du“-Form zugestimmt hat, wird auch noch zu ergründen sein. Sollte sich der Herzkönig durchringen, hier nochmals explizit zuzustimmen, wird er auf den pluralis majestatis bestehen.

Ein gewisser Respekt in der Anrede ist schon notwendig; wobei manch einer schon einleitend auf „Respekt“ verweist, den man durch die DSGVO einfordere: „Das Respektieren dieser neuen Anforderungen und die ausschließlich zweckgebundene Verarbeitung, der von Ihnen zur Verfügung gestellten personenbezogenen Daten ist für uns von höchster Bedeutung und die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen selbstverständlich.“ Die übervolle Mailbox des Herzkönigs zeugt aber nicht gerade von diesem eingeforderten „Respekt“.

Langer Rede, kurzer Sinn: es geht um Zustimmung. Selbst der Herzkönig müsse „ausdrücklich“ und besonders schnell zustimmen. Warum seine ursprünglich gegebene Zustimmung nicht ausdrücklich genug war, bleibt unbeantwortet: „Möchten Sie weiterhin [blablaba] erhalten? Dafür ist Ihre Einwilligung erforderlich. Um Sie weiterhin informieren zu dürfen, ist Ihre ausdrückliche Zustimmung notwendig. Bitte senden Sie daher ein kurzes Antwortmail mit Ihrer Zustimmung.“ Moment, in welcher zivilisierten Rechtsordnung ist es möglich, dass eine einmal gegebene Zustimmung durch ein neues Gesetz außer Kraft gesetzt wird? Der Herzkönig hat den rechtskundigen Dienst schon mit der klassischen Frage „wo steht das?“ beauftragt. Interessant wäre auch noch zu klären: wer erklärt eine bislang gültige Zustimmung nun für ungültig? War ein jeder vor Inkrafttreten der DSGVO mangels DSGVO „unmündig“? Manch einem reicht nicht ein Klick, er fordert gleich zwei Klicks (und ein bisschen mehr) ein und nennt das schön „double opt-in“: „Wir ersuchen Sie daher, uns durch Anklicken auf nachstehenden Link und dem Ausfüllen der Einwilligungserklärung zu bestätigen, dass Sie weiterhin unsere Zusendungen beziehen möchten. […] Nachdem Sie den Button ABSCHICKEN angeklickt haben, erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink, den Sie bitte anklicken. Erst dann ist Ihre Einwilligung tatsächlich erteilt (Double Opt-in).“

In anderen Newslettern wird darauf hingewiesen, dass „künftig alle Versender von Newslettern lückenlos nachweisen müssen, dass deren Empfänger dem Versand zugestimmt haben.“ Schön und gut, aber das sollte ja auch schon zuvor passiert sein – und hat ein Unternehmen nicht brav mitprotokolliert, kann man ja auch im Zweifelsfall andere fragen, die auf „Vorrat“ mitspeichern.

Manch einer verwechselt zudem Zustimmung mit einer kompletten Neuregistration: „Um Ihnen weiterhin die Aussendungen (z.B. gratis Downloadmöglichkeiten von Publikationen, Informationen sowie Veranstaltungen und Newsletter) zusenden zu können, müssen Sie sich wegen der neuen Datenschutzbestimmungen HIER neu registrieren.“ Dem Herzkönig dämmert ein Hintergedanke – will man die bisherigen Bezieher eines Newsletters vergraulen?

Einige dreiste Institutionen drohen gar mit der Höchststrafe – mit der „Löschung“: Man beginnt noch höflich und ersucht freundlich um Unterstützung. Dann aber wendet sich das Blatt und es folgt die Drohung, man werde „automatisch“ aus dem Verteiler gelöscht:  „Deshalb ersuchen wir Sie um Ihre Unterstützung und Ihre Einwilligung, sodass wir die DSGVO korrekt umsetzen können.  Mit unseren Newslettern sind Sie immer rechtzeitig informiert. Damit Sie diese weiterhin erhalten, bitten wir um Ihre ausdrückliche Zustimmung zur Kontaktaufnahme. Sie willigen damit ein, dass Ihre angegebenen persönlichen Daten für das Zusenden von Newslettern sowie Einladungen zu Veranstaltungen verwendet werden.  […] Bitte bestätigen Sie Ihre Zustimmung durch Klick:  Wichtig: Wenn Sie bis 24. Mai 2018 nicht zustimmen, wird Ihre E-Mail-Adresse automatisch aus dem Verteiler gelöscht.“

Diese Löschlösung wird auch mit Fürsorgepflicht und Schutzbedürfnissen argumentativ unterstützt: „Um den neuen Anforderungen zu entsprechen und Ihre personenbezogenen Daten so gut wie möglich zu schützen, wird die bisherige Liste der mit 25. Mai komplett gelöscht.“ Der Herzkönig mutmaßt, dass diese Organisation in vorauseilendem Gehorsam vermutlich alle Listen mit personenbezogenen Daten komplett löscht. Er wird sich daher eine „Spendenaktion“ überlegen und zum Spenden von Bleistifte, Pauspapier und Schreibmaschinen aufrufen.

