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Dürfen die das?

Mittels Aushang wurde in unserem Haus eine technische Begehung der Wohnanlage angekündigt, um durch A1 die Internet-Leitungen zu überprüfen. Dies geschah laut Aushang, in Abstimmung mit der Hausverwaltung.

Somit: Termin ausgemacht und dafür einen halben Urlaubstag genommen.

Was folgte: ein Besuch eines A1 Technikers, der ein A1-Internet-Kasterl montieren wollte. Auf die Frage warum, antwortete dieser: „Falls Sie einmal zu A1 wechseln wollen, ist das Kasterl schon da.“ Da wir nicht vorhaben, unseren Internetanbieten zu wechseln, habe ich als Herzkönig ein mächtiges Machtwort gesprochen und dies einmal grundsätzlich.

Übrigens, die Internet Leitungen wurden nicht überprüft.

Da der Herzkönig ein gewiefter Geschäftsmann ist, und es offenbar zulässig ist, unter einem Vorwand ein klassisches Haustür-Verkaufsgespräch anzubahnen, überlegt er schon neue Geschäftsideen. Die Hausverwaltung könnte doch auch einen Zettel aushängen (vorweihnachtliche Inspektion der vorweihnachtlichen Stimmung) und der Herzkönig geht dann von Tür zu Tür und verkauft gebrauchte Christbaumkugeln.

Konzert vor 20 Jahren: Dick Brave and the Backbeats

2004 war ein buntes musikalisches Jahr mit dem Frequency-Festival (u.a. mit Slut oder Faithless), The Gathering, Hans Söllner, MIA oder Attwenger. Zum Jahresende – heute am Tag genau- gings zu Dick Brave and the Backbeats ins damalige Planet Musik, vormals Rockhaus.

Ich weiß zwar nicht, wie ich darauf gekommen bin, mir „Sasha“ anzusehen, aber seine Verwandlung in Dick Brave imponierten mir, auch weil lange nicht klar war, wer dahinter steckt. Schließlich wurde auch eine eigene Biographie für den Sänger erfunden. Und der Kartenpreis für Konzerttickets war damals auch noch im Rahmen!

Letztendlich gings ab, die Band und Sasha waren großartig und hatten Spaß an der Sache, den man ihnen auch anmerkte.

Kulinarisches Erlebnis aus dem Haus der Musik

Der Herzkönig als großer Fan der österreichischen Musikszene wollte dem kleinen Prinzen auch einmal das Haus der Musik zeigen. Mit Erstaunen musste der Herzkönig feststellen, dass in diesem Haus der Musik nur eine bestimmten Musikrichtung – im Sinne der EAV „der wahre Hit sei mir nicht barsch ist der Radetzki-Marsch“ – gewürdigt wird.

Aber es gibt keinen Museumsbesucht, bei dem der Herzkönig nicht etwas Besonderes erkundigt und mögliche Zusammenhänge auslotet. In diesem Museum konnte er beispielsweise ein Tür bestaunen. Es gibt dort einige Türen, aber eine ist eine ganz besondere Tür von einer Tür: die Tür zu Beethovens Sterbewohnung. Allerdings als Einzelobjekt hat die Tür wenig Aussagekraft. Interessant wäre ein Vergleich mit anderen Sterbewohnungstüren: Wie könnte jene von von Gottfried von Einem ausgesehen haben? Oder jene von Dradiwaberls Stefan Weber?

Nach diesen schwermütigen Türüberlegungen wurde es Zeit für eine Stärkung. Und auch dafür hat das Haus der Musik einen passenden Menüvorschlag in Form eines Rezepts, zufälligerweise auch in Zusammenhang mit Beethoven, parat. Ob dieses Rezept mit der Sterbetür in Zusammenhang zu bringen ist, lassen wir jetzt einmal dahingestellt. Es handelt sich jedenfalls um ein Rezept einer köstlichen Brotsuppe, die zu Beethovens Lieblingsspeisen gezählt haben soll.

Als Zutaten benötigt man neben einer halben Zwiebel, die fein geschnitten und in Fett angeröstet wird etwa 1-2 Litern Fleischbrühe, mit der man aufgießt. Dann gibt man dünn geschnittene Scheiben Schwarzbrot dazu und lässt dies köcheln. Nun schmeckt man die Suppe mit Salz und Pferrer, Petersilie und Schnittlauch ab. Und jetzt kommts: In die heiße Suppe schlägt man acht oder mehr (!) Eier hinein und lässt sie noch ordentlich ziehen. Das Ergebnis war jedenfalls keine optische Schönheit und der Herzkönig konnte/musste diese „Suppe“ schließlich allein auslöffeln. Zumindest konnte ein Zusammenhang der Brotsuppe mit der Sterbetür ausgeschlossen werden.

