daham #15: Mundschutz

Der Herzkönig war nie ein Freund des Verhüllungsverbots und hat das diesbezügliche Gesetz in seiner Amtskanzlei unter einem Stapel alter Zeitungen liegen lassen und somit auch nie unterzeichnet. Er hat in der letzten Zeit eine Haltung der inneren Revolution eingenommen, diese aber nie in der Praxis ausgelebt. So hat er sich etwa nie getraut, mit einer Maske am Karlsplatz Ziehharmonika zu spielen.

Den Umständen der Zeit geschuldet, hat sich das Verbot in ein Gebot gewandelt und der Herzkönig geht beispielgebend voran. Er hat den Tag genutzt, selbst Hand anzulegen. Nach ausführlicher Lektüre sich eine Anleitung der Feuerwehr Essen entschieden. Die Produktionszeit dieser Maske lag dann doch bei einem Nachmittag, zwischenzeitlich gelang es dem Herzkönig mehrmals die Nähmaschine der Herzkönigin beinahe zu zerstören. Aber schon beim zweiten Zerstörversuch dauerte das Aufschrauben, Auseinandernehmen, Stoffrausholen und Zusammenbauen der Nähmaschine keine halbe Stunde mehr. Heute folgt die Produktion für die gesamte herzkönigliche Familie und nächste Woche beginnt die Serienproduktion für die Königshäuser dieser Welt.

maske

 

 

daham #14: eigene vier Wände

Nach zwei Wochen in den eigenen vier Wänden wurde dem kleinen Prinzen die neue Nähe doch etwas zu viel und er beschloss, ein eigenes Zimmer (eine Höhle) zu bauen!

daham #13: Lego-Kran

In Ermangelung eines Baukrans betätigten sich der Kleine Prinz und die Herzkönigin als Konstrukteure eines Lego-Krans. Unverkäuflich, dieses Modell!
SONY DSC

daham #11: Crashtests

Die Materialprüfungen der herzköniglichen Fahrzeuge gingen in die nächste Runde – mit einer noch höheren Rutschbahn. Der kleine Prinz betätigte sich als oberste Crashtestbehörde, die nach anspruchsvollen Tests allen Matchboxautos ein sehr gutes Zeugnis ausstellen konnte. Auch die meisten Plastikfahrzeuge haben die Tests unbeschadet überstanden. Einzig ein großer No-Name-LKW musste aufgrund eines schwerwiegenden Gebrechens an der Hinterachse als nicht verkehrstauglich eingestuft werden.

daham #10: Rampenbau

Wesentlich besser als einen Kuchen zu backen, gelang es dem Herzkönig und dem kleinen Prinzen eine extrem hohe Rampe zu bauen, von der man viele Autos auf einmal mit einem Getöse runterschubsen kann!

daham #6: wir basteln ein Auto

Der kleine Prinz bastelt mit der Herzkönigin… herausgekommen ist offenbar ein Schneeräumrennauto, das vorne Schnee einsaugt und hinten transportiert. In der Mitte wurde ein Kindersitz für die vielen Kinder eingebaut.

Buchneuerscheinung: auf nach Italien und mehr!

Zwei Italienisch-Sprachkurse beim Sprachenzentrum der Universität Wien machten es möglich! …. Oder war es doch eine Übersetzungssoftware des Verlages, die die herzkönigliche Dissertation nun auch in italienischer Sprache erscheinen hat lassen?

Holzweber_Italienisch_978-620-2-08989-0 (1)_Seite_001

Inhaltlich ging es um den St. Raphael-Verein zum Schutze der Auswanderer in der Habsburgermonarchie, der auch in der Hafenstadt Triest aktiv war. Zumindest gibt es also Bezüge.

Zwischenzeitlich sind noch andere Übersetzungen hinzugekommen, englisch und französisch.

 

Dialektsprecher verdienen weniger???

So hoasts in ana Studie, und weida, se san nu dazua weniga gebüdet, oba dafia hoid freindlich. Do kaunst da hoid nix kaffa drum.