Etwas netter – allerdings nur in der Verpackung und nicht in der Sache – werden E-Mails von Tourismusorganisationen formuliert: da wird gar um das Ja-Wort gebeten. „Dann bitten wir Sie mit nur einem Klick Ihre Newsletter-Anmeldung zu bestätigen! Da in Kürze die neue Datenschutzgrundverordnung in Kraft tritt, würden Sie leider ansonsten aus unserem Verteiler fallen, was sehr schade wäre.“ Nett umschrieben wird man auch hier gelöscht und findet das auch noch sehr schade. Der Herzkönig ist den Tränen nahe. Andere wiederum verführen mit einem in Aussicht gestellten Gewinn: „Mit etwas Glück können Sie Bluetooth Kopfhörer oder Lautsprecher gewinnen: Wir verlosen diese unter allen Personen, die bisher unseren Newsletter erhalten haben.“

Dann gibt es aber gottseidank noch jene, die die frühere herzkönigliche Zustimmung doch noch als weiterhin gültig erachten: „Sie haben uns mit der Anmeldung zum Newsletter die Erlaubnis erteilt, Ihre persönlichen Daten (Name und E-Mail-Adresse) für den Versand unseres Newsletters zu verwenden. Die Einwilligung zum Erhalt des Newsletters kann selbstverständlich jederzeit über den Abmelde-Link in jedem Newsletter oder per E-Mail widerrufen werden. Kreativ gelungen bezeichnet der Herzkönig auch Formulierungen, die wage über die Herkunft der Zustimmung sprechen: „Sie bekommen unseren Newsletter, weil Sie sich in den letzten Jahren bei einer Veranstaltung dafür angemeldet bzw. sich in unsere Newsletter-Listen eingetragen haben, oder uns geschrieben, persönlich gebeten oder Ihre Kontaktdaten/Visitkarten gegeben haben, um Informationen über unsere Veranstaltungen zu erhalten.“ Da wird schon irgendetwas stimmen.

Andere wiederum informieren einen bloß und sprechen von „Privatssphärenchecks“, die offenbar im Hintergrund ablaufen. Aber so liest der Herzkönig zwischen den Zeilen: es wird sich nichts ändern: „Diesen Monat aktualisieren wir unsere Datenschutzerklärung, damit besser verständlich wird, welche Daten wir erheben und weshalb. Außerdem haben wir Maßnahmen ergriffen, um unseren Privatsphärecheck und andere Funktionen zu verbessern, die dem Schutz Ihrer Daten und Ihrer Privatsphäre dienen.  Es ändert sich nichts an Ihren aktuellen Einstellungen oder daran, wie Ihre Daten verarbeitet werden. Wir haben lediglich die Erläuterung unserer Verfahren verbessert und erklären Ihnen noch genauer, welche Möglichkeiten Sie haben, Ihre Daten zu aktualisieren, zu verwalten, zu exportieren und zu löschen.“

Am liebsten sind dem Herzkönig und der zur Bearbeitung eingeteilten Amtskanzlei die vielen Einrichtungen, die bislang nichts dazu geschrieben haben. Aber vielleicht ändert sich das auch noch, und die herzkönigliche Amtskanzlei wird am 24. Mai mit einer E-Mail-Flut konfrontiert. Aufgrund des damit einhergehenden Arbeitsaufkommens wird die Amtskanzlei die Mails vermutlich erst ab dem 26. Mai beantworten.

PS: kurz nach der Fertigstellung dieses Beitrages trudelte eine weitere E-Mail im Postfach der Herzkönigs ein. Der Betreff lautete „Sie sind uns wichtig!“ und es ging – wie könnte es anders sein, um eine Zustimmung, wenn möglich noch bis 24. (!) Mai.

