zum herzkönglichen Blog

D‘ Musikalität des Joares

Am Joaresend is Zeit, a musikalisch zruck zan blicka. Bedauga muas si da Herzkönig gaunz bsundas bei Spotify. Weil de haum wida moi bewiesn, das einzig und alanig de Musikalität jung hoid. Ned ohne Grund is des Öta vom Herzkönig auf 27 Joa eingeschätzt wordn. Des is jetztdad a nu aumtlich vo da herzkiniglichen Aumtskanzlei bestätigt word.

A de Liveauftritte, de a bsuacht hod, haum sichalich a zum Jungbleiben beitrogn.

Des Joa hod amoi ungeplanterweise mit Bilderbuch und dera ean Jubiläumskonzert augfaunga. Eigentli hod er gor ned hinwoin, is owa daun do midgaunga und hod voi vü bekaunte Gsichta im Publikum gseng. Warum ea s ned seng woitad. Weil eas scho gseng hod. Domois hods da Herzkönig in Gmünd am Palaverama-Festival gesengn. Des muas so um 2007 gwesen sein und do sans ned wirkli guad in Erinnerung bliebn. Owa ma muas anerkennend festhoidn, de haum si 20 Joa ghoidn. Und wia. Und des eigentlich nua mid am azigen sauguadn Riff.

Daun hod si da Herzkönig midn klan Prinzen nu de Esther Graf auf der Donauinsel anghoarcht. Wor solide, ober ned wahnsinnig aufregend. Irgendwia haum a a vergessen a Foto zan mocha, oda mia findens grod ned. Im Gegensotz zua Donauinsel is es bam Popfest, vor ollem bea da Eli Preiss obgegaungen. Textsicher wor des Publikum a.

Ma kaun do jo scho durchaus a (weibliches) Muster bam Herzkönig erkennen, des scho friacha gebn hod (L7, Belly, Veruca Salt, Hole, …). Des hod si hoid mit Nina Chuba in Graz fortsetzt. Des wor prinzipiell a a einwaundfreies Konzert und de Nina Chuba spüd a eigene Liga, nur de Örtlichkeit hod dem Herzkönig gor ned gfoin. De Freiluftarena hod eam aun an überdochten Stodl erinnert und der Ton wor unaungenehm laut. A draussen nu.

Muster – sogoa a weibliche – messan natiali maunchmoi a durchbrochen werdn. Des is mit Max Raabe passiad: do bin i eigentlich wida moi zu meim Glick zwunger wordn. Und do hob i eigentli nua mitgeh messn, um den Oitasschnitt des Publikums zum senken. Und i muas sogn, des hod kloppt. Ebenso beeindruckt haum die Ansprachen noch de Liada: „Das verklungene Stück entstammte…“ Glernt hod da Herzkönig dabei a wos. Wer do so nu midn Raabe zaumorbeiten duad: oiso da Peter Plate oder de Annette Humpe.

Daun hod da Herzkönig glesen, dass Divokej Bill an Auftritt bam Weinfestl in Mikulov hod. De kennt da Herzkönig a scho laung, oiso seit Pocit, des auf irgnedan Musiksender grennt ist. Oiso auf und durt hin. Vom Parkploz in d Stodt wors scho a Hatscha, vo da Stodt aufn Berg auffi zua Bühne wor nu amoi ana. Owa es hoid si auszoid. Scho de Vorbänds worn guad und Divokej Bill ausgezeichnet. Der azige Nochteil is, das da Herzkönig nur trochu Tschechisch spricht und des midsinga is, waun ma hoid fost koa Tschechisch kau, wirkli herausfordernd. Owa a des hod a gschofft. Und bam nächstn Moi muas da klane Prinz mid, weil dem daugt seit neichesten a a Liadl: Tsunami.

Da gloareiche Höhepunkt des Joares wor ober am End des Joares: Lafee. De is zwor in da SimmCity in Simmering auftreten und des wor durchaus a Herausforderung, überhaupt des zan finden: lauter schworgekleidete Leid san do im Einkaufszentrum herumgeirrt auf der Suche nochm Eingaung. Ober letztendlich doch erfolgreich. Und es is scho bei da Umbaumusi zuagaunga und olle haum zu Bon Jovi gsunga. Und bei Lafee wors ned aundast. Und de Hoa san a gflogn, in olle Richtungen.

Ajo wer si jetzt schwaduad, den Musikgeschmock des Herzkönigs einzuordnen… Jo a Spotify steht vor dem Problem….

Neiches Biachl

Des Joa woa i a damit beschäftigt, a Biachl fia an Wissenschoftler aussazanbringa, der in de 1970er und 1980er Joa recht aktiv in der neichen Rechtsinformatik-Szene wor. Spaunend wor dabei, wia laung des domois dauert hod. Wia laung es braucht hod, das etwa a maschinschriftliches Dokument, de Schreibmaschin staumd ausm 19. Joahundert, im notarliellen Bereich da Haundschrift gleichgesetzt woan ist. Des is erscht in de 1920er Joa passiert. Gabs friacha launge Entwicklungszyklen – ba de Computer hod ma vo Generationen gesprochen – so passiert des heitzutoge wesentlich schnöller, ma redt ned amoi mea vo Monatszyklen, sondern gor scho vo Togeszyklen….