Zwex dem Vadienst warads jo ned amoi so des Problem. Des eigentliche an der Gschicht is, das ma ois Dialaktsprecha hoid afoch ned vastaundn wiad. Söbst mei Bua hod im Kindagoatn gsogt – auf de Frog vo da Tant – wöcha Sproch deine Ötan sprechan: „Die Mama spricht Deutsch, der Papa spricht eine andere Sprache.“

Wos soi ma dazua song, aussa das do nu urdnlich vü Büdungsauftrog bam Herrn Papa liegt in Sochen Sprochkompetenz.

 

 

 

 

Kastanienwaschmittel selber herstellen

Mit dem Herbst kamen auch wieder Kastanien in den herzköniglichen Haushalt. Zuerst waren es einzelne, kleine Exemplare, später wurden es dann viele. Zu viele für etwaige Basteleien und Zahnstocherspiele. Was lag also näher, als einmal auszuprobieren, ob es auch gelingt, damit Waschmittel herzustellen. Im Prinzip sollen sich Rosskastanien dazu sehr gut eignen, sie haben Stoffe in sich, die sich in Wasser lösen und fettlösend wirken. Als Waschmittel sollen sie auch gut hautverträglich sein.

SONY DSC

Nun, die Theorie klingt einfach. Man nehme die Kastanien und löse die Schale vom Kern. Man kann natürlich die Schale belassen, nur kann das beim Waschen für weiße Wäsche einen Farbstich geben. Mit einem großen und scharfen Messer konnten die Kastanien halbiert werden und danach wurde die Schale entfernt. Es waren natürlich schon einige schimmlige Kastanien darunter, die entfernt werden mussten. Anschließend sollte man die Kastanien in ein Geschirrtuch packen und mit einem Hammer zerschlagen. Der Herzkönig hat dies mit dem kleinen Prinzen am Gehsteig vor dem Haus gemacht. Beide haben genüsslich auf die Kastanien eingehämmert, nur getan hat sich nichts – mit Ausnahme, dass die Nachbarn allesamt erstaunt aus ihren Fenstern geschaut haben. Die Kastanien sind ja doch aus einer zähen Masse, die sich nicht so leicht (oder gar nicht) zerhammern lässt. Die Herzkönigin rettete die Operation, indem sie ihre KitchenAid zur Verfügung stellte und die Kastanien klein gehächselt hat. Den Rest schafften der Herzkönig und der kleine Prinz gemeinsam: die zerhäckselten Kastanien musste noch für einige Stunden bei etwa 50 Grad im Backofen getrocknet werden.

Das fertige Granulat wurde dann in ein Vorratsglas gegeben.

SONY DSC

Für einen Waschgang musste man sich ebenso etwas vorbereiten: etwa drei Esslöffel Granulat werden mit 300ml heißem Wasser aufgegossen. Nach einer halben Stunde kann man das Granulat abseihen und die fertige Lauge kann als Waschmittel direkt in die Waschtrommel oder ins entsprechende Waschmittelfach gegeben werden. Die Lauge reicht auch zwei Waschgänge. Das abgesiebte Granulat muss man nicht beim ersten Mal wegwerfen, es kann mehrmals noch verwendet werden – solange es noch eine laugenhafte Flüssigkeit ergibt.

SONY DSC

Fazit: Kastaniensuchen ist für Kinder immer spannend; das unzulängliche Hämmern auf die Kastanien war ebenso lustig (im Nachhinein auch für die hämmernden Personen); das Halbieren der Kastanien ob der rutschigen Oberfläche ist aber doch etwas gefährlich für die eigenen Finger; die Vorbereitung der Lauge hat auch etwas gedauert aber mit dem Waschergebnis war geruchsneutral und in Ordnung.

