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Bier & Barbie: Spielzeug aus der Kindheit der Herzkönigin

Nicht nur der Herzkönig, auch die Herzkönigin hat ihren Fundus an alten Kinderspielsachen unter die Lupe genommen. Der Herzkönig tat zuerst ganz unbeteiligt, da er nicht so recht über die damaligen Spielgewohnheiten der Herzkönigin Bescheid wusste und – voreingenommen wie er ist – ausschließlich Puppen und so „Zeugs“ vermutete.

Doch plötzlich weckte ein Aufschrei der Herzkönigin – „meine Bierkisten“ das Interesse des Herzkönigs. Er eilte herbei und war zutiefst entzückt. Die Herzkönigin spielte doch tatsächlich in ihrer Kindheit (auch) mit Bauarbeitern. Dies Playmobil-Kollektion bot alles, was das Bauarbeiterherz höher schlagen lässt: Absperrmarkierungen, Scheibtruhen, Werkzeugkisten, Kübel, Hacken, Schaufeln und Rechen. Und (heutzutage gäb’s das nimmer): jeder Bauarbeiter hatte seine eigene Kiste Bier. In jedem Tragerl finden sich sechs Flaschen Original Münchner Löwenbräu.

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Der Herzkönig hat das Spielzeug sofort konfisziert und bereitet eine großangelegte Fusion mit seiner eigenen Spielzeugkollektion vor. Das wird vermutlich noch die haus- und hofeigenen Anwälte beschäftigen. Doch bis dahin widmet sich die Herzkönigin ihren anderen Spielsachen. Nachdem sie dann doch ihre Barbie-Sammlung entdeckt hat, nutzte sie die Zeit, in der der Herzkönig dem kleinen Prinzen Sinn und Unsinn von Bierkisten erklärte, dazu, die Barbies zu frisieren und vor allem neu einzukleiden. Die Kleidung der armen Damen stammte doch tatsächlich noch aus den 1980er Jahren und war nicht mehr wirklich – also eigentlich überhaupt gar nicht mehr – zeitgemäß. Aus Stoffresten bastelte sie sogleich neue Kleidungsstücke und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

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Öffentliche Kundmachung der Gewinne aus der Weihnachtsrubblerei

Der Herzkönig ist in seiner Eigenschaft als Herzkönig gegen alles und jeden immun. Er ist von jeglichen Offenlegungspflichten befreit und somit muss er dem Volk auch nicht seine Ländereien, Besitztümer und Goldschätze bekannt geben. Nur so nebenbei: einen solchen längst vergessenen Goldschatz hat er erst vor kurzem im Dachboden gefunden. Es handelte sich um mehrere Kisten voller Gold, vermutlich hat er es einmal in heldenhafter Manier einem Playmobil-Piratenschiff abgenommen. Ja damals war er noch ein junger Held.

Zurück zum Thema: der Herzkönig geht mit gutem Beispiel voran und veröffentlicht mit heutigem Datum die Ergebnisse aus den Rubbellosen seines Adventkalenders. Der Herzkönig dachte eigentlich, dass es in seinen Ländern selbstverständlich sei, dass das Volk Zugang zu Informationen gegenüber öffentlichen Stellen hat, aber weit gefehlt. Ein Informationsfreiheitsgesetz wurde im November 2015 vom Verfassungsausschuss des Nationalrats in Begutachtung geschickt. Dort wird er vermutlich immer noch begutachtet. Eine Transparenzdatenbank gibt’s nur für die Landwirtschaft oder etwas verstreut auch für die Wissenschaft. Zumindest wurden die herzköniglichen Projektfinanzierungen in der Datenbank des Zukunftsfonds veröffentlicht. Nach dieser langen Einleitung erlaubt sich der Herzkönig, nun das Ergebnis des königlichen Adventkalenders dem Volk kund zu tun. Alle Lose wurden unter Ausschluss aller Notare des Landes geöffnet. Auch nach mehrmaliger Zählung blieb es bei 11 Euro, da half es auch nicht, dass die Herzkönigin und der kleine Prinz mitgeholfen haben.