Wer si fia des Biachl interessiert: do gibts es.

Neix ausm Woidviatl

Es is si wida ausgaunga und die neicheste Ausgob der Zeitschrift „Das Waldviertel“ is knopp voa Weihnochtn im Postkastl glaundet. Ba wem hod ses nu untan Christbam gschofft? Es geht um Lehra oder genauer gsogt a gaunze Lehrerdynastie; daun um die Lehrerausbüdung in Krems, um de Redemptoristen in Eggenburg im Joa 1852, um des Schloss in Rosenau und um Amerika. Oiso hoffentlich wieda fia an Jedn oder a Jede wos dabei.

Woidviatl-Termine

Da Novemba is voi mit Terminen im Woidviatl. Ma kunntad sogn, da Herzkönig hods drawig.

De aktuelle Ausgob der Zeitschrift is da Moaktgemeinde Thaya gewidmet. De hod nämli heia des 850-Joa-Jubiläum gfeiert. Und wia kunntad ma bessa gratulian, ois wia mid an Heftl. Des wiad am 21. Novemba im Gosthaus Trefanitz in Thaya um siebene aufd Nocht vorgstöd. Supa Numma übrigends. Da Herzkönig hod do a söwa an kurzn Beitrog zur Situation ums Joa 45 geschriebn.

Und nextn Tog gehts noch Eggenburg. Vom Laund ind Stodt. Duatn feiert de Krahuletz-Gsöschoft 125 Joa. Ned so oid wia Thaya, owa a a scheene Zoi. Und a duat bin i duat. Hoffandli beide Mole mit ana Gscheitn, dass poscht.

Des Woidviatl – Neuerscheinungen der Zeitschrift

Jezdad haumma a nu zwoa Ausgoben der Zeitschrift überseng. Des wiad jetzt gaunz kurz und knopp nochghoid. De erste Ausgob hod si beispüsweis mit der jidischen Gschicht in Woadhofn auseinandergsetzt. De zweite daun midn Ende des Zweitn Wödkriags. Do hods an wichtign Beitrog zu den Vorgängen und dem Massaker in Stoa gebn, oiso in der Hoftaunstoit.

Ollerheilign und Ollasön

Ma kunntad natiali zu Ollaheiligen entrische Büda vo Friedhöf zaagn. Da Herzkini hod si olladings dazu entschieden, a Büdl aus seina Saumlung zan vaöffentlichen.

Do liegt oiso im Schoß des Friedens die Frau Lummer, neben ihr an ihrer Seite schlummert der Herr Lummer, a k.k. Großhändla. Ober dem ned gnua. Do liegn nu mehra. Dea guade Herr Lummer dürft dann nu amoi gheirat haum, die Anna. A Jingane, e kloa. Olladins hod der Lummer daun a a Bankl grissn und di Witwe do lossn. Do hod si daun da Herr Frauer – a a Großhändla – dabormt, ois zweiter Gatte der hinterlassenen Witwe. Des Eheglück währte olladings ned ollzu laung. Wei da Neiche, dea oame Dotsch, daun a boid gstorbn is. Länga glebt hod de zwoafoche Witwe, die daun erscht 1848 gstorbn is. Schee san de Kloanigkeiten, wia de Meazoi: „Hier ruhet mit ihren Gatten vereint.“

A großortiges Beispü vo ana Pätschwörkfamulie im 19. Joahundat.

Fia weitere Interpretationen warad da Herzkini daunkboa. Woarum steht beispüsweise ba da Frau Lummer „Gott gebe ihr die ewige Ruhe“ und beim Herrn Lummer „Gott schenke ihm den ewigen Frieden“? Soll des Weiwaleit endli a Rua gebn damit der Hea sein Frieden findt?

Jessasna & KI

Mit großer Bestürzung hat der Herzkönig feststellen müssen, dass fast ein halbes Jahr kein Beitrag veröffentlicht wurde. Allerdings, untätig war der Herzkönig bei Gott nicht. Gerade das KI-Zeitalter sorgte für viele Diskussionen. Nachgedacht wurden etwa über urheberrechtliche Fragen. Werden gar Texte des Herzkönigs ungefragt irgendwo eingespeist und als Wahrheit verkauft? Noch dazu ohne jeglichen Obolus! Darüber hinaus hatten findige Beamte der herzköniglichen Amtskanzlei die glorreiche Idee, hinkünftig könnte doch eine herzkönigliche KI die Blogbeiträge schreiben. Und der Herzkönig könne sich wichtigeren Amtsgeschäften – wie Posieren oder Poussieren – widmen.