PPS: und beim Stöbern im Internet bekam der Herzkönig mit, dass nun auch die POST eine Last-Minute-Hilfe für Unternehmen in Sachen DSGVO anbietet. Gerade die Post… in den Zeiten als der Herzkönig noch ein kleiner Prinz war, war der Postler im Ort eher etwas was man mit Klatschpressenverteiler assoziierte als mit Datenschützer…

 

 

Wien bei Regen

Der Herzkönig stapfte heute von der Stadtmitte durch die Freyung in Richtung Ring. Aus nicht erklärbaren Gründen war der königliche Fuhrpark just an diesem Regentag nicht verfügbar und somit musste der Herzkönig durch die Stadt stapfen – und das bei strömendem Regen!

Im Schottenhof wollte er einen Torbogen für sich nutzbar machen, um sich schlicht ein wenig unterstellen zu können, … doch auch dieser Platz war schon belegt – offenbar war das grausliche Regenwetter auch diesem Entenpärchen zu viel!

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ESC 2018 – Nachtrag

Nachdem der Herzkönig seine Entscheidung, wer den seiner Meinung nach zur Gewinnerin des diesjährigen Song Contests zu küren sei, gefällt hatte, legte er sich sichtlich zufrieden und erschöpft vom Tagwerk zu Bette. Diese Führungslosigkeit – die durch eine Indiskretion am Hof durchgesickert sein muss – nutzte die eingesetzte Jury und das Volk zu einer sondergleichen Meuterei. Sie ignorierten den herzköniglichen Entschluss, nämlich Saara Alto zur Siegerin zu erklären. Der Herzkönig war aber des Nächtens zu müde, um irgendwelche hoheitlichen Akte als Regenreaktion zu setzten. Er wurde von der Herzkönigin nur in Kenntnis gesetzt, dass eine „wüde Henn“ gewonnen habe. Die Indizien „goi, überhaupts oder netta“ deuteten auf eine Oberösterreicherin, vermutlich aus dem Ort „Hühnergeschrei“ hin. Aber egal, der Herzkönig genoss seinen wohlverdienten Schlaf.

Am nächsten Morgen beschloss er, es nicht anderen Musikpreisen gleichzutun, die die Veranstaltung gleich abgeschafft hätten. Die Armee einzusetzen, um den Aufstand des Volkes niederzumachen, erschien ihm auch keine gute Idee zu sein. Somit beschloss er, den ESC 2019 erneut aber mit einigen kleinen Veränderungen durchzuführen. Der Herzkönig wird höchstselbst und darüber hinaus für jedes seiner Kronländer gleichzeitig bei dieser Veranstaltung antreten. Auch die Jury und das Volk wurden bereits ersetzt: die Herzkönigin übernimmt die Rolle der Jury und zum Volk wurde der kleine Prinz bestimmt.

Da kann jetzt wirklich nichts mehr schiefgehen!

ESC 2018

Nach eingehender Prüfung der Kandidatinnen und Kandidaten gibt der Herzkönig seine Entscheidung für die Top-10-Platzierungen bekannt. Mit dem Ausdruck seiner Hochachtung beglückwünscht er auch seine persönliche Gewinnerin, Saara Aalto, die er mit sofortiger Wirksamkeit zur Hofkammersängerin ernannt wird.

  1. Finnland
  2. Bulgarien
  3. Dänemark
  4. Portugal
  5. Zypern
  6. Australien
  7. Litauen
  8. Irland
  9. Italien
  10. Slowenien

Verstärkung für die herzkönigliche Feuerwache

Der Herzkönig hatte – wie es sich für einen Royal gehört – am Wochenende ein intensives Programm zu absolvieren. Nach dem Froschköniglichen Event im Kindergarten ging es in das Gelobte Land, das einem auserwählten Kreis als das Waldviertel bekannt ist. Dort gab es am Sonntag das 90-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Bruderndorf zu feiern.

Der Herzkönig hat natürlich – wie alle Blaublütigen – vor langer Zeit einmal etwas studiert. In seinem Fall war es nicht Kunstgeschichte, da er einen Schiele nicht von einem Beltracchi zu unterscheiden vermag (wobei, da taten sich auch andere schwer), sondern er hat sich mit der Geschichte seiner königlichen Ländereien befasst. Und da just eine Verwandter in der Gründungsgeschichte dieser Feuerwehr aufscheint, wurde der Herzkönig höchstselbst gebeten, nicht nur ein einfaches Grußwort, sondern gleich die gesamte Festschrift zu schreiben.