Der Herzkönig möchte sich nun bei allen, die am Gewinnspiel mitgemacht haben, bedanken. Er nimmt weiter gerne Glückwünsche zu seinem Gewinn entgegen und er hat höchstselbst die königliche Hofkanzlei angewiesen, den Gewinner umgehend zu verständigen. Ob er das versprochene Brieflos auch persönlich übergeben kann, ist derzeit noch ungewiss, immerhin muss er den aktuellen Regierenden einmal zur Brust nehmen und ihn zum Stand dieses Informationsfreiheitsgesetzes befragen.

Weihnachten 2017

Weihnachten beginnt bei der Familie des Herzkönigs meist damit, dass die Großeltern nach Geschenkideen für den kleinen Prinzen nachfragen. Dies erfolgt rechtzeitig, gefühlt kurz nach den Hundstagen. Und so wurde die folgenden Wochen überlegt und überlegt, was denn Sinnvolles und Beständiges geschenkt werden könne. Man entschied sich schließlich für eine Musikmatte, bei der man am Boden mit den Füßen auf Klaviertasten spielen konnte. Das hat die königliche Familie in einem bestimmten Spielzeugkatalog gefunden, wodurch sich der Opa aufgefordert sah, sicherheitshalber nachzufragen, ob es dieses Spielzeug nur in Russland gäbe. Das Missverständnis mit dem Spielwarenvertreiber (es handelte sich nicht um „Toys Rus“, sondern um „Toys R Us“) klärte sich bald auf.

Nachdem die ersten Geschenkideen konkretisiert wurden, konnte sich die Herzkönigin dem Hausschmuck widmen. Der kleine Prinz bekam selbstverständlich einen gebastelten Adventskalender.

Am 23. holte der kleine Prinz mit seinen Eltern einen Christbaum, den Herzkönigin und Herzkönig nächtens noch ordentlich geschmückt und im Schlafzimmer versteckt haben. Dass es sich dabei um einen „Wandbaum“ gehandelt hat, sieht man in geschmückten Zustand fast nicht mehr. Die Entscheidung des nächtlichen Aufputzes stellte sich im Nachhinein als sehr weise heraus, schließlich zog es der kleine Prinz vor, am 24. kein Mittagsschlaferl zu halten. Das ursprünglich angedachte Zeitfenster fürs Baumschmücken wäre also hinfällig gewesen.

Nach der Kindermette ging das Geschenkeauspacken los. Der kleine Prinz stürmte auf das erste Packerl! Dieses stammte nicht einmal von der königlichen Familie, sondern von den Gegenübernachbarn. Es war zur Freude des kleinen Prinzen (und vermutlich auch des Hundes?!) ein Feuerwehrauto. Dem Hergott sei auch seitens des Herzkönigs vielmals gedankt, dass es nicht wieder ein Polizeiauto wurde! Da hätte er nicht mehr weiter darüber schreiben können, denn ihm wären langsam aber sicher die Polizeigeschichten ausgegangen…

Bei einem Feuerwehrauto konnten die Geschenke seiner Eltern dann aber nicht mehr mithalten. Die Herzkönigin hat ein Parkhaus für die Brioeisenbahn besorgt und der Herzkönig schenkte – und dafür wird er vermutlich Häme und Spott erhalten – das Geschenk vom Weltspartag – Bioblos-Steine. Diese haben allerdings nach kurzer Anlaufzeit sowohl das Interesse der Herzkönigin als auch des kleinen Prinzen geweckt und der kleine Prinz hat damit sogar einen Spielplatz nachgebaut.

Am nächsten Tag ging es zu Omiopa. Dort erhielt der kleine Prinz einen Toaster für seine Küche, die Musikmatte und ein Puzzle, mit den man auch ein erstes Gesellschaftsspiel spielen konnte. Zum Erstaunen der königlichen Familie – man hielt einen Zweieinhalbjährigen nicht für gesellschaftsspielfähig- war der kleine Prinz in erster Linie von dem Puzzle angetan (myfarm von Ludattica). Es geht darum, durch Würfeln von Farben seine Tierspielfigur als erster ins Ziel zu bringen. Der kleine Prinz gefiel sich besonders gut in seiner aufopferungsvollen Rolle – er würfelte mit besonderer Hingabe die Farbe Schwarz und damit musste er eine Runde aussetzen.

