Ein großartiges Wochenende

Es sollte ein großartiges Wochenende werden. Das offenbarte zeitig in der Früh der Blick aus dem Fenster.

Für die Herzkönigin:

und den Herzkönig:

So brachte der Schnee für alle, die frühmorgens aus dem Fenster schauten, etwas Erfreuliches.

Als jedoch die Herzkönigin die Gemächer verließ und ihren Dienstpflichten nachging, nahm das Schicksal seinen Lauf.

Der Herzkönig hatte eigentlich nur zwei Sachen zu erledigen, das waren Pizza zu Mittag zu machen und Kekse für die Nachmittagsjause zu backen. Da er das Keksrezept noch ordentlich durchlas, kaufte er noch schnell eine Packung geriebene Mandeln. Bestens vorbereitet ging er ans Werk. Allerdings, für die Pizza fehlte Joghurt und auch noch die Germ. Also noch schnell den kleinen Prinzen überredet, ins Freie zu gehen. Ob des fallenden Schnees dauerte die Besorgung entsprechend lange. Der kleine Prinz musst auch noch eine Handvoll Schnee mit nach Hause nehmen, der dann am Fensterbrett zwischengelagert wurde (für wärmere Zeiten).

Der Herzkönig machte sich sodann an den Pizzateig, der wieder einwandfrei gelang (Mehl, etwas Germ, Öl, warmes Wasser, etwas Salz, ein paar Löffel Joghurt). Während der Teig ruhte, widmete sich der Herzkönig wieder dem Keksrezept. Hier hatte die Herzkönigin Einiges ausgebessert: statt Vanillezucker sollte es Zitronenzucker sein; Backöl wurde überhaut gestrichen (zur Freude des Herzkönigs, da er es ohnehin nicht gefunden hätte und vermutlich Olivenöl verwendet hätte). Zitronenzeste wurde hinzugefügt.

Also eigentlich recht einfach: 3 Dotter sollten mit 120 g Zucker und einer halben Packung Zitronenzucker schaumig geschlagen werden. Das gelang einwandfrei. Ein Teelöfferl Backpulver sollte mit 250 g Mandeln gemischt werden. Was sollte hier schiefgehen können… Doch an dieser Stelle kam der Herzkönig zur Erkenntnis, dass in einer Packung Mandeln nicht 250 g enthalten sind, sondern nur 200. Also was tun: Nochmals einkaufen gehen und sich die Blöße der Vergesslichkeit vor der Supermarktkassiererin zu geben? 200 g nehmen und so tun, als wären es 250 bzw. ignorieren, dass Backen Chemie ist und es auf jedes Gramm ankommt? Oder schnell noch 50 g Mandeln reiben, denn ein Packerl ganze Mandeln stand noch herum. Der Herzkönig entschied sich für Variante 3 und rieb sich eine halbe Stunde die Finger wund. Also nicht die ganzen Fingern, die Knochen sind ja noch da. Es geht nur um geringfügig abgeriebene Haut. Egal, alles zusammen mit etwas Zitronenzeste in die Masse.

Mit Verspätung wurde ein Teig geknetet und auf einer Staubzuckeroberfläche ausgerollt. Nach dem Formenausstechen – bei dem sich auch der kleine Prinz beteiligte – ging es für 10 Minuten ins Rohr (180 Grad). Dann gabs direkt nach dem Herausnehmen auf jedes Keks einen Guss aus einer dickflüssigen Masse (Zitronensaft vermischt mit Staubzucker). Zum Drüberstreuen wurde auch noch etwas Staubzucker darüber gesiebt.

Zwischenzeitlich wurde auf den Pizzateig vergessen, der sich auf die dreifache Masse aufgeplustert hat. Dieser ließ sich jedoch schnell „daschlagen“, ausrollen und befüllen und schmeckte, wie auch die Kekse, hervorragend.

Ende gut, alles gut.

Juhu! Schnee in Wien

Über Nacht hat es etwas gescheit. Frühmorgens konnten der kleine Prinz und der Herzkönig noch Plätze entdecken, die von einer Schneeschicht bedeckt waren. Die beiden – die mittlerweile zu eingefleischten Rollerfahren geworden sind – konnten den frischen Schnee mit Spuren und Mustern übersähen.

Der Herzkönig war durch einen Plausch kurz abgelenkt und war dementsprechend irritiert, als ihn der kleine Prinz nach der Schnecke gefragt hat, die er eben „gezeichnet“ hat. In einem der obigen Bilder sollte man diese erkennen – für jene, die die Schnecke nirgendwo finden können (auch der Herzkönig ist einer davon), wurde sie im nächstfolgenden Bild skizziert.