In aller Eile ging dies in den letzten Monaten auch von statten und weil der höchste Diener des Staates ohnehin auf Staatskosten lebt, hat er diesen Auftrag unentgeltlich erledigt und nur um eine Spende für den kleinen Prinzen gebeten.

Der kleine Prinz kam daher natürlich zum entsprechenden Festakt mit.Dieser begann mit einer Messfeier, die etwas mehr als eine Stunde dauerte, der kleine Prinz aber tapfer durchhielt. Danach hielt der Feuerwehrkommandant einen kurzen Rückblick auf die Geschichte der Feuerwehr. Schließlich kamen noch – man könnte sagen die heilige Dreifaltigkeit – in Form von Bürgermeister, Bezirkshauptmann und Landtagsabgeordnetem mit Wortspenden an die Reihe. Nach dem Formalakt hatte sich der kleine Prinz eine Auszeit bei den Feuerwehrautos verdient und bekam vom Kommandanten auch gleich ein Geschenk, einen Feuerwehrbären mit Namen Konrad!

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Beglückt von diesem Geschenk, nahm die königliche Familie noch eine Stärkung ein und verblieb noch eine Weile bei der Festivität. Auf dem Weg zum Fuhrpark wurde der kleine Prinz mit noch einem Paket überrascht, das für einen herzergreifenden Jubelschrei im Ort sorgte: er erhielt als Dankeschön ein Feuerwehrauto mit Drehleiter, das stolz nach Hause getragen, dort sofort zusammengebaut wurde und nunmehr die herzkönigliche Feuerwache verstärkt.

Das neue Einsatzfahrzeug – für das sich der Herzkönig im Namen seines Königreichs und seiner Untertanen – wurde nunmehr dem 1. Zug des Notfall-, Rettungs-, Polizei- und Feuerwehreinsatzkommandos (NRPF-Kommando) übergeben.

Die herzkönigliche Statistiker haben mittlerweile bekannt gegeben, dass der erste Einsatz gegen 5 Uhr früh stattfand und unmittelbar nach dem Ende des Kindergartens ein weiterer. Nach der Rückkehr des kleinen Prinzens vom Spielplatz bis zum Einschlafen desselben waren noch drei weitere Feuerwehreinsätze zu bewältigen.

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Der Herzkönig bleibt Herzkönig

Das ist ja jetzt noch einmal gutgegangen – der Herzkönig hatte die letzten Monate so ein Gefühl, als würde „abmontiert“ werden. Und irgendwie sollte das mit dem kleinen Prinzen zu tun haben. Aber der Reihe nach.

Als der Herzkönig den kleinen Prinzen einmal vom Kindergarten abholte, hieß es, er solle beim anstehenden Fest tunlichst etwas Grünes anziehen – denn im Rahmen des Festaktes wird dort ein Stück (ur)aufgeführt: nämlich der Froschkönig. Auf das hinauf hatte der Herzkönig plötzlich eine schlaflos Nacht: ein Gefühl obkam ihm, das er nicht mehr los werden würde. Der kleine Prinz wird dort zum Froschkönig ernannt und setzt damit gleich in einem Aufwaschen der Regentschaft des Herzkönigs ein tragisches Ende. Und von einem kleinen einfachen Froschkönig abgesetzt oder weggeküsst zu werden, ein so ein Schicksal verdient nicht einmal der Herzkönig.

Die Herzkönigin hat diese Ängste gleich abgetan, erstens heiße der kleine Prinz nicht Brutus, zweitens war nicht Mitte März und drittens glaubten an die Vorsehung nur zweifelhafte … ach lassen wir das. Der Herzkönig ließ sich davon trotzdem nicht beruhigen und konnte weiterhin nur mehr sehr schlecht schlafen. Am Tag der Aufführung hat der Herzkönig die Zahl der Wachen und die Zahl der Doppelgänger vervielfachen lassen, ließ einen der Doppelgänger als Herzkönig sogar neben der Herzkönigin Platz nehmen und gesellte sich selbst in die Reihen des einfachen Volks.

Als die Aufführung begann, fiel dem Herzkönig dann ein Stein vom Herzen: Der kleine Prinz hatte gar nicht die Rolle des Froschkönigs inne, sondern ließ edelmutig anderen diesen Platz einnehmen. Er selbst begab sich nach hinten und war sozusagen der siebente Frosch von links. In dieser Rolle ließ er es – hüpfend als ob es kein Morgen gäbe – aber ordentlich krachen.