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Mit der Musikmatte, in die große Hoffnungen gesetzt wurden, spielte der kleine Prinz eher nicht. Vielleicht lag es daran, dass der kleine Prinz lieber mit echten Musikinstrumenten, die auch etwas mehr Lärm machen, herumspielt. Immerhin besteht das „Jugendzimmer“ des Herzkönigs bei den Großeltern aus einer Rumpelkammer (die Bibliothek) und einer Musikecke. Irgendwo dazwischen hatte schließlich auch noch ein Bett Platz. Allerdings mit einem Geschenk konnte der kleine Prinz seine musikalische Leidenschaft doch noch befriedigen. Omiopa haben gebastelt: eine großartig gelungene Krippe. Diese kann man einfach auf- und wieder wegbauen. Und der kleine Prinz wurde schließlich auch darin ertappt, als er mit Ochs und Esel auf den Fliesen klopfte – wie halt auf einem Schlagzeug. Ochs und Esel haben es hoffentlich verziehen.

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Wieder zurückgekehrt in der großen Stadt standen noch Besuche bei seinem besten Freund und den Cousinen an. Auch da warteten kleine Geschenke. Somit hat das Weihnachtsfest etwa eine Woche gedauert, was zur Folge hatte, dass der kleine Prinz bei jedem Christbaum „neue“ Geschenke für sich selbst vermutete. Allerdings, Freunden und der Verwandtschaft das Schenken zu untersagen, ist wohl auch keine Option. Und das Zusammensparen auf ein Großgeschenk vermutlich auch nicht. Das Hinterlegen aller Geschenke unter einem Christbaum würde zur logistischen Herausforderung. Aber wir haben jetzt wieder ein Jahr Zeit, uns das für das nächste Weihnachtsfest zu überlegen. Und die herzköniglichen Großeltern werden wieder rechtzeitig daran erinnern.

Mein „neues“ Handy – und wie komm ich zum „alten“ Klingelton?

Notgedrungen musste der Herzkönig einen dringenden Schnellkauf tätigen. Das alte Handy gab seinen Geist auf, und das justament in der Vorweihnachtszeit!

Alle gebunkerten Reserven – Kabel, Displays und vor allem Akkus – waren im Laufe der Jahre aufgebraucht. Der letzten wirklich „gute“ Akku hielt manchmal eine gewisse Zeit lang, meist machte er aber nach nur ein paar Minuten schlapp. In der Not versuchte der Herzkönig, sich im Internet schlau zu machen, welche aktuellen Handymodelle am freien Markt verfügbar sind. Und quälte sich mit der Frage: welches sollte es denn nun werden? Ziemlich sicher, so dachte der Herzkönig, sollte es diesmal ein richtiges Handy – also ein Smartphone sein. Zumindest einmal wollte er mit der Zeit gehen, um auch in der Straßenbahn herumwischen zu können. Und so legte ihm die dazu konsultierte technikaffine Herzkönigin nahe, könne ein solches Handy ein jedes Kind bedienen. Selbst der kleine Prinz kannte das Smartphone seiner Mama besser als, naja besser als der Herzkönig.

Allerdings, welches Smartphone sollte es werden? Der Herzkönig fand im Wald der Angebote keinen Baum mehr!  Und bei jedem Gerät fanden sich im Internet sowohl Jubelmeldungen, als auch kritische Berichte, die gelinde gesagt einer jeden Type den Schrottstatus attestierten. Schließlich erinnerte sich der Herzkönig an einen Bericht über ein Retro-Handy, das neu aufgelegt wurde, schlug blitzschnell zu und kaufte es! Innerhalb von Sekunden hätte es ja jemand anderer (ein anderer Handynotleidender) kaufen können und bei Retrohandy weiß man die produzierte Stückzahl nicht. Die kann man vermutlich an einer Hand abzählen.

Es wurde, wie das Bild unschwer erraten lässt, ein Nokia 3310. Die Farbe wurde von der Sockenfarbe des kleinen Prinzen maßgeblich mitbestimmt. Und der kleine Prinz half höchstselbst beim Paketauspacken professionell mit. Er ist – zumindest kann das der Herzkönig ohne zu zögern bestätigen – für das Auspacken der Weihnachtsgeschenke bestens gerüstet.

Nun, das Glück des Herzkönigs wurde durch ein paar lästige Kleinigkeiten getrübt. Einerseits stellte ihm das Übertragen der Kontaktdaten vor fast unüberwindbare Schwierigkeiten. Mit Hilfe der Herzkönigin und seines Adressbuches konnte er jedoch eine halbwegs passable Datenqualität wiederherstellen. Dann musste er noch eine Mini-Sim-Karte und eine Mini-SD-Karte kaufen, um überhaupt einsatzfähig zu werden. Der Kauf im Handyzubehörshop seines Vertrauens wurde zu einer vernichtenden Niederlage für den Herzkönig. Aber immerhin brachte er das gesamte Geschäft zum Lachen, als er strahlend das neu gekaufte Handy zückte und nach den fehlenden Zubehörteilen fragte.

