Freude des Tages

Die vom Herzkönig geschriebene Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Bruderndorf zum 90-jährigen Jubiläum, die im Mai vorgestellt wurde, ist bereits im November nicht mehr in der Printversion erhältlich und „nur“ mehr als Online-Version verfügbar: https://www.ff-bruderndorf.at/geschichte/festschrift-zum-jubiläum/

Die erste „vergriffene“ Publikation… das muss gefeiert werden!

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Urlaub bei den Großeltern

Im August ist der Kindergarten für einen Monat lang geschlossen. In Ermangelung ausreichender Urlaubszeit der Eltern verbringt der kleine Prinz jedes Jahr eine Woche bei den Großeltern im „gelobten Land“.

Der kleine Prinz hat zur Sicherheit die gesamte Briobahn eingepackt – es könnte ja die Spielzeugnot ausbrechen – und dann gings los. Angekommen musste der Herzkönig erst einmal kräftig schlucken, als er die Aufregung des Tages erfuhr. Der Opa hatte nämlich in der nachbarörtlichen Apotheke Hausverbot erhalten. Das hatte der Herzkönig in seinen besten pubertären Zeiten nicht geschafft – er ist zwar manchmal ob seines Auftretens in eine Disco nicht hineingekommen, aber rausgeworfen wurde er nie. In der Sache gings um eine verweigerte Rücknahme eines rücknahmepflichtigen Blutdruckmedikaments. Die Wogen hatte dann aber die Herzkönig-Mutter wieder geglättet: man kann nun wieder einkaufen, aber das Klima gleicht jenem im Kalten Krieg. Der Herzkönig überlegte kurz, ob denn die Großeltern der richtige Umgang für den kleinen Prinzen wären, entschied sich dann aber doch dafür, ihn alleine bei ihnen zu belassen. Immerhin ist aus ihm selbst auch etwas geworden.

Der kleine Prinz konnte sich in der Woche nach Herzenslust austoben: mit den alten Spielsachen des Herzkönigs spielen (die Playmobil Ritterburg und das Piratenschiff…), im Garten herumtoben, in der Sandkiste spielen, auf ein Eis gehen und natürlich bei der Ernte von Ribisln und Erdbeeren mithelfen. Das tägliche Highlight war das morgendliche Einkaufen beim Bäcker. Schon bei der Rückfahrt wurde das erste Kipferl verputzt. Jeden Abend berichtete der kleine Prinz von den täglichen Aktivitäten: Voller Stolz berichtete einmal darüber, dass eine kleine Maus in den Brunnen gefallen war und sie diese retten mussten. Die Rettungsaktion war übrigens erfolgreich.

Neben all diesen tagesfüllenden Aktivitäten blieb sogar noch Zeit, um im Wald nach Eierschwammerln zu suchen, und wie man sieht: mit Erfolg.

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Verstärkung für die herzkönigliche Feuerwache

Der Herzkönig hatte – wie es sich für einen Royal gehört – am Wochenende ein intensives Programm zu absolvieren. Nach dem Froschköniglichen Event im Kindergarten ging es in das Gelobte Land, das einem auserwählten Kreis als das Waldviertel bekannt ist. Dort gab es am Sonntag das 90-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Bruderndorf zu feiern.

Der Herzkönig hat natürlich – wie alle Blaublütigen – vor langer Zeit einmal etwas studiert. In seinem Fall war es nicht Kunstgeschichte, da er einen Schiele nicht von einem Beltracchi zu unterscheiden vermag (wobei, da taten sich auch andere schwer), sondern er hat sich mit der Geschichte seiner königlichen Ländereien befasst. Und da just eine Verwandter in der Gründungsgeschichte dieser Feuerwehr aufscheint, wurde der Herzkönig höchstselbst gebeten, nicht nur ein einfaches Grußwort, sondern gleich die gesamte Festschrift zu schreiben.

