Der Hosenzufall

Ein seltsamer Zufall wollte es, dass die Hosen des kleinen Prinzen und des Herzkönigs zeitgleich ein Loch bekommen haben. Und das nicht nur bei beiden auf Kniehöhe, es war auch das gleiche Bein betroffen. Dank dem Einsatz der Herzkönigin konnten beide Löcher provisorisch geflickt werden und beide hoffen, dass die Reparatur bis zum Ende des aktuellen Lockdowns hält.

Die Legoaufgabe für das Wochenende

Der kleine Prinz hat heimlich im herzköniglichen Geheimarchiv gestöbert. Dieses Archiv unterliegt eigentlich strengster Geheimhaltung – wie es im Namen eigentlich schon deutlich zum Ausdruck kommen sollte. Außerdem ist es Fachunkundigen unmöglich, in die Systematik der Erfassung bzw. der dort lagernden Bestände vorzudringen. Seit sich der Herzkönig zum obersten Hofarchivar ernannt hat, herrscht dort nämlich das Prinzip der chaotischen Unordnung vor. Der kleine Prinz hat es trotzdem geschafft, ein Archivdokument aus dem Jahr 1993 zu finden (und in Mission-Impossible-Manier zu entwenden). Es handelt sich bei dem Dokument um einen Lego-Katalog der Herzkönig, der die Lego-Spielzeugwelt im Jahr 1993 abgebildet hat.

Der kleine Prinz erkannte das Produkt „Spielzeugkatalog“ augenblicklich und wollte sogleich etwas „haben“. Es war – wieder einmal – ein Feuerwehrauto.

Der Herzkönig, der vom Einbruch in das Geheimarchiv noch sichtlich geschockt war, konnte nur ein kurzes „geht nicht“ einwenden. Der kleine Prinz musste sich – wie auch der Herzkönig selbst – gedacht haben: „geht ned, gibt’s ned“, denn er wandte ein: „wir haben Lego, also können wir es auch bauen.“ Mit „wir“ meinte er natürlich den Herzkönig alleine. Der kleine Prinz hatte nämlich keine Zeit, denn er ging mit der Oma rodeln. „Wenn ich wieder da bin, ist das Feuerwehrauto fertig!“, sagte er noch anstatt „Baba“ zu sagen.

Der Herzkönig betrachtete das Bild dann doch genauer und murmelte etwas von „das muss doch zu schaffen sein“. Also kramte er einen Nachmittag lang in der Holzkiste der gesammelten Lego-Bestände (die die Bestände des Herzkönigs und der Herzkönigin, sowie einige Neuerwerbungen enthält). Mit dem Ergebnis ist er – auch ob der stattlichen Größe des Fahrzeuges – zufrieden. Die Unterschiede zum Original sind der künstlerischen Freiheit zuzuschreiben.

Eine neue Legopolizeistation

Die Ferienzeit nutzen der kleine Prinz und der Herzkönig, die Lego-Bestände zu inventarisieren. Die Herzkönigin unterstützte diese Bemühungen durch die Bereitstellung von Sackerln und Ordnungsinstruktionen.

Bei dieser Gelegenheit äußerte der kleine Prinz den Wunsch, eine Polizeistation zu bauen. Sodann ging es ans Planen, neben einigen Garagen sollte die Station auch ein Gefängnis beherbergen. Aus Altbeständen des Herzkönigs und der Herzkönigin entstand eine durchaus ansehnliche Station. Beim Betrachten der Bilder ist dem Herzkönig aufgefallen, dass die Farben Blau, Grau und Weiß nicht ganz konsequent durchgehalten wurden. Somit ergeben sich folgende Fragen: welches Element ist gemeint? Und, soll es umlackiert werden?

