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Kunst oder Krempel

Die gleichnamige Fernsehserie muss als Titel für den folgenden Beitrag genannt werden. Dem Herzkönig fiel auf dem alltäglichen Weg, den er mit dem kleinen Prinzen in Richtung Kindergarten bestreitet, einmal gar nichts auf. Erst als die Herzkönigin ihn darauf aufmerksam machte, dass in einem schon lange Jahre leer stehenden Gebäude (dem ehemaligen Haus der Barmherzigkeit) vermutlich moderne Kunst installiert worden sei, begab sich der Herzkönig mit richtig eingestellter Brille dorthin.

Und siehe da, es dürfte sich nach erster Einschätzung des Herzkönigs tatsächlich um Kunst im öffentlichen Raum handeln. SONY DSC

Ob in den Schuhen noch der Künstler persönlich gestanden ist, entzieht sich jedoch leider seiner Kenntnis. Auch die folgenden Installationen geben Rätsel auf…

SONY DSC… und bieten genügend Spielraum für kunsthistorische Interpretationen.

Der Herzkönig wird jedenfalls unverzüglich den hofeigenen kunsthistorischen Dienst hinzuziehen, da er hier laienhaft wie immer, Großes vermutet.

Ob hier tatsächlich ein Christo am Werk war, kann der Herzkönig daher nur vermuten.

Möglicherweise war es aber auch nicht Kunst, sondern einfach nur Pfusch am Bau. Aber das wird die kunsthistorische Expertise der hofeigenen kunsthistorischen Kommission zeigen. Mit ersten Ergebnissen der honorigen Herren wird frühestens Ende des Jahres gerechnet.

 

OMG – bloody chicken!

Am Sonntag begab sich die herzkönigliche Familie wieder auf Wanderschaft. Ursprünglich sollten die königlichen Wildtiere im Schönbrunner Zoo begutachtet werden; aufgrund des Gewusels auf der Straße (Wienmarathon) suchte man ein Ersatzziel.

Da die Drahtseilbahn auf die Sophienalpe nicht mehr existierte, und somit ein Aufstieg mitsamt des kleinen Prinzen als Ding der Unmöglichkeit angesehen wurde, erfolgte ein kleiner Aufstieg zur Rieglerhütte. Dort angekommen versuchte man zu einer kleinen Stärkung zu gelangen, was aufgrund des Ansturms an Wanderern einige Zeit brauchte. Als dann endlich das Backhenderl abholbereit war, stürmte der Herzkönig zur Theke. Etwas liebevoll auf ein paar Pommes lagen ein paar Hendlstücke; auf den Salat hat man vorerst vergessen, auf Anweisung des Herzkönigs diesen dann doch gereicht. Der Herzkönig dachte in diesem Moment, er hätte sich vielleicht als Herzkönig zu erkennen geben sollen, blieb aber dann doch noch inkognito.

Der kleine Prinz begnügte sich mit Pommes und so kam der Herzkönig in den Genuss des Backhendl. Doch mit dem ersten Biss verging einem der Appetit. Das Backhenderl war irgendetwas zwischen bleu und medium rare – wenn es halt ein Steak gewesen wäre. Ein bluttriefendes Henderl war aber nicht so nach seinem Geschmack. Also wieder zurück zur Theke und die Herren vom Grill haben das Gericht (inklusive dem bereits angebissenen Hendl) gleich noch einmal in die Fritteuse geworfen und dem perplexen Herzkönig auf einem neuen Teller gereicht. Schnell zurück zum Tisch, denn der kleine Prinz wurde ohne Pommes unleidlich und die nochmals frittierten Pommes trugen nur unwesentlich zur Besserung bei. Der Herzkönig knabberte an seinem bekannten Hendlstück und entdeckte zwar weitere Blutspuren, aß es aber dann doch. Als  er das zweite Stück zu sich nahm und immer noch Bluttropfen auf seine Finger tropften, nahm sich die Herzkönigin ein Herz und informierte das Personal. Auch sie behielt die Kontenance und gab sich nicht als Mitglied der königlichen Familie zu erkennen, sondern sie bat, der Küche dieses hoffentlich einmalige Missgeschick mitzuteilen. Ob dies geschah, kann an dieser Stelle mangels Rückmeldung nicht wiedergegeben werden.

Am Nachhauseweg hatte der Herzkönig weiterhin einen flauen Magen, aber einige Songs im Ohr , die er fröhlich vor sich hin summte (von bloody sunday, bloody roots hin zu bloody Mary).

