Buchpublikation: Von der Kunst der Sprache

Vor fast 15 Jahren konnte der Herzkönig seine Dissertation „Und wir sollen es zulassen, dass unsere Landsleute verkauft und verschachert werden? : katholisches Engagement für Emigranten der Habsburgermonarchie in der „Alten“ und „Neuen“ Welt 1880-1918″ erfolgreich zu Ende bringen – fast genauso lang  trug der Herzkönig die Bürde eines damit verbundenen Auftrags mit sich her. Nach dem erfolgreichen Abschluss wurde er als erster Dissertant seines „Doktorvaters“ beauftragt, bei einem entsprechendem Anlass für eine Festschrift zu sorgen. Dieser hatte nämlich einen großen Anteil, dass der Herzkönig überhaupt zu einem geeigneten Thema kam und noch einen viel größeren Anteil an der sprachlichen Überarbeitung der rudimentären Textbausteine des jungen herzköniglichen Studenten.

Diese Beauftragung wurde vor etwa zweieinhalb Jahren in einem außerordentlichen Geheimprojekt umgesetzt: in dieser Zeit sammelten sich 270 Dateien, über 500 MBs und im Hauptmailordner 650 E-Mails an.

Es entstand schließlich ein herzeigbares Buch, das auch in der Presse gewürdigt wurde. Inhaltlich bildet „Von der Kunst der Sprache“ die bunte Vielfalt an Forschungsfeldern und Themen ab, mit denen sich Kirchenhistorikerinnen und Kirchenhistoriker beschäftigen. Die Bandbreite erstreckt sich von Fragen zur Entstehung des christlichen Mönchstums oder zur Rolle des Priesters als Arzt hin zu neueren Themen wie die Rolle des Episkopats bei der Entnazifizierung oder Überlegungen zur Religionszugehörigkeit in Österreich.

Der Herzkönig erlaubt sich somit auf die von ihm herausgegebene Neuerscheinung hinzuweisen.

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Titel: Von der Kunst der Sprache. Aus dem Alltag eines Kirchenhistorikers. Festschrift für Rupert Klieber
Verlag: danzig & unfried
Erschienen am: 2. Mai 2019
Subskriptions-Preis bis 31. Mai 2019: EUR 49,–

Campus-Eindrücke

Manchmal kann der Herzkönig dem Gedanken, dass früher alles besser gewesen wäre, doch etwas abgewinnen. Zu seiner Studentenzeit warteten etwa noch ganze Räder auf ihre Besitzer… auch sonst scheint der Campus etwas in die Jahre gekommen!

Die Studentenvertretungen kannten keine Sperrstunde und schenkten rund um die Uhr hochprozentige Mischungen aus. Originelle Zeichnungen – die auf anderen Plattformen wohl ob ihrer Obszönität gar nicht uploadbar wären bzw. zumindest umgehend gelöscht worden wären – zieren nicht nur den Stand, sondern gleichsam auch einen der Campuseingänge.

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Aber immerhin findet sich dahinter ein Uni-Bierbrunnen – in der herzköniglichen Erinnerung dürften damals vor jedem Hörsaal einer gestanden haben… Die Zeiten sind vorbei, dieser Brunnen fristet eher ein trauriges Dasein.

Und der öffentliche Defibrillator – hätte es den schon zur Studienzeit des Herzkönigs gegeben – wäre mit Sicherheit gewartet und nicht entsorgt worden. Der Herzkönig hat allerdings nicht nachgeprüft, ob die Suche nach einem funktionstüchtigen Defibrillator zu einer Schnitzeljagd ausartet…

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…doch noch geschafft

Der Herzkönig hat nach dem medialen Echo um die Herzkönigin keine Kosten und Mühen gescheut, um ihr ebenbürtig zu werden! Die Schleimspuren vor den Türen der Redaktionen des Landes sind immer noch deutlich sichtbar.

