Hubschrauber versus Dinosaurier

Der Herzkönig hat in einem wochenendlichen Besuch im gelobten Land wieder einmal in den Schätzen seiner Jugend gewühlt und wurde erneut in der prall gefüllten und unsortierten Legokiste fündig. Einiges an Steinen deutete auf einen früheren Hubschrauber hin, allerdings gab es keine Pläne mehr. Somit war Kreativität gefragt und in einer nachmittäglichen Bastelstunde wurde doch tatsächlich ein Hubschrauber daraus.

Der kleine Prinz hat die Mühen seines Vaters jedoch nur wenig gewürdigt, er hat aber sofort das väterliche Talent im Legosteinezusammensetzen erkannt und als nächsten Wunsch einen Lego-Dinosaurier deponiert. „Es muss aber natürlich ein Rex werden“, so der kleine Prinz weiter. Der Seufzer des Herzkönigs war so lautstark, dass sich der kleine Prinz dem verzweifelten Vater eine Bauanleitung gezeichnet hat. Auf das erste „Hä?“ des Herzkönigs folgte die Erklärung des kleinen Prinzen: „Dinosaurier Rex, im Bauch ein Babydinosaurier noch im Ei.“ Aha. Ob das was wird?

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Änderungen im herzköniglichen Polizeiaufgebot

Nach erneuten Wickl mit dem aktuellen Innenminister, hat der Herzkönig mit Wirksamkeit vom 1. April beschlossen, ihn zu entlassen. Die Gründe braucht er hier gar nicht darzulegen, die sind eher philosophischer Natur.

Als Nachfolger des entlassenen Innenministers wurden dem Herzkönig gleich zwei Kandidaten präsentiert. Da er sich nun nicht entscheiden konnte, welcher von beiden kompetenter war, gab er beiden seinen Segen.

SONY DSCDie beiden neuen Innenminister Humpi und Dumpi haben ein Prestigeprojekt ihres Vorgängers weitergeführt, nämlich den Einsatz von Pferden bei der Polizei.

Es kam alsbald zu ersten Aufnahmeverfahren. Und, der Herzkönig war baff, alle wollten zur berittenen Polizei, sogar die von der Motorad-Truppe! Neben Streifenpolizisten hat sich auch ein etwas älteres Modell, vermutlich einer von der Post, für den Job beworben. Ein weiterer Bewerber konnte auch ohne Leumundszeugnis seine Vergangenheit nicht verbergen. Unschwer an der Hand zu erkennen – der kleine Prinz hat diese treffend als „Abschlepphand“ bezeichnet – wurde dieser ehemalige Pirat natürlich nicht zum herzköniglichen Pferdepolizeidienst zugelassen.

Es kam wie es kommen musste, alle saßen fest im Sattel und die Verbrecher, die es auch im herzköniglichen Hofstaat gibt, hatten es auf das letzte verbliebene und noch nicht verschrottete Polizeifahrzeug abgesehen. Die berittene Polizei nahm natürlich sofort die Verfolgung auf, aber sie hatten keine Chance.

Das einzig noch verbliebene Polizeiauto wurde von einem Verbrecher gestohlen. Die Pferdepolizisten versuchten ihr bestes, allerdings da sie auch keine Waffen mithatten, nutzte auch der Wurf des Schuhwerk nichts. Diese Waffe hatte allerdings nur der etwas ältere Postler, auf die neuen Figuren passte nämlich kein altes Schuhwerk mehr.

Gottseidank war der Herzkönig ein paar Tage später im gelobten Land (sprich im Waldviertel) und somit im Dachboden der kleinprinzischen Großeltern. In einer großen Wühlkiste voller Lego und mithilfe einer alten Bauanleitung baute er ein neues Auto zusammen. Dass dies einige Stunden dauerte und mehrere Phasen tiefster Depression beinhaltete, braucht hier nicht näher ausgeführt werden. Die Herzkönigin ist jedenfalls zwischenzeitlich nebenan – trotz der Geräuschkulisse die ein in einer Legokiste herumwühlender Herzkönig eben so produziert – friedlich eingeschlafen.

tvautopolizei

Der kleine Prinz hat das Auto sofort als neues Polizeiauto tituliert, das entsprechend dem Zeitgeist auch mit Video- und Satellitenüberwachung ausgestattet ist. Nachdem dies also gutgeheißen wurde, hat der Herzkönig das neue Einsatzfahrzeug der dezimierten Polizei zur Verfügung gestellt und hofft auf weitere Waldviertel-Aufenthalte, um die Einsatzfähigkeit durch weitere Fahrzeuge wieder herstellen zu können.

Weihnachtsvorfreude

Jedes Mal wenn die königliche Familie ihre Verwandtschaft – mit den Worten des kleinen Prinzen „Waldviertel-Omi-Opa“ – besucht, packt den Herzkönig schon während der Autofahrt eine unaussprechliche Vorfreude.

Dort angelangt führt ihn einer der ersten Wege in den lange Jahre unbeachteten Dachboden. Denn dort lagern nämlich die Schätze seiner eigenen herzköniglichen Jugend. Lange Zeit waren diese in Kisten gelagert, mehr oder weniger fein säuberlich sortiert nach Autos, Duplo, Lego, Techniklego, Playmobil und Diverses, aber allesamt unbeachtet. Doch jetzt hat der Herzkönig wieder einen Grund, dort zu stöbern und mit den Funden auch zu spielen!

Der Grund heißt kleiner Prinz und bei jedem Besuch im Dachboden nimmt der Herzkönig natürlich dem kleinen Prinzen etwas mit. Nicht nur für den kleinen Prinzen, sondern auch für den Herzkönig ist dieser Moment so etwas wie Weihnachten und Ostern zusammen. Mit den entdeckten Kostbarkeiten kann er Erinnerungen wieder auffrischen.

Seit geraumer Zeit quälte den Herzkönig ein Gedanke. Ob der vielen Polizeiautos des kleinen Prinzen (siehe beispielsweise den Beitrag über die kleinen Sünden) stellte sich der Herzkönig nämlich die Frage, ob diese Polizeiautosammelsehnsucht genetisch bedingt sei und er selbst in Kindestagen Polizeiautos besessen hat. Das hätte seine anarchistische Ader – jawohl auch ein Herzkönig hat eine solche Ader – gehörig durcheinander gebracht.

Das Durchwühlen der Spielzeugkisten konnte aber den Herzkönig beruhigen. Es fand sich kein einziges Polizeiauto, hingegen fanden sich ausschließlich Feuerwehrautos, drei an der Zahl!

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Der Leser dieser Zeilen darf an dieser Stelle mitraten: welches Feuerwehrauto stammt aus Westdeutschland, welches aus England und welches aus Frankreich. Bzw. welches ist von Majorette, welches von Siku und welches von Matchbox? Hilfestellungen gibt die herzkönigliche Amtskanzlei zu den festgesetzten Amtszeiten unter jessasnablog@gmail.com.