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Zum Nationalfeiertag

Der kleine Prinz und der Herzkönig begingen auch heuer wieder den Nationalfeiertag am Wiener Heldenplatz. Da in diesem Jahr keine Flugshow stattfinden konnte, waren sie besonders auf die Saab 105 und die Eurofighter gespannt, die über der Stadt zu sehen sein sollten.

Zwar waren sie ob der unterschiedlich angegebenen Überflugzeiten (10:56 oder 10:23) etwas irritiert, waren aber dann kurz nach 10 Uhr vor Ort. Leider konnten sie dort aber nur ein lautes Donnergrollen vernehmen, aber weit und breit keinen Jet entdecken. Wobei, zu sehen waren aber von Zeit zu Zeit einige zivile Flugzeuge im Landeanflug auf Wien Schwechat. Die waren zwar nicht so laut, aber immerhin flogen diese unter den Wolken und waren somit auch zu sehen.

Bei den anschließenden Festansprachen hielten sich die Mitglieder der herzköniglichen Familie nobel zurück und überließen einem hochrangigen Regierungsvertreter das Wort bzw. die Mütze.

Das Warten auf irgendetwas von „oben“ hat sich dann doch noch gelohnt und der Sprung von fünf Fallschirmspringern konnte beobachtet werden.

Der erste Raketentest

Als Oberingenieure des herzköniglichen Raumfahrtprogramms haben der kleine Prinz und der Herzkönig am Wochenende einige Raketentests durchgeführt. Nach unzähligen Entwürfen am Reißbrett (geplant war zuerste eine Art Spaceshuttle mit Trägerrakete) konnte ein erster Prototyp vom Weltraumbahnhof abgeschossen werden. Vermutlich waren einige technische Daten, die vom herzköniglichen Geheimdienst bereitgestellt wurden, fehlerhaft und der Flug erinnerte an den Abschuss einer russischen Rakete.

Gelernt haben der kleine Prinz und der Herzkönig jedenfalls, dass man den ersten Flugversuch nicht bemannt durchführen sollte. Allerdings waren die Sicherheitsvorkehrungen (Helmpflicht beim Flug) so streng und die Einsatzkräfte bestens vorbereitet, dass der Pilot sofort geborgen werden konnte und in das nächste Krankenhaus gefolgen wurde. Dort wurden nur leichte Verletzungen (Verstauchungen und Abschürfungen) festgestellt und der Pilot in die häusliche Pflege entlassen.

Eine harte Nuss

Im Zuge des Ausflugs ins gelobte Land konnten bei den großelterlichen Haselnussstauden Nüsse gesucht werden. Nach langer Suche konnten der kleine Prinz und der Herzkönig dann doch eine Handvoll Haselnüsse am Boden entdecken.

Nun stellte sich die Frage, wie man diese am besten knacken sollte. Zum Glück war dem kleinen Prinzen eine Folge von Checker Tobi in Erinnerung geblieben, in der es um Nüsse und auch um das (erfolglose?) Nussknacken ging. Somit hatte er gleich eine Idee und wollte die Nüsse aufschießen.

Nun, ganz so erfolgreich war diese Methode nicht: falls man eine Nuss traf, flog diese durch die Luft und war nicht mehr gesehen. Naja, dann half nur mehr der Hammern. Dieser knackte die Nüsse einwandfrei, nur in den Nüssen war nichts mehr drinnen! Da war wohl jemand schneller, wie man an den Löchern an den Nussschalen zweifelsfrei erkennen konnte.

Neues Heft „Das Waldviertel“ von guten Beamten, der heiligen Anna hin zu Überlegungen für ein Grundeinkommen

Was zeichnet einen guten Beamten aus? Georg Buchbauer beschreibt das Berufsbild und das Selbstverständnis eines grundherrschaftlichen Beamten im 18. Jahrhundert. Ausgehend von Gföhler Amtsberichten des Jahres 1713 zeigt er, dass das Prädikat „gut“ nur selten verliehen wurde. Der Beamte fungierte als Bindeglied zwischen den Grundherren und den Untertanen. Von den Untertanen wurde er nicht selten als verlängerter Arm der Obrigkeit angefeindet, aber auch die Grundherren begegneten ihm mit Misstrauen.

Reinhard Preißl stellt sich die Frage nach welchem Siegfried der Ort Seyfrieds benannt ist? Das Dorf der Stadtgemeinde Heidenreichstein bildete bis 1975 mit Haslau die Gemeinde Seyfrieds. Der Ortsname Seyfrieds kann sich auf einen Gründer mit Namen Siegfried beziehen, was den Ausgangspunkt für die weiteren Recherchen von Reinhard Preißl darstellt.

Gerade in diesen Zeiten werden die Themen Arbeit und Einkommen kritisch hinterfragt und auch unter dem Aspekt des Grundeinkommens diskutiert. Karl A. Immervoll beschreibt Wege, wie „Sinnvoll tätig Sein“ gelingen kann und spricht sich für ein Überdenken der Erwerbsarbeitsgesellschaft aus. Jeder Mensch ist wertvoll, seine Fähigkeiten sind gefragt und er kann sie in die Gesellschaft einbringen. Was wir ihm dafür als Gesellschaft zurückgeben können: ein Einkommen. Immervoll plädiert daher, in Richtung Grundeinkommen weiterzudenken, da es eine lebensfreundliche Gestaltung des Daseins für sich und die Gemeinschaft ermöglichen könnte.

In der Heiligen Schrift wird die heilige Anna nicht erwähnt. Im Protoevangelium des Jakobus werden Anna und Joachim als Eltern der Gottesmutter Maria vorgestellt. Anna wird als tüchtige Frau voller Gottesliebe geschildert und sie gilt als Beschützerin der Eheleute, Frauen, Schwangeren und Gebärenden. Herbert Neidhart widmet sich daher der Darstellungen der heiligen Anna in der Pfarre Pöggstall – die älteste Darstellung ist übrigens ein „Anna-Selbdritt-Gnadenbild“ um das Jahr 1370 mit Anna, Maria und Jesus.

Ein Heft der Zeitschrift „Das Waldviertel“ kostet 8 Euro und ist unter www.daswaldviertel.at zu beziehen.

Wochenendbeschäftigung

Der kleine Prinz und der Herzkönig müssen ab nun den Samstag zu zweit verbringen. Die Herzkönigin darf noch ein Jahr die Schulbank drücken, mit Unterricht am Samstag. Coronabedingt mit 30 anderen Mitschülerinnen und Mitschülern wahlweise in einem kleinen Raum, der durch permanent geöffnete Fenster die Außentemperaturen angenommen hat, oder im größten Raum – dem Turnsaal – am kalten Fußboden sitzend…

Egal, die Wochenendbeschäftigung war schnell gefunden. Der kleine Prinz wollte Wäsche machen und waschen. Eine Kiste wurde zur Waschmaschine, eine Wäscheleine wurde gespannt und die Wäschestücke wurden ausgeschnitten, bemalt und aufgehängt.

Als die halb erfrorene Herzkönigin nach Hause kam, berichteten die beiden Hausmänner ganz stolz von ihrem anstrengenden Tag. Ihr wurde aber ganz schnell wieder warm, als sie den Abfallhaufen im anderen Teil des Zimmers entdeckte. Den müssen die beiden Hausmänner irgendwie übersehen haben…

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