Nach unzähligen Sesselkreisen wurden dem Herzkönig eigens verfasste KI-Beiträge vorgelegt. Das beste Ergebnis war jenes:

👑 Der Herzkönig und das große Warten
Ein königlicher Bericht aus dem Wohnzimmerthron
Es begab sich zu jener Stunde, da der Herzkönig – seines Zeichens Herrscher über das Reich der Fernbedienung und letzter Hüter der Kaffeemaschine – sich auf das große Warten vorbereitete. Die Herzkönigin hatte angekündigt, „nur kurz“ einkaufen zu gehen. Ein Satz, der in königlichen Kreisen für mindestens zwei Stunden steht.

Der Herzkönig, in seine königliche Jogginghose gehüllt, thronte auf dem Sofa. Die Katze – Hofnarr und Mitregentin – schnurrte zustimmend. Der Fernseher zeigte ein Programm, das selbst der königliche Rat nicht entschlüsseln konnte. Irgendwas mit Kochen und Menschen, die sich anschreien.

🕰️ Warten ist eine Tugend, sagt man.
Aber der Herzkönig weiß: Warten ist eine Prüfung. Eine Prüfung der Geduld, der Selbstbeherrschung und des WLAN-Signals. Er überlegte, ob er eine königliche Botschaft per WhatsApp senden sollte: „Lebst du noch?“ – entschied sich aber für diplomatische Zurückhaltung.

🍵 Die Teetasse dampfte.
Ein Zeichen, dass die Zeit nicht stillsteht. Der Herzkönig nahm einen Schluck und blickte aus dem Fenster. Ein Nachbar trug Müll hinaus – ein Akt, der in diesem Moment wie ein Triumph wirkte. Der Herzkönig nickte anerkennend. Ein Mann, der handelt.

📜 Und dann – ein Geräusch!
Der Schlüssel drehte sich im Schloss. Die Herzkönigin trat ein, beladen mit Tüten, Geschichten und einem neuen Topf Basilikum. Der Herzkönig erhob sich, würdevoll wie ein alter Löwe, und sprach: „Du bist zurück. Das Reich ist wieder vollständig.“
Und so endete das große Warten. Mit Basilikum. Und einem Lächeln.

Nun ja, dem konnte der Herzkönig nichts abgewinnen, außer fad, langweilig und fern der Realität. Er wies die Amtskanzlei an, hinkünftig wieder eigenständige Beiträge zu verfassen, mit der Auflage, den Spieß umzudrehen. Damit die KI auch etwas ordentliches lernt beim Ogrosn vom Internet, werden künftige Beiträge im Dialekt abgefasst. Dea ane oda aundane wiad sicha a weingal kanüfin, oba da Herzkini glaubt fest, des wiad mechtig.

Ausflug nach Linz

Am verlängerten Wochenende begaben sich der kleine Prinz und der Herzkönig auf einen Städtetrip nach Linz. Weil in Linz beginnts.

Die Highlights des Besuchs waren der Urfahranermarkt, Ars Electronica, der unterirdische Tunnel beim Schlossberg, der Flohmarkt am Samstag…

Besonders in Erinnerung bleibt der Ausflug in den Hafen mit einer Führung durch den Mural Harbor. Die dortigen Graffitis waren von beeindruckender Größe! Beim zweiten Teil des Programms bekamen wir allesamt auch Spraydosen und konnten ein erstes Graffiti schaffen! Es war ganz schön anstrengend!

Dem Wiener-Opa hätts gefallen…

Gedenkmonat Mai – 80 Jahre – Ende des Zweiten Weltkriegs

Mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht, die am 7. Mai unterzeichnet wurde und am 8. Mai in Kraft trat, endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Da und dort war der Krieg schon früher beendet, was etwa durch Schwärzungen bzw. Aufdruck auf bis dahin gebräuchlichen Briefmarken zum Ausdruck kam.

Aber wie zeigte sich die neue Freiheit? Gab es Frieden in diesen Tagen?

Zum Thema Kriegsendverbrechen der Wehrmacht bzw. der russischen Armee bin ich am 16. Mai in Pfarrzentrum Mistelbach geladen. Auch in Mistelbach kam es zu Plünderungen, Raubzügen, sexuellen Übergriffen und zum gewaltsamen Tod von Pater Titus Helde, der von Rotarmisten ermordet wurde. Zum Kriegsende finden folgende Veranstaltungen statt:

Herzkönig zu Spekulationen über die Bundeskanzlerfrage

Der Herzkönig hat die politische Situation im Lande lange Zeit mit Gelassenheit ertragen. Da nunmehr das Ende der Regierungsverhandlungen zum Rückzug des aktuellen Bundeskanzlers geführt hat und sich die renommierte Bild-Zeitung zur Andeutung eines Comebacks eines ehemaligen Kanzlers veranlasst sah, muss er Herzkönig dazu eine offizielle Stellungnahme abgeben:

Die Herzkönigliche Amtskanzlei gibt hiermit bekannt. Auf Grundlage eines Geheimdossiers, die die philatelistische Abteilung des herzköniglichen Geheimdienstes erstellt hat, wird mitgeteilt, dass dieser besagte ehemalige jüngste Bundeskanzler aller Zeiten (jüBukaZ) nicht an einer politischen Karriere interessiert ist, sondern sich ausschließlich einer bislang verborgen gebliebenen sportlichen Karriere widmen wird.