daham #93: Fichtenwipferlsaft

Es war soweit. Der vor drei Wochen angesetzte Fichtenwipferlsaft wurde abgefüllt. Es gab zwar zwischendurch eine Schreckstunde, als an einigen Wipferln weiße Stellen entdeckt wurden. Aber das waren wohl kristallierte Harze des Holzes. Das Abfüllen gestaltet sich ziemlich klebrig und die Küche musste anschließend mehrmals geputzt werden. Ein paar Fläschen und Döschen konnten mit dem Sirup befüllt werden. Die kleinen Fläschchen mussten bald in größere umgefüllt werden, da der Sirup sehr zu kristallieren begann.

daham #18: Fladenbrot

Der kleine Prinz hat eine gewisse Abneigung gegenüber jeglicher Form von Rinde entwickelt: Konkret handelt es sich um Brotrinde, manchmal aber auch um Semmelrinde und der neueste Schrei ist sogar die Rinde vom Toastbrot.

Nun hat der Herzkönig die Hofbäckerei beauftragt, ein Brot ohne Rinde zu entwickeln. Diese haben aber nicht selbst geforscht, sondern plagiiert und dem Herzkönig einfach arabisches Fladenbrot vorgeschlagen. Gesagt, getan, der Herzkönig legte Hand an.

Das Rezept und die Anleitung ist hier zu finden. Und das Beste an der Geschichte, der kleine Prinz hat sie „mit Schale“ gegessen!

 

daham #15: Mundschutz

Der Herzkönig war nie ein Freund des Verhüllungsverbots und hat das diesbezügliche Gesetz in seiner Amtskanzlei unter einem Stapel alter Zeitungen liegen lassen und somit auch nie unterzeichnet. Er hat in der letzten Zeit eine Haltung der inneren Revolution eingenommen, diese aber nie in der Praxis ausgelebt. So hat er sich etwa nie getraut, mit einer Maske am Karlsplatz Ziehharmonika zu spielen.

Den Umständen der Zeit geschuldet, hat sich das Verbot in ein Gebot gewandelt und der Herzkönig geht beispielgebend voran. Er hat den Tag genutzt, selbst Hand anzulegen. Nach ausführlicher Lektüre sich eine Anleitung der Feuerwehr Essen entschieden. Die Produktionszeit dieser Maske lag dann doch bei einem Nachmittag, zwischenzeitlich gelang es dem Herzkönig mehrmals die Nähmaschine der Herzkönigin beinahe zu zerstören. Aber schon beim zweiten Zerstörversuch dauerte das Aufschrauben, Auseinandernehmen, Stoffrausholen und Zusammenbauen der Nähmaschine keine halbe Stunde mehr. Heute folgt die Produktion für die gesamte herzkönigliche Familie und nächste Woche beginnt die Serienproduktion für die Königshäuser dieser Welt.

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Die Frage des Tages

Da die letzten Beiträge irgendwie mit Zahlen und Rechnen zu tun hatten: nun etwas einfacheres. Wie viele Kinderwägen wurden hier abgestellt?

Dann kann man natürlich fragen, ob diese bloß kreativ geparkt oder hier entsorgt wurden? Oder kam es an dieser Stelle gar zu einem unglückseligen Zusammenstoß? Und, stammen diese von einer Familie? Oder haben mehrere – unabhängig voneinenader – beschlossen, keine Kinderwägen mehr zu brauchen? Sind etwa die Kinder, die grad eben noch krabbeln konnten, aus den Kinderwägen gestiegen und sind gegangen? Die herzkönigliche Amtskanzlei wird den Fragen nachgehen, auch die herzkönigliche Nuntiatur ist verständigt und wird klären, ob es ein „Wunder von Hernals“ gibt.

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Herbstauktion

Die große Herbstauktion der herzköniglichen Familie findet diesmal nicht in den altehrwürdigen Auktionshäusern der Welt, sondern im Rahmen eines Flohmarkts am 29. September in der Antonigasse 44/1180 Wien (hinterer Trakt, 1. Stock) statt. Flohmärkte sind ja im Trend und so möchte der Herzkönig und insbesondere die Herzkönigin einen Beitrag zu diesem Trend leisten. Diesmal kommt unter dem Motto „Alles muss raus, damit Neues rein kann“ diverses Inventar der herzköniglichen Familie unter die einfachen Leute.

Unter den Schmankerln sind etwa die Kronjuwelen des gütigen Erbprinzen Trudbert II., Hofmobilien der seligen Gräfin Dragica, die Biervorräte (abgelaufen) des Onkels Hopfinmir III. oder die Rüstung des niemals siegreichen Oheims Fürchtegott VI. Mit Sicherheit finden sich einige nicht mehr passende Schuhe des kleinen Prinzen darunter oder einige nie gelesene Bücher.

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