Dann galt es noch den geliebten Klingelton zu übertragen. Für die Kenner braucht es zwar nicht näher erwähnt werden, dass es sich dabei um die Titelmelodie von Twin Peaks handelt. Für diese Melodie hat er immerhin vor Jahren zwei Euro bezahlt. Nun ließ ihn das alte Handy das Übertragen bzw. Kopieren via Bluetooth nicht zu. Die simple Begründung lautete: nicht möglich, daher darf das auch nicht sein.

Das wiederum weckte den juristischen Spürsinn des Herzkönigs, immerhin hatte er ja einmal von einer Privatkopie bzw. einem Recht auf eine solche Privatkopie gehört. Also fragte er bei seinem Handyanbieter (Drei) nach, wie er denn mit einem neuen Handy zum alten Klingelton käme. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten und war einmal sicherheitshalber ablehnend: „Klingeltöne können nur auf dem Handy genutzt werden, über das der Klingelton gekauft wurde.“ Diese Antwort hielt der Herzkönig für einen gewagten Blödsinn und hakte nach, also mit dem Urheberrecht. Im diesbezüglichen Gesetz heißt es nämlich im Paragraph 42, dass „Jede natürliche Person […] von einem Werk einzelne Vervielfältigungsstücke auf anderen als den in Abs. 1 genannten Trägern zum privaten Gebrauch und weder für unmittelbare noch mittelbare kommerzielle Zwecke herstellen [darf].“ Dem Handyanbieter bot der Herzkönig kulanterweise an, die erste Antwort unter diesen dargebrachten Gesichtspunkten zu überdenken.

Es passierte – wie kann es denn anders sein – nun lange Zeit nichts. Der Herzkönig wollte schon seine hofeigenen Winkeladvokaten zu sich zitieren, er selbst hatte schon seitenweise Formulierungen im Hirn und sah sich als Retter seines Volkes. Immerhin musste doch jeder Handybesitzer diese Probleme zumindest einmal gehabt haben: da gab es doch Zeiten (MTV-Zuseher erinnert euch!) von Klingelton-Abos wie Partybiene oder Crazyfrog von Jamba!

Doch dann wurde plötzlich und unerwartet ein Anruf des Handyanbieters in die Hofkanzlei durchgestellt. Man glaube dort nicht an ein rechtliches, sondern an ein technisches Problem – das man nicht bei sich, sondern natürlich beim Herzkönig vermutet hat. Aber, so der nette Herr am Telefon, man gebe „der Umstände wegen“ eine Gutschrift von 5 Euro. Der Herzkönig glaubt zwar selber nicht an die Begründung und das Zuschieben des Problems an die Technik, aber gottseidank ist das „Glauben“ eine Sache der Geistlichkeit und hat nichts mit den Aufgaben eines weltlichen Herzkönigs zu tun.

Immerhin gilt es nun, sich im Klingelton-Kauf-Universum zurecht zu finden und den richtigen wiederzufinden und auf das neue Handy zu bekommen. Für die Zwischenzeit ein Trost: https://www.youtube.com/watch?v=i7d0Lm_31BE

 

 

 

 

 

„Weihachten bei uns dahoam“

Auf ORF 3 ist über die TVthek ein Film von Wolfgang Niedermair zu sehen, bei dem auch der Herzkönig einen kleinen Beitrag geleistet hat. Das „Fernsehen“ war nämlich auf der Suche nach einem Landwirt aus dem Waldviertel, der über Weihnachten von anno dazumals erzählen konnte. Und wenn es um das gelobte Land – sprich das Waldviertel – geht, dann hat die gesamte königliche Familie mitgeholfen und nach vielen Absagen (vollkommen unverständlich für den Herzkönig, der schon in Sendungen wie Zeichnen, Malen, Formen brillierte oder 4 Hochzeiten… ach lassen wir das besser) eine Zusage bekommen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und den Film gibts in der TVthek. Infos dazu noch unter: http://tv.orf.at/orf3/stories/2882794/

PS: gerührt war der Herzkönig förmlich, als er lesen konnte, dass er namentlich im Nachspann des Films erwähnt wurde. Das hätte er nicht gedacht, hatte er immer noch das letzte ORF-Erlebnis in der hinterköpflichen Erinnerung.