Die erste Deutsch-Schularbeit

Für den kleinen Prinzen steht in der Woche nach den Herbstferien die erste Deutschschularbeit auf dem Programm. Und da Deutsch bereits für den Herzkönig (von Anfang an) eine erste lebende Fremdsprache darstellt, muss geübt werden.

Um das Üben möglichst lebensnah zu gestalten, hatte der Herzkönig die Idee, in die Welt hinauszugehen. Er machte sich höchstselbst an die Vorbereitung eines Anschauungsunterrichts gemacht. Eine erste Überlegung war eine Art Spaziergang. Doch diese Idee wurde aber ob der auf der erstbesten Parkbank einsehbaren Obszönitäten gleich wieder verworfen.

Nun gut, vielleicht weiß die Jugend nicht mehr, wie man Zigarettenmarken schreibt, aber Schimpfwörter sollte man doch richtig schreiben können.

Dann blieb also nur mehr der Blick in die Tageszeitungen. Früher waren ja Tageszeitungen noch etwas, denn sogar meine Großmutter sprach davon, dass sie die Zeitung „studiert“. Nun von diesem hohen Anspruch ist man in der Realität doch abgekommen, denn mittlerweile finden sich dort zahlreiche Tippfehler. Zumindest einen Vorteil hat es, nun kann man die Zeitungen zum Anschauungsunterricht verwenden. Ein Umstand, ob es einen Zusammenhang zwischen Sprache, Rechtschreibung und Inhalt gibt, muss an einer anderen Stelle diskutiert werden. Hier geht es rein um die Freude beim Auffinden von Tippfehlern.

Natürlich könnte der Herzkönig auch seine eigenen Texte hernehmen; die sind auch – immer wieder und vollkommen unerwartet – mit schönen Fehlern ausgestattet. Einen Politiker hat er einmal einen falschen Geburtsmonat angedichtet und es hat zehn Jahre gedauert, bis ein anderer Historikerkollege auf das Schlamassel draufgekommen ist.

Worauf wir beim besten Willen nicht draufgekommen sind und auch nicht werden, sind folgende Zeilen einer Unterüberschrift. Geht das noch unter Tippfehler durch oder ist das schon die hohe Kunst der Verschlüsselung? Und welche geheime Botschaft steckt dahinter?

New Yorker Freiheitsstatue und das Waldviertel?

Die neue Ausgabe der Zeitschrift „Das Waldviertel“ (3/2024) ist erschienen. Sie zeigt am Titelbild eine Ansicht, die auf den ersten Blick nicht mit dem Waldviertel verbunden wird und wirft die Frage auf: Was haben der New Yorker Hafen und die Freiheitsstatue mit dem Waldviertel zu tun?

Über 50 Millionen Menschen verließen im 19. Jahrhundert Europa, ein Großteil davon wanderte in die Vereinigten Staaten von Amerika aus. Darunter waren auch Dutzende Familien aus dem Gebiet zwischen Schrems und Waidhofen. Martin Prinz begab sich auf Spurensuche und konnte die Geschichte vom Umzug vom Pürbacher Bahnhof nach Pepin County in Wisconsin, USA, anschaulich darstellen. Obwohl das Waldviertlerische dort vor etwa 20 Jahren ausgestorben ist, so ist der Graumohn immer noch eine beliebte Zutat für allerlei Bäckereien.

Franz X. Sagaischek widmet sich dem Ministerialgeschlecht der Kuenringer und zeichnet die Besitzverhältnisse im Waldviertel bis zum 12. Jahrhundert nach. Die Kuenringer sind zu Beginn des 12. Jahrhunderts vermehrt auch an besiedelten Orten entlang der Donau, des Kamps und der Schida tätig. Sie erlangten ihr Sozialprestige, indem sie in den Adel einheiraten.

Friedrich Polleroß berichtet über Neuigkeiten aus dem Museum für Alltagsgeschichte in Neupölla. Fragen wie „Opa, wie war das damals?“ wurden im Rahmen des NÖ Museumsfrühlings gestellt und diskutiert. Die Bestände des Museums werden derzeit auch erfasst, inventarisiert und digitalisiert. Über 600 Objekte wurden mit Beschreibungen in das niederösterreichische Inventarisierungsportal (DIP) eingebracht.