Neues Heft „Das Waldviertel“: vom Haus Nr. 3 in Horn, Räuberhauptmann Grasel zur Gmünder Firma Bobbin, über Pest und Cholera zur demographischen Situation im südlichen Waldviertel

Das letzte Heft im Jahr 2020 der Zeitschrift „Das Waldviertel“ bietet eine breite Palette an Themen. Karlheinz Hulka widmet sich im ersten Artikel der Geschichte des Hauses mit der Nummer 3 am Wilhelm-Miklas-Platz in Horn. Hulka beschreibt auch die vielen Bewohnerinnen und Bewohner. Einer davon war Alfred Rondorf, der ab 1938 das Haus bewohnte. Ihm wurde schon zu Lebzeiten ein Denkmal gesetzt. In Wien-Hernals steht der Alszauberbrunnen mit vier Bronzefiguren (darunter Alfred Rondorf), die ein Schrammel-Quartett darstellen.

Der Zwettler Stadthistoriker Friedel Moll berichtet über zwei Helfershelfer des Räuberhauptmanns Johann Georg Grasel. Der Gerichtsdiener Martin Blümel aus Schwarzenau und der Bauer Joseph Scharitzer aus Gradnitz wurden wegen Beihilfe vor das Kriminalgericht Zwettl gebracht. Warum Blümel freiging und der 76-jährige Scharitzer zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt wurde, wird anhand der Quellen ausführlich geschildert.

Die demographischen Prozesse und Strukturen der Leaderregion Südliches Waldviertel-Nibelungengau bilden Martin Heintel, Markus Speringer und Judith Schnelzer ab. In den 33 Gemeinden lebten mit Jänner 2019 47.366 Einwohner. Die Autoren zeigen einen Bevölkerungsrückgang in den Regionen Waldviertler Kernland und in Zwettl auf, während in der Leaderregion die Bevölkerung stagniert.

Das Firmengelände des ehemaligen Möbelproduzenten Bobbin Holzwarenfabrik AG in Gmünd ist in vielerlei Hinsicht ein geschichtsträchtiger Ort. So beginnt Sarah Stiedl ihren Aufsatz über eine Firma, die sich am Areal eines ehemaligen Flüchtlingslagers befand und die zu einer treibenden Wirtschaftskraft im oberen Waldviertel wurde. Noch heute wird über die Nachnutzung des 9000 m² großen Firmenareals diskutiert, das 2012 von der Stadtgemeinde Gmünd angekauft wurde.

Die Dreifaltigkeitssäule in Horn erinnert an Pest und Cholera in Horn. Die Pest wütete damals im Jahr 1679, die Statue in Horn wurde 1680 errichtet. Ausgehend von dieser Säule beschreibt Renate Seebauer auch den damaligen Umgang mit diesen gefährlichen Krankheiten: auf die Wichtigkeit, die Straßen und Häuser sauber zu halten und die Räume zu lüften, wird in den ärztlichen Ratgebern der damaligen Zeit immer wieder hingewiesen. Viele dieser Maßnahmen klingen fast vertraut….

Wer erinnert sich heute noch an Ausdrücke wie „Orwas“, „Been“ oder „Firta“? Edith Hahn hat ihre Ferien in Griesbach (Karlstein) verbracht und hält in ihrem Beitrag Erinnerungen an Tätigkeiten und damals übliche Ausdrücke fest. Bei der Gelegenheit: Ö1 sucht akustische Dialekt-Proben.

Ein Heft der Zeitschrift „Das Waldviertel“ kostet 8 Euro. Ein Bezug ist über die Website www.daswaldviertel.at bzw. office@daswaldviertel.at möglich.

Neujahrswunsch

Der kleine Prinz äußerte sich noch nicht zu allfälligen Neujahrsvorsätzen. Was er am ersten Tag des Jahres kundtat war ein bescheidener Neujahrswunsch. Er möchte auch in Wien ein richtiges Weihnachten mit richtigem Schnee, wie eben bei den Großeltern im Waldviertel.

Um diesem Wunsch Nachdruck zu verleihen, bastelte er sogleich Schneeflocken.

So neben einander gelegt, sehen sie für den Herzkönig allerdings nicht aus wie Schneeflocken, sondern eher wie Corona-Viren. Aber vielleicht schmelzen diese Viren ja 2021 wie Schneeflocken. In diesem Sinn: Prosit Neujahr.

