Warnung vor der Parkgarage im ARES-Tower

Am 12. November, einem regnerischen Sonntag, machte die Herzkönigin, der Herzkönig und der kleine Prinz einen Ausflug zur Verwandtschaft. Wetterbedingt wurde der königliche Fuhrpark genutzt, um möglichst trocken in die Wiener Leonard-Bernstein-Straße anzukommen. Da es dort relativ wenige Parkmöglichkeiten im Freien gibt, wurde die erstbeste Parkgarage angefahren – die von der Amisola Immobilien AG im ARES-Tower.

ticket-ares-tower

Nach dem Verwandtschaftsbesuch ging es wieder retour zum Eingang in die Parkgarage, doch dieser war verschlossen und mit dem Ticket nicht zu öffnen. Auch die am Ticket angegebenen Zahlenkombinationen konnten die Tür nicht zum Aufgehen bewegen. Auch befand sich kein Hinweis auf eine Telefonnummer oder sonst einen anderen Eingang. Im Regen, mit dem kleinen Prinzen an der Hand ging es zu den anderen Parkplatzeingängen. Doch diese waren allesamt verschlossen.

Was tun? kann man in diesen Fällen einfach die Polizei rufen, weil der Parkplatzbetreiber dieses „gekidnappt“ hat? Grundsätzlich ja, aber nicht mit dem kleinen Prinzen. Der öffnet sein Rucksackerl und schreit „Papa, Polizei ist schon da“ und holt eines seiner Polizeiautos hervor. Dann könnte man natürlich einen Schlüsseldienst rufen, doch bei den Preisen? Schließlich schoss dem Herzkönig ein anderer Gedanke durch den Kopf, den er aber sofort wieder verwarf: …man könnte ja dem kleinen Prinzen … also es sind ja schon andere Scheiben zu Bruch gegangen durch fußballspielende Kinder. Aber es gab weder Fußbälle in der Nähe noch (die etwas brutalere Variante) Pflastersteine, sondern nur ein paar klitschnasse Kieselsteine und mit denen konnte man bei Gott keine Tür einschlagen.

Einmal schoss Glücksgefühl in den durchnässten Autosuchern hoch, als ein Parkplatzeingang einen Türöffner mit Kartenlesefunktion hatte. Doch das Glück ist ein Vogerl und so verwehrte das System den Zugang. Man fand schließlich einen offenen Eingang, doch man konnte auch in ein Unterschoß, die Garagentüren dort waren allerdings verschlossen. Nach einen Tour rund um den Ares Tower gelangte die königliche Familie zum Eingang von Parkdeck 2, den man mit dem Auto ursprünglich in die Garage gekommen ist. Der Herzkönig versuchte auch hier wieder sein Glück, und drückte (mehrfach) den Ticketautomaten. Doch hier erhielt er jedes Mal die frohe Botschaft: „Ohne Auto wird das Tor nicht aufgemacht.“ Auch laute „Brumm tata Brumm, Auto tütü“-Geräusche konnten daran nichts ändern, die Garage blieb verschlossen. Zurück gings zum Parkdeck 1, das zwar nur Taxis vorbehalten war, aber irgendwie doch offen schien. Der dortige Lift ließ sich zwar öffnen, bewegte sich aber nicht nach unten. Auch hierfür brauchte man einen Schlüssel. Und bei der Notrufglocke hob auch niemand ab. Also ging es im Regen wieder retour und weiter auf die Suche.

Ein Königreich hätte der Herzkönig dafür gegeben, in diesem Moment ein Held seiner Jugend zu sein: auf die Schnelle KIT zu rufen, oder etwas brutaler als Teil des A-Teams einen Sprengsatz oder als Rambo oder John Maclaine eine Bazooka. Von mir aus hätte es in diesem Moment auch Macgyver sein können, der aus einer Büroklammer eine Rohrbombe bastelt. Ach Gott… ich wäre im Notfall auch Inspektor Gadget gewesen. Aber was war ich… ein Herzkönig, auf der Suche nach Rettung. Und was sagte der kleine Prinz: ruf doch die Paw Patrol! In diesem Moment der Verzweiflung wollte sich der Herzkönig schon im Regen ersaufen, doch dann ein Lichtblick!

Als der Herzkönig im Inneren eines Gebäudes eine fremde Person entdeckte lief er sofort hin – es war ja schon egal, durchnässt war man ja schon sowieso, schwitzen war da schon wirklich wurscht. Jedenfalls ließ diese nette Person die königliche Familie in das Innere des Gebäudes und zeigte ihnen den Lift der nach unten führte. Und tatsächlich gelangte die Familie durchnässt aber gesund zum Auto. Der Spaß kostete dann noch 8 Euro und am Abend hatte der kleine Prinz 39 Grad Fieber.

Etwas Gutes hatte die Sache doch noch: der kleine Prinz hat ein neues Wort gelernt: „Oiiiidaaaaaaaaaaaa“.

Die Parkgarage im ARES Tower wird uns zumindest nicht mehr wiedersehen und allen Leser sei geraten, dieses Parkplatzeck der Stadt zu meiden.

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