In aller Eile ging dies in den letzten Monaten auch von statten und weil der höchste Diener des Staates ohnehin auf Staatskosten lebt, hat er diesen Auftrag unentgeltlich erledigt und nur um eine Spende für den kleinen Prinzen gebeten.

Der kleine Prinz kam daher natürlich zum entsprechenden Festakt mit.Dieser begann mit einer Messfeier, die etwas mehr als eine Stunde dauerte, der kleine Prinz aber tapfer durchhielt. Danach hielt der Feuerwehrkommandant einen kurzen Rückblick auf die Geschichte der Feuerwehr. Schließlich kamen noch – man könnte sagen die heilige Dreifaltigkeit – in Form von Bürgermeister, Bezirkshauptmann und Landtagsabgeordnetem mit Wortspenden an die Reihe. Nach dem Formalakt hatte sich der kleine Prinz eine Auszeit bei den Feuerwehrautos verdient und bekam vom Kommandanten auch gleich ein Geschenk, einen Feuerwehrbären mit Namen Konrad!

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Beglückt von diesem Geschenk, nahm die königliche Familie noch eine Stärkung ein und verblieb noch eine Weile bei der Festivität. Auf dem Weg zum Fuhrpark wurde der kleine Prinz mit noch einem Paket überrascht, das für einen herzergreifenden Jubelschrei im Ort sorgte: er erhielt als Dankeschön ein Feuerwehrauto mit Drehleiter, das stolz nach Hause getragen, dort sofort zusammengebaut wurde und nunmehr die herzkönigliche Feuerwache verstärkt.

Das neue Einsatzfahrzeug – für das sich der Herzkönig im Namen seines Königreichs und seiner Untertanen – wurde nunmehr dem 1. Zug des Notfall-, Rettungs-, Polizei- und Feuerwehreinsatzkommandos (NRPF-Kommando) übergeben.

Die herzkönigliche Statistiker haben mittlerweile bekannt gegeben, dass der erste Einsatz gegen 5 Uhr früh stattfand und unmittelbar nach dem Ende des Kindergartens ein weiterer. Nach der Rückkehr des kleinen Prinzens vom Spielplatz bis zum Einschlafen desselben waren noch drei weitere Feuerwehreinsätze zu bewältigen.

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Neuerscheinungen: Zeitschrift „Das Waldviertel“ und Jahrbuch des Vereins für Landeskunde

Es ist mit 192 Seiten das umfangreichste Heft in der Geschichte der Zeitschrift, das der Herzkönig in seiner Eigenschaft als Redaktionsleiter vorlegen konnte. Und dieses Heft Nr. 1/2018 widmet sich der Horner Stadtgeschichte. Mehr dazu unter: www.daswaldviertel.at

Als Mitherausgeber war er auch für den jüngst erschienenen Band 83 des Jahrbuches des Vereins für Landeskunde von NÖ mitverantwortlich. Mehr dazu unter: http://www.noe.gv.at/noe/LandeskundlicheForschung/Verein_Landeskunde.htm

 

Änderungen im herzköniglichen Polizeiaufgebot

Nach erneuten Wickl mit dem aktuellen Innenminister, hat der Herzkönig mit Wirksamkeit vom 1. April beschlossen, ihn zu entlassen. Die Gründe braucht er hier gar nicht darzulegen, die sind eher philosophischer Natur.

Als Nachfolger des entlassenen Innenministers wurden dem Herzkönig gleich zwei Kandidaten präsentiert. Da er sich nun nicht entscheiden konnte, welcher von beiden kompetenter war, gab er beiden seinen Segen.

SONY DSCDie beiden neuen Innenminister Humpi und Dumpi haben ein Prestigeprojekt ihres Vorgängers weitergeführt, nämlich den Einsatz von Pferden bei der Polizei.