Geschenksjammer II

Im gelobten Land wartete für den kleinen Prinzen noch ein weiteres Geschenk. Es war diesmal ein Matador-Baukasten und der kleine Prinz wollte sogleich eine Lokomotive bauen.

Diese sollte von Fünfjährigen in etwa 50 Minuten gebaut werden können. Der Kleine Prinz, der große Erfahrung im Bau von Lego-Modellen hat, hat bei der Ansicht der beigelegten Beschreibung verzweifelt aufgegeben. Nun hat sich der Herzkönig der Sache angenommen und nach etwa einer Stunde noch immer nicht viel weitergebracht. Als nächster war der Onkel an der Reihe. Er ist zwar ein ausgebildeter Schmalspuringenieur, hat aber ebenso das Handtuch geworfen. Nun hat sich der Opa der Sache angenommen. Immerhin war er jahrelang bei der ÖBB beschäftigt und hat schon in seiner Kindheit Matadorerfahrung sammeln können. Am nächsten Tag, nach rund 12 Stunden Bauzeit, kurz vor dem Mittagessen, folgte dann das Erfolgserlebnis: „Fertig!“ Mit dem Zusatz „fast“, da ein paar Dinge seiner Meinung nach unmöglich zu bauen sind.

Der Herzkönig hat dann am Dachboden noch alte Sonos-Teile aus seiner Kindheit entdeckt und mit dem kleinen Prinzen in ein paar Minuten eine Fantasielokomotive gebaut.

Geschenksjammer I

Die Beliebtheit des kleinen Prinzen geht über die eigenen vier Wände hinaus. Dies zeigt sich auch daran, dass alljährlich Geschenke vor der Haustüre für den kleinen Prinzen abgegeben werden. Im letzten Jahr waren das von drei unterschiedlichen Personen drei gleich aussehende Pakete – die für eine gewisse Nervosität der Herzkönigin gesorgt haben. Aber, es kamen dann doch drei unterschiedliche Fahrzeuge zum Vorschein.

In diesem Jahr hat die Herzkönigin die abgegebenen Geschenke mittels Röntgengeräte schon vorab untersucht. Bei einem ferngesteuerten Fahrzeug hatte sie Bedenken (da der kleine Prinz schon eines besitzt), ob man ihm dieses überhaupt unter den Christbaum legen soll. Aber der Herzkönig sagte, Geschenk ist Geschenk und ein ferngesteuertes Auto kann man immer brauchen.

Diese Worte sollte er etwas später bereuen, denn nach dem Einbau der Batterien funktionierte die Fernsteuerung nur im Abstand von etwa 10 Zentimetern.

Der kleine Prinz hatte sogleich den Spaß an der Sache verloren, der Herzkönig zumindest soviel Spaß, dass er davon ein Video gedreht hat.

Die Herzkönigliche Amtskanzlei bittet daher dringend um Hinweise, wie man das Auto am besten mit der Fernsteuerung zum Laufen bringen kann bzw. wie man diesen Revel Control kontrolliert steuern kann! Der Herzkönig wollte schon die Fernbedienung schon am Fahrzeug festkleben. Oder die Fernbedienung mit einer Anglerschnur im Abstand von 10 cm am Auto befestigen…

#maldaheim

Unter diesem Schlagwort rief die Bezirkszeitung zu einem Malwettbewerb auf. Auch der kleine Prinz brachte seine Wünsche in der vorweihnachtlichen Zeit in Papierform, die dann auch abgedruckt wurden.

Für alle Kunstinteressierten noch ein Hinweis zur Technik. Der kleine Prinz bediente sich der Technik des „Raubens“, in dem er dem Herzkönig ein Blatt Papier wegschnappte, auf dem er gerade anfing, mit braunem Buntstift den Stamm eines Baumes zu zeichnen. Anschließend wechselte der kleine Prinz die Utensilien und übermalte mit Kreide die angefangene Zeichnung.

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