Schneebericht

Der Herzkönig hat in diesem Winter doch einigen Schnee erlebt: Schneemänner gebaut, Schnee geschaufelt und natürlich den Hang im gelobten Land berodelt. Das natürlich nur mit tatkräftiger Unterstützung des kleinen Prinzen. Natürlich wurde alles durch den herzköniglichen Hoffotografen festgehalten,  nur der Bericht wollte und wollte nicht fertig werden. Mehrere Entwürfe hat der Herzkönig verworfen, etliche Ghostwriter wurden entlassen und so kam es wie es kommen musste: der Frühling zog ins Land und ein Schneebericht schien obsolet zu werden.

Doch wie man sich täuschen kann. Der letztwöchige Besuch im gelobten Land brachte eine Erkenntnis: der Winter gibt nicht auf!

Als der Blick aus dem Dachbodenfenster:

Mitte März konnte man mit Mühe und Not noch Bobfahren, auch wenn man die Rennbahn nur mit schneeschaufelnden Leiharbeitern befahrbar machen konnte:

Der Schneemann 2019 dokumentiert die Schneelage eindrucksvoll: vor Weihnachten gab es gerade soviel, um einen Schneemann zu bauen, der aus mehr Waldboden bestand, als aus Schnee. Anfang des Jahres gab es eine Schneedraufgabe. Und beim letzten Besuch im März war schließlich nur mehr ein Häuflein zu sehen.

Ob jetzt jeder weitere Besuch mit Schnee zu tun haben wird? Der Herzkönig ist gespannt, wie viel Meter Schnee einem beim nächsten Mal erwarten. Vielleicht stimmt ja doch die Volksweisheit mit den zehn Monaten Winter und zwei Monaten Kälte.

 

 

…noch schnell einen Schneemann gebaut!

Das Wochenende nutzte die königliche Familie, um in das tiefste Waldviertel zu OmiOpa zu fahren. Dort sollte es ja noch Schnee geben, zumindest war das früher, als auch noch alles besser war, noch so. Man hatte Glück und konnte am Vormittag (ohne den kleinen Prinzen) noch Langlaufen. Am Nachmittag begann schon das angesagte Tauwetter, allerdings waren das gerade ideale Schneeverhältnisse, um einen Schneemann zu bauen!

Der Herzkönig schlüpfte in Windeseile in sein bestes Wintergewand, einen modischen Einteiler, der ihm schon immer Spott und Hohn der Herzkönigin eingebracht hat. Aber er hat ihm auch dankbare Blicke von Kindern eingebracht, die auf den Skipisten in diesen nicht immer ganz modischen Einteilern unterwegs waren.

Aber der Herzkönig hat dieses Teil bei jeder sich bietenden Gelegenheit im Winter getragen, denn alles was einmal uralt ist, wird wieder „Retro“ und dann auch gleich einmal wieder „in“. Und tatsächlich, selbst dem kleinen Prinzen wurde von der Herzkönigin ein modischer Einteiler gekauft, und der hat auch noch einen flotten Namen: „Onesies“ heißen diese Teile. schneemann_onci

Also haben sich der kleine Prinz und der Herzkönig in Schale bzw. in ihre Onesies geworfen und mit den Bauarbeiten begonnen. Der erste Versuch scheiterte noch kläglich. Der Herzkönig versuchte, aus höheren Lagen eine Schneekugel ins Tal zu rollen, um einen mächtigen, herzköniglichen Schneemann bauen zu können. Doch diese riesengroße Schneekugel überstand den Transport ins zwei Meter unterhalb liegende Tal nicht und zerbrach, bevor sie zu einer Lawine werden konnte.

Also musste in niederen Lagen ein Schneemann gebaut werden; in Ermangelung von Karotten wurden als Nasen (und Ohren) Tannenzapfen genommen, als Haare dienten ein paar Zweige und als Augen zwei Zierquitten aus Omis Garten.

schneemann

Der Schneemann hat die Nacht und das einsetzende Tauwetter noch überlebt, am nächsten Morgen fielen schon die Nase und der Mund von ihm ab. Bei der Heimfahrt nach Wien zeigte das Thermometer bei der Abfahrt fünf Grad, bei der Ankunft in Wien elf Grad plus. Unser Schneemann wird diese warmen Jännertage wohl nur mehr als armseliges Häuflein überstehen… Wetterfrösche haben für den morgigen Tag bis zu 15 Grad angesagt.