 

Weihnachtsvorfreude

Jedes Mal wenn die königliche Familie ihre Verwandtschaft – mit den Worten des kleinen Prinzen „Waldviertel-Omi-Opa“ – besucht, packt den Herzkönig schon während der Autofahrt eine unaussprechliche Vorfreude.

Dort angelangt führt ihn einer der ersten Wege in den lange Jahre unbeachteten Dachboden. Denn dort lagern nämlich die Schätze seiner eigenen herzköniglichen Jugend. Lange Zeit waren diese in Kisten gelagert, mehr oder weniger fein säuberlich sortiert nach Autos, Duplo, Lego, Techniklego, Playmobil und Diverses, aber allesamt unbeachtet. Doch jetzt hat der Herzkönig wieder einen Grund, dort zu stöbern und mit den Funden auch zu spielen!

Der Grund heißt kleiner Prinz und bei jedem Besuch im Dachboden nimmt der Herzkönig natürlich dem kleinen Prinzen etwas mit. Nicht nur für den kleinen Prinzen, sondern auch für den Herzkönig ist dieser Moment so etwas wie Weihnachten und Ostern zusammen. Mit den entdeckten Kostbarkeiten kann er Erinnerungen wieder auffrischen.

Seit geraumer Zeit quälte den Herzkönig ein Gedanke. Ob der vielen Polizeiautos des kleinen Prinzen (siehe beispielsweise den Beitrag über die kleinen Sünden) stellte sich der Herzkönig nämlich die Frage, ob diese Polizeiautosammelsehnsucht genetisch bedingt sei und er selbst in Kindestagen Polizeiautos besessen hat. Das hätte seine anarchistische Ader – jawohl auch ein Herzkönig hat eine solche Ader – gehörig durcheinander gebracht.

Das Durchwühlen der Spielzeugkisten konnte aber den Herzkönig beruhigen. Es fand sich kein einziges Polizeiauto, hingegen fanden sich ausschließlich Feuerwehrautos, drei an der Zahl!

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Der Leser dieser Zeilen darf an dieser Stelle mitraten: welches Feuerwehrauto stammt aus Westdeutschland, welches aus England und welches aus Frankreich. Bzw. welches ist von Majorette, welches von Siku und welches von Matchbox? Hilfestellungen gibt die herzkönigliche Amtskanzlei zu den festgesetzten Amtszeiten unter jessasnablog@gmail.com.

Der königliche Adventkalender – nur für den Herzkönig!

Der Herzkönig bekommt in diesem Jahr einen eigenen Adventkalender. Er muss zugeben, es war nicht seine Idee, dass er diesen selbst bekommen soll. Aber der Reihe nach.

Die Herzkönigin liebt es nämlich, zu basteln (neben zu erneuern, zu bauen, herum zu räumen, wieder zurück zu räumen … – den aufmerksamen Leserinnen und Lesern wird dies nicht entgangen sein). Im Advent hat es daher neben der obligatorischen Beschmückung auch einen Adventkalender für den kleinen Prinzen zu geben. Mit großer Freude und Hingabe hat sie für jeden Tag ein kleines Geschenk ausgesucht und zu einem Kalender verwoben.

Das brachte den Herzkönig auf die glorreiche Idee, auch einen Kalender – als kleine Aufmerksamkeit – für seine Herzkönigin zu basteln. Sogleich ging er ans Werk und besorgte die ersten Kleinigkeiten. Die Freude ist ja bekanntlich nur halb so groß, wenn man sie nicht mitteilen kann. Und so kam es, dass der Herzkönig seiner Herzkönigin den Plan eines Adventkalenders verriet. Es kam wie es kommen musste, die Herzkönigin entschied: „ich brauch‘ keinen Adventkalender!!!“

Zerknirscht kehrte der Herzkönig in sich und überlegte was er jetzt tun sollte, immerhin hatte er damals schon für einige Tage eine Überraschung! Und so beschloss er kurzerhand das einmal begonnene Unterfangen weiterzuführen und sich selbst eine Freude zu machen mit einem königlichen Adventkalender.