Es war mühsam, aber er hat es letztendlich geschafft, sich in einen Beitrag einer Tageszeitung irgendwo in der Mitte reinzuschummeln. Das Zitat wurde zwar nicht autorisiert, allerdings kann sich der Herzkönig (Elterndemenz sei dank) auch nicht mehr erinnern, etwas zu diesem Thema gesagt zu haben:  zum Presse-Artikel

 

 

Wie wird etwas historisch?

Im Arkadenhof der Universität Wien hielt der Herzkönig an einem Wandverschlag inne. Das was er dort erblickte, war offenbar eine Aussparung für ein Fenster oder jedenfalls eine Öffnung. Allerdings wurde er gleich eines besseren belehrt, denn einem Hinweisschild war zu entnehmen, dass hier ein neuer Eingang entstehen würde. Dieser so die Information, werde auch gleich historisch sein. Wie etwas neu zu bauendes gleich zu einem solch ehrwürdigem Prädikat kommt, ist ein Rätsel. Vermutlich werden Historiker für die Bauarbeiten herangezogen. Der Herzkönig – ohnehin auch mit historischer Vergangenheit und Ausbildung – würde sich sofort ehrenamtlich als Polier zur Verfügung stellen. Ein von ihm erbautes Gebäude wäre nur bauausführenden Polier von einem von den Hunnen zerstörten Objekt zu unterscheiden.

Relikte aus der Vergangenheit, die man sehr wohl als historische bezeichnen könnte, sind dem Herzkönig bei einem Besuch im Wiener Stadtteil Süßenbrunn aufgefallen (bei der Gelegenheit ein schöner Gruß an die Verwandtschaft!).

Zum einen soll der Öffentlichkeit ein innovativer Postkasten nicht vorenthalten werden, der aus einer Zeit stammte, als Plastiksackerl noch hochgehalten wurden, also mit Sicherheit aus dem vergangenen Jahrhundert.

Dann sei auf ein umweltfreundliches Unikat hingewiesen, das wohl auch als historisch bezeichnet werden kann. Ob es eine Klingel aus römischer Zeit oder eine germanische Alarmanlage ist, lies sich nicht auf den ersten Blick verifizieren, dies bleibt berufeneren Personen überlassen.

Offenbar scheint es notwendig, eine unabhängige Historikerkommission einzusetzen, die die bestehenden Objekte sichtet bzw. einordnet sowie die neu geplanten auf ihre zukünftige historische Bedeutung untersucht.

Es wird daher auch ein herzkönigliches Prüfsiegel geben, um dem offensichtlichen Wildwuchs einen Riegel vorzuschieben. Vorschläge für Gegenstände, Bauvorhaben und dergleichen mehr, die das Prädikat „historisch“ erwerben möchten, mögen an die herzkönigliche Amtskanzlei gerichtet werden (jessasnablog@gmail.com). Die Verleihung findet an einem noch zu bestimmenden (aber mit Sicherheit „historischen“) Tag statt.

 

Wer arbeitet da spätnachts – Teil 1?

Freitag gegen 21:30. Der Herzkönig ist zwar hundsmüde, aber doch noch – gemeinsam mit seinem „Kollega“ – unterwegs zu einem spätabendlichen Event. Auf dem Weg dorthin passierte er die Wiener Schenkenstraße und war plötzlich geblendet – nicht vom Straßenlicht, sondern vom Computerraum im Untergeschoß des Uni-Gebäudes, der die Umgebung hell erleuchtet hat.

In meiner Studentenzeit gingen die (eigenen) Lichter im ersten Semester Freitag mittags aus, später in einer zwei-Tage-Woche am Mittwoch. Montag und Freitag war zu der Zeit selten jemand an der Uni anzutreffen. Und in Ferienzeiten (im Februar sind ja bekanntlich Semesterferien) war eigentlich niemand da. Heutzutage haben die Uni-Computer wohl auch noch Nachtbereitschaft für besonders arbeitswillige Studierende? Oder laufen die Computer einfach so?

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Als der Herzkönig spätnachts nach Hause kam, lief zwar kein Computer, dafür brannte Licht und irgendjemand hat zu dieser unchristlichen Zeit auch noch gearbeitet: wer es war bzw. was hier nachts gearbeitet wurde kommt im zweiten Teil.