 

Neuerscheinungen: Zeitschrift „Das Waldviertel“ und Jahrbuch des Vereins für Landeskunde

Es ist mit 192 Seiten das umfangreichste Heft in der Geschichte der Zeitschrift, das der Herzkönig in seiner Eigenschaft als Redaktionsleiter vorlegen konnte. Und dieses Heft Nr. 1/2018 widmet sich der Horner Stadtgeschichte. Mehr dazu unter: www.daswaldviertel.at

Als Mitherausgeber war er auch für den jüngst erschienenen Band 83 des Jahrbuches des Vereins für Landeskunde von NÖ mitverantwortlich. Mehr dazu unter: http://www.noe.gv.at/noe/LandeskundlicheForschung/Verein_Landeskunde.htm

 

Wundersame Dinge: die Zeit

Den Reigen der wundersamen Dinge läutete ein Ereignis ein, das mit der Zeit zu tun hat. Es handelt sich jetzt nicht um die einfach Zeitumstellung, die einen zweimal im Jahr aus der Bahn wirft, und darüber schon mehr als 100 Jahre lamentiert wird. Exkurs aus der herzköniglichen Diplomarbeit: der Pfarrer von Jagenbach hat 1916 beklagt, dass durch die Einführung der Sommerzeit das zu spät kommen überhand nimmt und er vermutlich allein in der Kirche stand. Aber das nur nebenbei – im aktuellen Fall geht es um eine subtilere Variante des Zeitnehmens.

Eines Tages in der Früh zeigte die Uhr am E-Herd in der Küche nicht mehr die korrekte Zeit an, sondern zeigte 6-7 Minuten früher an als es war. Das ungeheuerliche daran: der Herd tat dies selbstständig und aus Eigeninitiative und ohne das Zutun der königlichen Familie!

Da wähnte man sich nach dem Aufstehen in vermeintlicher Sicherheit, bis man dann merkte, dass man es eigentlich schon eilig haben musste. Mehr als fünf Minuten in der Früh zu verlieren bringt die bestgeordnetste Familie in die Bredouile. Und so hieß es dann stakkatoartik: anziehen, essen, Lulu, Jause, Zähneputzen und … Gacki soll der kleine Prinz bitteschön im Kindergarten machen, das geht sich jetzt beim besten Willen nicht mehr aus. Nach dem ersten Schock hat die königliche Familie den hofeigenen Zeithasen herbeieilen lassen und die Uhr wieder richtig gestellt.

Es dauerte nicht lange und der nächste Schock folgte: eines Morgens wähnte man sich wieder in der Sicherheit des rechtzeitigen Aufstehens und wurde beim Anblick der Uhr am E-Herd in der Küche wieder vollkommen aus der Bahn geworfen. Die Zeit zeigte plötzlich 6-7 Minuten später an?

Der Herzkönig darf im Namen der Herzkönigin Folgendes verlautbaren: der Saboteur wird einen Kopf kürzer gemacht. Da der Herzkönig allerdings nicht an menschliches Versagen glaubt, sondern – vermutlich nach zu intensiven Akte-X-Konsums in der Jugend – an übersinnliche Phänomene. Er wird daher zu allererst den hofeigenen Geheimdienst konsultiere und dann – sofern wieder alles top secret – vielleicht doch einen Expertenrat der Weisen aus dem Morgenland einberufen.

Aufzüge sind auch nicht mehr das was sie einmal waren

Der Herzkönig hat am Wochenende einige Besuche mit der königlichen Familie absolviert. Dabei stieß er auf ein Phänomen, dass ihm bei allen Liften irgendwie mulmig wurde. Allen gemeinsam war nämlich, dass beim Lifteingang ein Zettel mit guten Ratschlägen für allfällige Notfälle angebracht war:

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Der Herzkönig bestieg diesen Lift durchaus wagemutig, denn er hat sich nicht vorab informiert, ob denn in diesem Haus überhaupt noch ein Hausbesorger tätig ist oder dieser vor 20 Jahren in Pension ging… Aber egal, die Schlusszeile stimmte ihn positiv – es kann ja nichts passieren – und so stieg er mitsamt der königlichen Familie ein.

Etwas später, ein anderes Haus, ein anderer Lift und auch hier war es nicht sicher, ob der Lift denn in Ordnung ist, denn gleich am Eingang wurde auf die Möglichkeit einer Störung hingewiesen. Aber auch hier forderte der Herzkönig sein Glück heraus.

 

Zukünftig wird der Herzkönig darüber nachdenken, ob er die amtierende Regierung damit beauftragen wird, wieder über den verpflichtenden Einbau von Paternosteraufzügen zu beratschlagen.


Der Frühling kommt…

Ein bisschen Sonne und schon treibts die herzkönigliche Familie auf den Spielplatz, nicht nur die, auch die ersten Blüten ragen in die Höhe. Juhu.

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Änderungen im herzköniglichen Polizeiaufgebot

Nach erneuten Wickl mit dem aktuellen Innenminister, hat der Herzkönig mit Wirksamkeit vom 1. April beschlossen, ihn zu entlassen. Die Gründe braucht er hier gar nicht darzulegen, die sind eher philosophischer Natur.

Als Nachfolger des entlassenen Innenministers wurden dem Herzkönig gleich zwei Kandidaten präsentiert. Da er sich nun nicht entscheiden konnte, welcher von beiden kompetenter war, gab er beiden seinen Segen.

SONY DSCDie beiden neuen Innenminister Humpi und Dumpi haben ein Prestigeprojekt ihres Vorgängers weitergeführt, nämlich den Einsatz von Pferden bei der Polizei.