Nun um auch selber tatsächlich eine Freude mit Überraschungen zu haben, hat der Herzkönig in einen alten Spielzeugadventkalender jeden Tag ein Brieflos, einen Lottoschein oder das eine oder andere Rubbellos eingepackt. Als alter gewiefter Experte für alles weiß der Herzkönig, dass er das Risiko möglichst streuen muss – und so irrte er durch halb Wien, um an der einen Trafik einen Quicktipp zu erwerben, in einer anderen ein Brieflos.

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Für jeden Tag gibt es also für den Herzkönig (und nur für den Herzkönig, das sei an dieser Stelle der allenfalls mitlesenden Herzkönigin ausgerichtet 😉 ) eine Überraschung mit der Aussicht auf einen satten Gewinn.

Nun möchte der Herzkönig seine hoffentlich große Freude auch mit den Leserinnen und Lesern seines Blogs teilen. Wer also bis 24. Dezember 2017, 23:59, eine E-Mail an jessasnablog@gmail.com schickt und seine Gewinnschätzung (Summe, der an den 24 Tagen gewonnenen Beträge) abgibt – die sich also zwischen 0 Euro und vermutlich mehreren Millionen Euro – bewegen kann, nimmt an der Verlosung eines Briefloses teil. Derjenige, der dem Gesamtbetrag der Gewinne am nächsten kommt, gewinnt. Zu Brieflosen hat ja der Herzkönig ein besonderes Verhältnis, hat er doch einmal in ganz jungen Jahren am Telefon abgehoben und mit Peter Rapp gesprochen. Details, wo sich die Herzkönig-Mutter in diesem Moment befunden hat, werden hier nicht genannt. Soviel sei verraten, dadurch, dass der Herzkönig damals gerne mit Rittern gespielt hat, hat sich seine Mutter beim Ratespiel für Ritter entschieden und einen Gutschein für Sportartikel gewonnen, der der Familie und den Kindern Fahrräder, einen Tischtennistisch und einiges mehr bescherte.

PS: die königliche Leibwache bewacht den Adventkalender. Mitglieder der königlichen Familie sind vom Gewinnspiel ausgeschlossen. Bürokolleginnen bekommen keine Insiderinformationen vorab. Bestechung ist immer gut, aber zwecklos. Der Rechtsweg ist natürlich – wie alles andere – ausgeschlossen. Der Herzkönig kann als königliche Person auch keine Haftung übernehmen, führt über das Gewinnspiel keine weitere Korrespondenz, garantiert Verschwiegenheit und führt die Gewinnerermittlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit (die hat ja nämlich auch keinen Zugang zu den königlichen Gemäuern) durch.

 

 

Was wird das?

Der kleine Prinz wächst und wächst, und irgendwie passt er grad noch in sein Kinderbett hinein. Bevor man ihn aber zum Schlafenlegen vorab heiß baden muss, damit er eingeht, haben die Herzkönigin und der Herzkönig beschlossen, ein neues Bett zu besorgen. Die Entscheidung fiel schwer, gab es doch tatsächlich auch Betten, die aussahen, wie Feuerwehrautos. Letztendlich entschied man sich für ein schlichtes Exemplar. Das Bett wurde prompt geliefert, es war auch nur ein Teil kaputt, aber die Bauanleitung fehlte.

Dies wurde nachgeliefert. Der Herzkönig war vorab höchst beglückt, hatte das ganze doch Platz auf nur einer Seite. Er erinnerte sich an IKEA-Bauanleitungen, die ihm noch heute den Angstschweiß durch die Poren drücken lassen. Die ersten Bilder der Bauanleitung (man brauche 2 Männer und einen Schraubenzieher) hat der Herzkönig auch noch verstanden. Stillschweigend hat er ein Männlein durch die Herzkönigin ausgetauscht.

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Nun, wer von den geschätzten Lesern des Blogs nun sagen kann, welche Schraube wohin gehört, der darf weiterlesen. Jedenfalls ist der Herzkönig am Schraubenproblem verzweifelt. Dankenswerterweise hat die Herzkönigin die Nerven behalten und (vermutlich) mit Hausverstand die richtige Schraube dem richtigen Loch zugeordnet. Sogar der kleine Prinz hat schließlich mitgeholfen und mit einer Bosch ixo – sein neuestes liebstes Spielzeug – Schrauben rein und auch wieder rausgedreht. Dennoch oder grad deswegen ist das Ganze auch noch etwas geworden! Voilà!

