Eine harte Nuss

Im Zuge des Ausflugs ins gelobte Land konnten bei den großelterlichen Haselnussstauden Nüsse gesucht werden. Nach langer Suche konnten der kleine Prinz und der Herzkönig dann doch eine Handvoll Haselnüsse am Boden entdecken.

Nun stellte sich die Frage, wie man diese am besten knacken sollte. Zum Glück war dem kleinen Prinzen eine Folge von Checker Tobi in Erinnerung geblieben, in der es um Nüsse und auch um das (erfolglose?) Nussknacken ging. Somit hatte er gleich eine Idee und wollte die Nüsse aufschießen.

Nun, ganz so erfolgreich war diese Methode nicht: falls man eine Nuss traf, flog diese durch die Luft und war nicht mehr gesehen. Naja, dann half nur mehr der Hammern. Dieser knackte die Nüsse einwandfrei, nur in den Nüssen war nichts mehr drinnen! Da war wohl jemand schneller, wie man an den Löchern an den Nussschalen zweifelsfrei erkennen konnte.

Mein Licht geht aus…

…. aber wir sind zu Haus…

Aber was war geschehen: Die romantische Stimmung mit Kerzenlicht am Tisch war im herzköniglichen Haushalt mit einem Schlag – oder Rums – weg. Das Licht ging aus und der gläserne Kerzenhalter zersprang!

Nur der Form halber gibt die herzkönigliche Amtskanzlei bekannt: die herzkönigliche Familie hat mitsamt den geladenen Gästen diesen hinterhältigen Anschlag wohlbehütet überlebt.

Papas Bierglas

Aus dem Bierglas (es eignet sich aber auch ein Glas mit Apfelsaft) des Herzkönigs lässt sich nicht nur vorzüglich trinken, es dient auch als Kulisse für Fotografien. Da dem kleinen Prinzen etwas langweilig war, hat er hinter dem Glas seine Autos versteckt und durch das Glas betrachtet. Diese Momente fanden derart Gefallen, dass sie auch festgehalten werden mussten.

Neues zur Kinderlandverschickung

Der Herzkönig konnte in der Zeitschrift Museum für alle einen weiteren Beitrag zur Kinderlandverschickung veröffentlichen.

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Nachdem inmitten des Zweiten Weltkrieges die ersten Bomben auf deutsche Städte gefallen waren, wollte man die „Zukunft des Reiches“ – die Kinder und Jugendlichen – schützen. Sie wurden daher von einem „bombengefährdeten“ Teil des Landes in einen anderen gebracht. Auf Anordnung Adolf Hitlers vom 27. September 1940 sollte sich die Jugend aus den Städten für eine bestimmte Zeit in ruhigen, ländlichen Gegenden erholen und so die Schrecken des Krieges vergessen können. Als Bezeichnung wählte man den Begriff „erweiterte Kinderlandverschickung“ und die Abkürzung „KLV“. Unter dieser Abkürzung wurden Schätzungen zufolge mehr als zwei Millionen Kinder „verschickt“, manche für einige Wochen und Monate, andere für Jahre und bis zum Kriegsende.

Der Gau Niederdonau galt als sicher und hierfür wurde die Aufnahmekapazität von 10 000 Personen festgelegt. Daher wurden in vielen kleinen Orten Unterkünfte geschaffen, viele davon in Fremdenverkehrsgebieten, etwa in der Wachau oder am Semmering. In 105 Orten wurden 233 Aufnahmequartiere (KLV-Lager) eingerichtet, in denen eine ganztägige Betreuung, eine entsprechende Verpflegung und ein vollwertiger Unterricht sichergestellt werden mussten. Im Waldviertel sind folgende Ortschaften als Aufnahmeorte der Erweiterten Kinderlandverschickung bekannt: Allentsteig, Drosendorf, Els, Emmersdorf, Gars am Kamp, Geras, Joching, Maria Taferl, Persenbeug, Raabs an der Thaya, Spitz an der Donau, St. Oswald, Stiefern, Weiten, Weitenegg, Ysper und Zöbing. In all diesen Ortschaften wurden KLV-Lager eingerichtet, in denen regelmäßig Kinder und Jugendliche untergebracht wurden.

Für den Bezirk Waidhofen an der Thaya sind mit Ausnahme von Raabs an der Thaya keine eigenstängigen KLV-Lager bekannt. Aber auch zu Raabs ist nur wenig bekannt. In der Zeitschrift Donauwacht findet sich am 16. Dezember 1942 ein Hinweis: „Wohl in der schönsten Gegend“ – also in Raabs an der Thaya, befindet sich ein solches Lager, in das im Frühjahr 1943 wieder eine neue Belegschaft einziehen wird, die dort für einige Monate „Erholung, Ruhe und Erleben“ finden wird.

Vielleicht kann sich auch noch der eine oder andere Leser an „verschickte“ Kinder und Jugendliche im Bezirk Waidhofen an der Thaya oder im heutigen Niederösterreich erinnern. Informationen nimmt der Autor gerne entgegen.

Zum Artikel als pdf.

Die höchste Schaukel

Nach dem Besuch im Museum gings entlang des Dionysosweges zur höchsten bislang entdeckten Schaukel! Und dort durfte der kleine Prinz auch einige Turnkünste auf der Schaukel vorführen, von denen er behauptete, dass sie schwer verboten seien (offenbar meinte er damit Schaukeleinlagen im Kindergarten!).

Auf zum „Nitsch“!

Wir fuhren zum „Nitsch“ in sein Museum in Mistelbach. Der kleine Prinz war relativ schnell bei den Bildern in der großen Halle. Bei den kleinen Bildern verblieb er etwas länger, da hier der kunstsinnige kleine Prinz mit gewagten Thesen aufwarten konnte. Er war sich nämlich ziemlich sicher, dass bei einem der Bilder der Künstler Nitsch Hilfe von einem Kindergartenkind bekommen haben musste. Diese Erkenntnis wird noch für viel Diskussion innerhalb der kunsthistorischen Zunft sorgen.

Einige Kunstfreuden blieben dem kleinen Prinz verwehrt: ein Raum mit Einblicken in seine Aktionen war nämlich erst für 16-jährige freigegeben. Ein anderer Raum mit Leuchtinstallationen wurde aber noch ausgiebig für Schattenspiele genutzt.