Neue Ausgabe der Zeitschrift „Das Waldviertel“ mit Beiträgen zu Johann Krahuletz, zu Juden in Straß, zu Pöggstaler Kirchen, zur Hain-Bänderschnecke… erschienen

Die dritte Ausgabe der Zeitschrift „Das Waldviertel“ konnte im Krahuletz-Museum in Eggenburg präsentiert werden. Wer von den in der Horner NÖN abgebildeten Personen in wirklich armen Verhältnissen aufwuchs, ist im Heft nachzulesen…

2019-10-16_S18_HornerNOEN_Dafert-Krahuletz

Zum Inhalt: In der dritten Ausgabe der Zeitschrift „Das Waldviertel“ widmet sich Gerhard Dafert der Person des Johann Krahuletz, der etwa ab seinem 15. Lebensjahr mit dem Aufbau einer poläontologischen und archäologischen Sammlung begann. Gerhard Dafert untersucht insbesondere die Zeit vor der Gründung der Krahuletz-Gesellschaft (1900) und der Eröffnung des Museumsgebäudes (1902) an Hand von Zeitungsberichten. Dafert geht der Frage nach, wie die Forschungs- und Sammlungstätigkeit von Johann Krahuletz medial aufgenommen wurde und wie das Bild von ihm in seiner Geburtsstadt beeinflusst werden konnte. Wurde er etwa als „Taugenichts“ angesehen, der einer „brotlosen“ Beschäftigung nachging?

Erich Broidl weist in seinem Beitrag auf die jüdische Landgemeinde in Straß im Straßertal hin. In der Ortschaft erinnert heute kein Gebäude, kein Denkmal oder Straßenname an die einst hier ansässige jüdische Gemeinde. Einzig der Flurname „Jüdin“ – heute eine Weingartenriede – deutet auf eine jüdische Bevölkerung hin. In Straß wurden erstmals im Jahre 1652 drei jüdische Familien verzeichnet.

Der Geschichte der Pöggstaller Kirchen widmet sich Herbert Neidhart. Man erfährt, dass die Schlosskirche 1810 zur Pfarrkirche erhoben und auch mit einem Turm versehen wurde. Eine weitere Kirche – St. Anna im Felde – wurde aufgelassen und zum Teil abgerissen. 1953 gelang die Wiederherstellung der Kirche, das sich heute wieder als würdiges Gotteshaus präsentiert.

Alexander und Peter L. Reischütz sowie Wolfgang Fischer begrüßen einen Neuankömmling im Waldviertel: die Hain-Bänderschnecke. Sie haben während eines Aufenthaltes in Dallein die Molluskenfauna des Ortes untersucht. Dabei wurde ein Massenvorkommen der Hain-Bänderschnecke entdeckt, die im Fachjargon „Cepaea nemoralis (Linne 1758)“ genannt wird. Ein solches Vorkommen war aus dem Waldviertel bisher nicht bekannt.

Der historische Park in der Brühl bei Weitra wird von Albert E. Hackl vorgestellt. Das Parkareal gliederte sich in einen französisch angelegten Vorgarten auf der rechten Seite der Lainsitz und einem englischen Park auf der anderen Seite des Flusses.

Hermann Maurer stellt sich für den Wallfahrtsort Maria Dreieichen die Frage: „Gibt es einen „Dreieichenstein“? Viele Wallfahrtsorte haben sich zusätzlicher Anziehungspunkte bedient, bekannt sind der Taferlstein von Maria Taferl oder der gespaltene Felsen von Mariazell. Maurer zeigt anhand eines Wallfahrtsbildes, dass man in Zusammenhang mit dem Wallfahrtsort Maria Dreieichen auch auf den Riesenstein von Mold Bezug genommen hat.

Johannes Tuzar gratuliert in seinem Beitrag Prof. Fritz Steininger zum 80. Geburtstag. Der Waldviertler Heimatbund hat Steininger auch zum Ehrenmitglied ernannt. In der Schriftenreihe hat Steininger zwei schöne und das gesamte Waldviertel behandelnde Bücher („Erdgeschichte des Waldviertels“ und „Waldviertel – Kristallviertel“) herausgegeben.

Waldviertler Kulturberichte, Buchbesprechungen, Leserservice, die Mitteilungen des WHB und ein Bericht von Franz Pötscher über die Ausstellung „30 Jahre Eiserner Vorhang“ im Museum Horn ergänzen das 104 Seiten starke Heft (3/2019).

Informationen: www.daswaldviertel.at