Kernkraftwerk für Kinderspielzeug?

Weihnachten ist vorbei. Und damit auch die Zeit der Geschenke – zumindest bis zum nächsten Anlass…

Jedenfalls hat unser Sohn sein erstes ferngesteuertes Auto – einen Chicco Fiat – vom Onkel bekommen. Meine Herzkönigin und ich haben unseren Segen erteilt. Wir hatten zwar unsere Bedenken, da Italiener eigentlich nur Sommerautos fabrizieren, jedoch haben wir  uns dann doch für den kleinen Flitzer entschieden, immerhin sollte er ja auch sparsam im Verbrauch sein. So weit, so gut.

Drei Tage nach Weihnachten erste Enttäuschung für den jungen Autobesitzer: Batterien aus, nix ging mehr. Naja, vielleicht waren ja noch die Originalbatterien drinnen und der kleine Fiat ist ein Jahr im Geschäft gestanden, bis der Onkel ihn gekauft hat. Also Batterien getauscht und weiter gings. Ein paar Tage später stottert erneut der Motor, er fährt zwar noch ein bisserl, allerdings lässt er sich nicht mehr lenken und kommt grad noch auf den Teppich, wo er aufgibt und ein letztes verzweifeltes Hupen intoniert.

Kind intoniert daraufhin ein ebenso verzweifeltes Klagelied, sämtliche ihm angebotene unmotorsierte Fuhrwerke genügen dem kleinen Prinzen nicht mehr. (Der kleine Prinz…bald nachzulesen auf Blog Nr.?)

Somit haben meine Herzkönigin und ich die einzig richtige Entscheidung für das Wohl der Familie und die Umwelt im Kinderzimmer getroffen: Nein,  der Fiat wurde nicht gegen ein simples Matchbox Auto ausgetauscht, sondern die aufopferungsvollste Ehefrau von allen ist um kurz vor 21 Uhr  noch zum hiesigen Ikea am Stadtrand gedüst und hat  wiederaufladbare Akkubatterien für die nächsten zehn Jahre erstanden. Immerhin wollen wir nicht schuld daran sein, dasss man in Österreich für den Betrieb eines Kinderspielzeuges doch noch ein Atomkraftwerk errichten muss.

PS: Zwei Tage später kamen die Großeltern vom Lande und brachten dem kleinen Buben (natürlich vom Christkind) einen kleinkindgroßen Traktor mit. Nun steht der Chicco Fiat 500 in einer Ecke des Kinderzimmers und wartet vergeblich auf Verwendung, denn der rote Traktor ist natürlich viel besser zu fahren.

PPS: Einer der nächsten Blogs wird heißen: „Christkind bringt einen halben Traktor“.

 

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