Campus-Eindrücke

Manchmal kann der Herzkönig dem Gedanken, dass früher alles besser gewesen wäre, doch etwas abgewinnen. Zu seiner Studentenzeit warteten etwa noch ganze Räder auf ihre Besitzer… auch sonst scheint der Campus etwas in die Jahre gekommen!

Die Studentenvertretungen kannten keine Sperrstunde und schenkten rund um die Uhr hochprozentige Mischungen aus. Originelle Zeichnungen – die auf anderen Plattformen wohl ob ihrer Obszönität gar nicht uploadbar wären bzw. zumindest umgehend gelöscht worden wären – zieren nicht nur den Stand, sondern gleichsam auch einen der Campuseingänge.

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Aber immerhin findet sich dahinter ein Uni-Bierbrunnen – in der herzköniglichen Erinnerung dürften damals vor jedem Hörsaal einer gestanden haben… Die Zeiten sind vorbei, dieser Brunnen fristet eher ein trauriges Dasein.

Und der öffentliche Defibrillator – hätte es den schon zur Studienzeit des Herzkönigs gegeben – wäre mit Sicherheit gewartet und nicht entsorgt worden. Der Herzkönig hat allerdings nicht nachgeprüft, ob die Suche nach einem funktionstüchtigen Defibrillator zu einer Schnitzeljagd ausartet…

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typo in public…

Der Herzkönig freut sich immer wieder, wenn nicht nur ihm höchstselbst, sondern auch anderen kleine sprachliche Missgeschicke passieren. Allerdings ist er sich nicht sicher, ob er das angebotene Kaffeehaus denn nun „pachtn“ soll und ob dort „Tourten“ auf Bestellung der große Renner werden…

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Es muss wieder mehr geschlafen werden!

In einer offenbar sehr kurz gehaltenen wissenschaftlichen Studie wurden die Schlafgewohnheiten der Wienerinnen und Wiener analysiert. Der Inhalt sei kurz aus der örtlichen Presse zusammengefasst: „Ich glaube nicht, dass es eine gute Entwicklung ist, wenn immer weniger Menschen in der Früh aufstehen, um zu arbeiten und in Wien immer mehr Familien nur mehr die Kinder in der Früh aufstehen, um zur Schule zu gehen.“

Der Herzkönig konnte bislang die Angaben dieser Studie weder verifizieren noch falsifizieren. Er konnte schlichtweg keinerlei weiterführenden Informationen zu dieser Studie finden: weder wurde ihm der akademische Werdegang des Studienautors zugänglich, noch fand er entsprechendes Datenmaterial oder eine fundierte Quellenbasis. Auch andere übliche wissenschaftliche Standards (Forschungsfrage, Methode, Literatur….) vermisste der Herzkönig kläglich.

Nun, der Herzkönig könnte vermutlich selbst für weitere diesbezügliche Forschungen dienen: er ist mittlerweile ja in der Reichshaupt- und Residenzstadt Wien dauerhaft sesshaft und er hat seit den anstrengenden weihnachtlichen Feiertagen nur mehr geschlafen: ausschließlich und dauerhaft! Selbst der kleine Prinz konnte ihn nur durch größte Anstrengung in einen Halbschlaf wecken. Der Herzkönig hat für diese unangenehmen Aufweckversuche vorgesorgt gehabt und in diesen Fällen von der herzköniglichen Amtskanzlei die Teletubbies einschalten lassen, sodass er wieder in einen tranceartigen Dämmerzustand verfiel. Gegen Monatsmitte hat der Herzkönig dann doch einmal kurz an das Aufstehen gedacht – vermutlich hat er schlecht geträumt -, die Idee allerdings nicht verworfen, sondern noch ein bisserl aufgehoben.

Endlich: am 23. Jänner war es dann soweit und der Herzkönig verließ – immer noch hundemüde – die herzköniglichen Gemächer. Bei seinem Spaziergang durch die Stadt kam ihm ein erster großartiger Gedanke. Um das offenbar große Schlafbedürfnis seiner Untertanen entsprechend stillen zu können, werde er neben den Parkbänken entsprechende bequeme Liegemöglichkeiten installieren lassen. Dieser Gedanke führte sogleich zur ersten Amtshandlung: Der Herzkönig wies die Amtskanzlei an, eine erste Couch im nächstgelegenen Park aufzustellen.

Gesagt, getan: wir können nur weiterschlafen.

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…geschafft!