Mit einem bronzezeitlichen Absatzbeil beschäftigen sich Hermann Maurer und Markus Holzweber. In der Katastralgemeinde Oberpfaffendorf bei Raabs an der Thaya konnte ein Nackenbeil eines mutmaßlichen Absatzbeiles gefunden werden. Dieses aus Zinnbronze gefertigte Stück kann an das Ende der Frühbronzezeit und an die beginnende Mittelbronzezeit datiert werden.

Über die Eggenburger Burgfrieds- und Freiheitsgrenzsteine berichtet Fritz F. Steininger. Im Rahmen eines Rechtsstreits im Jahre 1524 kam es zur Setzung von Burgfriedssteinen, wovon heute noch fünf Originalsteine erhalten sind. Heute, nach 500 Jahren, ist es erschreckend, wie diese geschichtsträchtigen Grenzsteine vielfach massiv bedroht sind.

Waldviertler Kulturberichte ergänzen das 96 Seiten starke Heft (3/2024).

Ein Heft der Zeitschrift „Das Waldviertel“ kostet 8 Euro. Ein Bezug ist über die Website möglich.

Burgensymposium am 21. September auf der Ruine Kollmitz

Die Burgruine Kollmitz, ein historisches Bauwerk im Waldviertel, wird am 21. September 2024 als Schauplatz für ein Burgensymposium dienen: Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Vereins zur Erhaltung der Ruine Kollmitz werden eine Reihe von Vorträgen und eine öffentliche Führung zur Baugeschichte abgehalten.

Hundefreundliches Italien & „Herzbeschwert“

Auch aus dem (zu kurzen) Italienurlaub gab es nichts Neues zu berichten. Sommer, Sonne, Strand… Immer und überall gab es einen ausgezeichneten Kaffee zu vernünftigen Preisen.

Und der Hund, der in Österreich eigentlich immer draußen zu warten hat, hatte sein erstes großes Einkaufserlebnis.

Nur die Vorteile von künstlicher Intelligenz beim Übersetzen haben sich noch nicht herumgesprochen:

Konzertsommer

Ein Blick aus dem Fenster offenbart: der Sommer ist vorbei.

Daher schwelgt der Herzkönig in seinen Erinnerungen. Da galt es einmal ein paar Konzerte zu besuchen. Am Donauinselfest ging es nach Wolfgang Ambros zu Therapy? Die Band sah der Herzkönig (seiner Erinnerung nach zuletzt) Ende der 1990er Jahre, gemeinsam mit New Model Army, im ehemaligen Kino in Allentsteig. Und, ums vorweg zu sagen, die alten Songs haben nichts von ihrer Energie verloren.

Anschließend gings zu Baroness in die Szene Wien. Die Vorgruppe war eigentlich nur laut, aber Baroness waren solide.

Das Familienkonzert fand in Berlin statt. SDP gaben dort in der Wuhlheide an drei Tagen ein Jubiläumskonzert; schließlich galt es 25 Jahre SDP zu feiern. Das Wetter hielt und der eingepackte Regenschutz war nicht notwendig. Aufgrund der Weitläufigkeit saßen wir weiter oben, somit hatte auch der kleine Prinz eine gute Sicht. Ein junger Berliner hat es sich trotzdem nicht nehmen lassen, dem „Kleenen“ eine noch „jute“ Aussicht zu ermöglichen. Und so saß er für ein paar Lieder auf den Schultern eines Riesen.

Flohmarkterkenntnisse II

Hier Auszüge aus einem Katalog, der knapp etwas älter als der Herzkönig höchstselbst ist. Man beachte die Bildkompositionen! Die große Frage ist, was kommt raus, wenn mit den Daten KI-Systeme gefüttert werden würden… ?

Flohmarkterkenntnisse I

Hier Auszüge aus einem jüngst aufgefunden Werk, das auch schon wieder weitergeschenkt wurde bzw. werden musste. Man beachte den Hinweis zum Frühstück: „Fast verwerflich ist es jedoch, gar nichts zu frühstücken oder den knurrenden Magen mit einer Zigarette zu beruhigen.“ Oder jenen zur Kaffeejause: „Für die Kaffee-Einladung sollten Sie – außer Kaffee oder Tee – ein Gläschen Cognac, Weinbrand oder Liköre bereitstellen. Danach können Sie dann auch noch ein Glas Wein, Whisky oder einen Gin mit Soda anbieten.“