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Buchpräsentation Stratzinger Heimatbuch

 

Der Herzkönig hat am Gelingen eines Heimatbuches der Marktgemeinde Stratzing beitragen können. Er verfasste den zeitgeschichtlichen Zeitraum ab 1950, der vor allem durch die unglückliche Gemeindezusammenlegung 1971 und die daraufhin erfolgte Trennung 1993 überregional Bedeutung erlangte.

Sonst gibt es neben dem Fund der Fanny und dem örtlichen Wein – einer wird sogar bei Staatsempfängen des Bundespräsidenten ausgeschenkt – noch allerhand zu erzählen.  Vielleicht auch etwas, das im Nachinein amüsiert. Laut Gendarmeriechronik wurde ein Ehepaar 1971 mit den Worten „He, Überfall! Das Geld her, oder es passiert etwas“ bedroht. Da den Überfallenen nicht ganz klar war, was mit „passiert etwas“ gemeint war, haben sie die Flucht ergriffen und sind entkommen. Die verduzten Täter gelang eine solche Flucht jedoch nicht…

Dann hat es 1994 eine Stratzinger „Biagainitiativn“ gegeben, die sich in schönster Mundart mit einem Antrag zu Wort meldete, als die örtliche Kläranlage nicht funktioniert hat: „Es sicht se dahea de provisorische Stratzinga Gmoavawoitung dringend vaaunloßt im Stratzinga Gmoawoid, zwoa, je 25 m longe Latrinen […] unta Aufsicht anes öatlichen Blaumastas zu errichten.“ Ob die Latrinen tatsächlich errichtet wurden, konnte der Herzkönig im Rahmen seiner Recherchen nicht mehr feststellen.

Das „neu installierte“ Parkbankerl

Der Herzkönig eilte wieder einmal von der Arbeit zum Kindergarten, um den kleinen Prinzen abzuholen. Da er diesmal wirklich schnell war, hatte er noch etwas Zeit und versuchte diese paar ruhigen Minuten auf einem Parkbankerl zu verbringen.

Allerdings, das nächstbeste Parkbankerl war zwar nicht besetzt, aber doch nicht zu benützen.

parkbankFrüher wurden Parkbankerl ja alle heiligen Zeiten einmal „frisch gestrichen“, heutzutage werden diese gleich „neu installiert“. Dass das Ersetzen eines Sitzbrettls schon als „Installation“ bezeichnet werden darf, wagt der Herzkönig allerdings zu bezweifeln. Da muss mehr dahinter stehen – ist so ein Parkbankerl vielleicht gar eine neuartige Kunstinstallation im öffentlichen Raum? Und somit gar nicht mehr zum Sitzen gedacht, sondern nur mehr zum Anschauen? Oder hat das „Installieren“ mit unserem digitalen Zeitalter zu tun! Das wird es sein, vielleicht Parkbank mit WLAN oder mit integriertem Bildschirm als mobiler Computerarbeitsplatz (Arbeit 4.0)?

Wobei, optisch gleicht so ein behäbiges Parkbankerl doch eher einem Gehäuse eines Großrechners aus vergangenen Zeiten, auf dem man maximal Wurm oder Tetris spielen konnte. Um diese Spielbereitschaft herzustellen, so schlussfolgerte der Herzkönig, müsse man auf diesem Parkbankerl ein Betriebssystem installieren. Jetzt ist es klar, das will uns dieser Zettel sagen, denn schließlich darf man während der Installation eines neuen Betriebssystems den Rechner weder abdrehen noch irgendeine Taste drücken. Vermutlich darf man sich auch nicht draufsetzen.  Welches System auf diesem Bankerl gerade installiert werde, stand auf dem Hinweiszettel nicht. Vermuten würde der Herzkönig eine ältere MS-DOS-Version. Für neuere Windows oder MacOS-Versionen hat das Parkbanker vermutlich zu wenig Speicherplatz.  Da stellt sich auch gleich ein Umrechnungsproblem: wie viel Megabyte Speicherplatz hat eine Parkbank, die für 3-4 Personen konzipiert ist? Mittlerweile wurde der Zettel entfernt und das Parkbankerl ist zur Benutzung freigegeben. Bis … , ja bis halt das nächste Update folgt.