Und noch schnell im „alten“ Jahr: mit dem vierten Heft der Zeitschrift „Das Waldviertel“ konnte der Jahrgang 2018 abgeschlossen werden. Dieser umfasst 600 Seiten mit Regionalkunde aus allen Teilen des Waldviertels. Meine Highlights: „Telefonieren in Waidhofen“, „Das Waldviertel – eine ewige Abwanderungsregion?“, „Geschichte des Kinos in Eggenburg“, „Kollmitzgraben und seine Findelkinder“ sowie „Waidhofen an der Thaya – eine Braustadt?“

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Weitere Infos. http://www.daswaldviertel.at/zeitschrift.htm

 

 

 

Die herzkönigliche Krippe

Die herzkönigliche Amtskanzlei gibt den Sieger des Bastelwettbewerbes für die herzkönigliche Krippe bekannt. Der Gewinner ist der Herzkönig höchstpersönlich, der in einer morgendlichen Bastelstunde mit dem kleinen Prinzen eigentlich ein Haus basteln wollte…

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Die herzkönigliche Familie wünscht allen Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Feierliche Enthüllung des herzköniglichen Adventkalenders

Noch vor Weihnachten veröffentlicht der Herzkönig das offizielle Foto des diesjährigen Adventkalenders des kleinen Prinzen. Dass dies nicht schon zu Monatsanfang erfolgte, war ausschließlich dem Gebot der Vorsicht geschuldet – man kann ja nie wissen: eilige Nachahmer gäb’s genug.

Jedenfalls hat auch der Herzkönig einen wertvollen Beitrag zum Gelingen dieses Adventkalenders geleistet, penibel hat er die leeren Klopapierrollen gesammelt und vor dem kleinen Prinzen versteckt. Schließlich hat er auch noch beim Zukleben derselben geholfen, also zumindest den Daumen nach Anweisung der Herzkönigin auf die entsprechenden Positionen gedrückt.

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Der kleine Prinz ist begeistert und statt „guten Morgen“ gibt’s nach dem Aufstehen nur ein „Was kann ich jetzt aufmachen?“

 

Aufhebenswert – Sprüche des kleinen Prinzen I

Angefangen hat die Situationskomik mit einer Episode im Kindergarten. Die Mitarbeiterin klagte mir beim Abholen Ihr Leid mit dem kleinen Prinzen:

Kiga: „er hat diesmal nicht geschlafen…“
Herzkönig: „na, ist doch gut!“
Kiga: „ist es nicht, er hat gesungen!“
Herzkönig: „ist doch auch gut, oder?“
Kiga: „ist es nicht, er hat ganz laut gesungen!“
Herzkönig: „laut singen ist jetzt aber grundsätzlich auch nicht schlecht?!“
Kiga: „nicht wenn die anderen Kinder schlafen!“
Herzkönig: „und haben Sie ihn nicht gefragt, ob er nicht leise auch singen könnte?“
Kiga: „hab ich!“
Herzkönig: „und was hat er gesagt?“
Kiga: „dass das nicht geht.“
Herzkönig: „interessant, haben Sie auch gefragt warum es nicht geht?“
Kiga: „ja.“
Herzkönig: „und?“
Kiga: „er hat gesagt, er ist ein Radio!“
Herzkönig: „na bravo.“

Nun das mit dem Radio ist so eine Sache, es freut den Herzkönig ungemein, dass der kleine Prinz so gerne seine alten CDs hervorkramt und spielt. Vorzugsweise ist es derzeit die EAV. Dort gibt es aktuell zwei Lieblingslieder, „Banküberfall“ und „Küss die Hand Herr Kerkermeister“. Der kleine Prinz singt aber nicht nur zuhause oder wie oben geschildert im Kindergarten laut, sondern auch auf dem Weg zum Kindergarten. Da vermischt er gerne mal das eine oder andere Lied und so schreit er aus voller Lunge neben „Ich geh mit meiner Laterne…“ noch „die Flossen heben!“ Plötzlich hörte der Herzkönig hinter ihm ein „jetzt kommt die Notwehr“… also die nächste Zeile des Liedes! Der Herzkönig war glücklich, dass noch andere Eltern-Kind-Gespanne den selben Musikgeschmack haben.

Mit dem Radiohören hängt eine andere Episode zusammen. Der kleine Prinz hört beim Schlafengehen neuerdings sehr gerne Bibi-Blocksberg-Kassetten – zur großen Freude der Herzkönigin. Die kleine Hexe hat es ihm angetan, und so mancher Hexenspruch hat seinen Erziehungsberechtigten bereits in Ausnahmesituationen geholfen, in denen selbst die besten und teuersten Erziehungsratgeber keinen Rat mehr wussten. Als eines Morgens die Herzkönigin darüber sinnierte, wie ihr der kleine Prinz einmal ein Muttertagsfrühstück zubereiten werde, erwiderte er nur trocken: „nein, kannst Du Dir selber hexen!“

Ein letztes Gustostückerl: der kleine Prinz wandelt zur Zeit gern Wörter um, macht eigene Kunstworte oder gibt Wörtern eine andere Bedeutungen. Ein paar Beispiele: ein Auto, das abgeschleppt werden muss, hat offensichtlich kein „Babyzin“ mehr. Oder, da es im Kindergarten ein Mädchen namens Amitis gibt, heißt die Zeile im EAV-Lied „Märchenprinz“ nun so: „weil es bei den Mädels tilt ist – als wenn man riecht wie die Amitis…“ Aber unlängst hat er den Nagel auf den Kopf getroffen, als er wieder einmal „Ich geh mit meiner Laterne“ brüllte. Seine neu interpretierte Zeile hätten seine glücklichen Eltern nicht besser umdichten können! Er sang nämlich: „da oben leuchten die Sterne, da unten leiden wir!“