Es kam alsbald zu ersten Aufnahmeverfahren. Und, der Herzkönig war baff, alle wollten zur berittenen Polizei, sogar die von der Motorad-Truppe! Neben Streifenpolizisten hat sich auch ein etwas älteres Modell, vermutlich einer von der Post, für den Job beworben. Ein weiterer Bewerber konnte auch ohne Leumundszeugnis seine Vergangenheit nicht verbergen. Unschwer an der Hand zu erkennen – der kleine Prinz hat diese treffend als „Abschlepphand“ bezeichnet – wurde dieser ehemalige Pirat natürlich nicht zum herzköniglichen Pferdepolizeidienst zugelassen.

Es kam wie es kommen musste, alle saßen fest im Sattel und die Verbrecher, die es auch im herzköniglichen Hofstaat gibt, hatten es auf das letzte verbliebene und noch nicht verschrottete Polizeifahrzeug abgesehen. Die berittene Polizei nahm natürlich sofort die Verfolgung auf, aber sie hatten keine Chance.

Das einzig noch verbliebene Polizeiauto wurde von einem Verbrecher gestohlen. Die Pferdepolizisten versuchten ihr bestes, allerdings da sie auch keine Waffen mithatten, nutzte auch der Wurf des Schuhwerk nichts. Diese Waffe hatte allerdings nur der etwas ältere Postler, auf die neuen Figuren passte nämlich kein altes Schuhwerk mehr.

Gottseidank war der Herzkönig ein paar Tage später im gelobten Land (sprich im Waldviertel) und somit im Dachboden der kleinprinzischen Großeltern. In einer großen Wühlkiste voller Lego und mithilfe einer alten Bauanleitung baute er ein neues Auto zusammen. Dass dies einige Stunden dauerte und mehrere Phasen tiefster Depression beinhaltete, braucht hier nicht näher ausgeführt werden. Die Herzkönigin ist jedenfalls zwischenzeitlich nebenan – trotz der Geräuschkulisse die ein in einer Legokiste herumwühlender Herzkönig eben so produziert – friedlich eingeschlafen.

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Der kleine Prinz hat das Auto sofort als neues Polizeiauto tituliert, das entsprechend dem Zeitgeist auch mit Video- und Satellitenüberwachung ausgestattet ist. Nachdem dies also gutgeheißen wurde, hat der Herzkönig das neue Einsatzfahrzeug der dezimierten Polizei zur Verfügung gestellt und hofft auf weitere Waldviertel-Aufenthalte, um die Einsatzfähigkeit durch weitere Fahrzeuge wieder herstellen zu können.

Buchpräsentation Stratzinger Heimatbuch

 

Der Herzkönig hat am Gelingen eines Heimatbuches der Marktgemeinde Stratzing beitragen können. Er verfasste den zeitgeschichtlichen Zeitraum ab 1950, der vor allem durch die unglückliche Gemeindezusammenlegung 1971 und die daraufhin erfolgte Trennung 1993 überregional Bedeutung erlangte.

Sonst gibt es neben dem Fund der Fanny und dem örtlichen Wein – einer wird sogar bei Staatsempfängen des Bundespräsidenten ausgeschenkt – noch allerhand zu erzählen.  Vielleicht auch etwas, das im Nachinein amüsiert. Laut Gendarmeriechronik wurde ein Ehepaar 1971 mit den Worten „He, Überfall! Das Geld her, oder es passiert etwas“ bedroht. Da den Überfallenen nicht ganz klar war, was mit „passiert etwas“ gemeint war, haben sie die Flucht ergriffen und sind entkommen. Die verduzten Täter gelang eine solche Flucht jedoch nicht…

Dann hat es 1994 eine Stratzinger „Biagainitiativn“ gegeben, die sich in schönster Mundart mit einem Antrag zu Wort meldete, als die örtliche Kläranlage nicht funktioniert hat: „Es sicht se dahea de provisorische Stratzinga Gmoavawoitung dringend vaaunloßt im Stratzinga Gmoawoid, zwoa, je 25 m longe Latrinen […] unta Aufsicht anes öatlichen Blaumastas zu errichten.“ Ob die Latrinen tatsächlich errichtet wurden, konnte der Herzkönig im Rahmen seiner Recherchen nicht mehr feststellen.