Es kam alsbald zu ersten Aufnahmeverfahren. Und, der Herzkönig war baff, alle wollten zur berittenen Polizei, sogar die von der Motorad-Truppe! Neben Streifenpolizisten hat sich auch ein etwas älteres Modell, vermutlich einer von der Post, für den Job beworben. Ein weiterer Bewerber konnte auch ohne Leumundszeugnis seine Vergangenheit nicht verbergen. Unschwer an der Hand zu erkennen – der kleine Prinz hat diese treffend als „Abschlepphand“ bezeichnet – wurde dieser ehemalige Pirat natürlich nicht zum herzköniglichen Pferdepolizeidienst zugelassen.

Es kam wie es kommen musste, alle saßen fest im Sattel und die Verbrecher, die es auch im herzköniglichen Hofstaat gibt, hatten es auf das letzte verbliebene und noch nicht verschrottete Polizeifahrzeug abgesehen. Die berittene Polizei nahm natürlich sofort die Verfolgung auf, aber sie hatten keine Chance.

Das einzig noch verbliebene Polizeiauto wurde von einem Verbrecher gestohlen. Die Pferdepolizisten versuchten ihr bestes, allerdings da sie auch keine Waffen mithatten, nutzte auch der Wurf des Schuhwerk nichts. Diese Waffe hatte allerdings nur der etwas ältere Postler, auf die neuen Figuren passte nämlich kein altes Schuhwerk mehr.

Gottseidank war der Herzkönig ein paar Tage später im gelobten Land (sprich im Waldviertel) und somit im Dachboden der kleinprinzischen Großeltern. In einer großen Wühlkiste voller Lego und mithilfe einer alten Bauanleitung baute er ein neues Auto zusammen. Dass dies einige Stunden dauerte und mehrere Phasen tiefster Depression beinhaltete, braucht hier nicht näher ausgeführt werden. Die Herzkönigin ist jedenfalls zwischenzeitlich nebenan – trotz der Geräuschkulisse die ein in einer Legokiste herumwühlender Herzkönig eben so produziert – friedlich eingeschlafen.

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Der kleine Prinz hat das Auto sofort als neues Polizeiauto tituliert, das entsprechend dem Zeitgeist auch mit Video- und Satellitenüberwachung ausgestattet ist. Nachdem dies also gutgeheißen wurde, hat der Herzkönig das neue Einsatzfahrzeug der dezimierten Polizei zur Verfügung gestellt und hofft auf weitere Waldviertel-Aufenthalte, um die Einsatzfähigkeit durch weitere Fahrzeuge wieder herstellen zu können.

Frohe Ostern!

Es ist wieder an der Zeit eine Kiste (die von Weihnachten) gegen eine andere (die von Ostern) einzutauschen. Gesagt, getan und schon kam die Herzkönigin nicht umhin, einen entsprechenden österlichen Tischschmuck zu gestalten.

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Auch der kleine Prinz hat zu diesem Gesamtkunstwerk beigetragen, wer die kleinprinzischen Eier nicht auf Anhieb erkennt, dem seien sie hier vergrößert dargestellt. Der Kunstkenner unter den Lesern dieses Blogs wird mit Sicherheit auch das Jahr und den Ort der Entstehung erkennen können, vermutlich auch ob ein Rechts- oder Linkshänder am Werk war. Der Einfachheit sei hier nur die Frage nach dem Entstehungsjahr gestellt, zur Wahl stehen: fast 2 Jahre alt (Kindergarten), fast 3 Jahre alt (Kindergarten) und fast 3 Jahre alt (Heimarbeit).

An Materialien der Heimarbeit wurden verwendet: Plastik-Eier, Wasserfarben, danach Fixierspray in Matt, Löcher gebohrt, Bänder durchgezogen und rauf auf den „Palmkatzerlstrauch“.

 

Wer arbeitet da spätnachts – Teil 3!!!

Eines Abends wollte der Herzkönig mit seiner Herzkönigin einen entspannten Abend auf der Couch verbringen. Doch weder das Angebot, einen Film nach Wahl der Herzkönigin zu sehen, noch das hochheilige Doppelversprechen (nicht einzuschlafen und nicht schnarchen) konnten die Herzkönigin zum abendlichen Entspannen überreden. Nein, sie hätte was zu tun, hieß es. Dann tat sie was sie tun musste, Kenner der Szene nennen es Basteln.

Der Herzkönig widmete sich dann schließlich interessanten TV-Dokumentationen über den Kalten Krieg, die DDR, Whale Wars und schaute in Werbeunterbrechungen – wie es sich für einen Ehemann gehört – immer wieder nach der Herzkönigin. Was er sah, irritierte ihn zutiefst.

Die Herzkönigin bastelte Buchstaben?! Nun, dachte der Herzkönig, die Herzkönigin würde doch nicht im Ernst schon Buchstaben für den kleinen Prinzen basteln? Das Angel-Spiel fand er großartig. Aber Buchstaben, für einen fast Dreijährigen? Frühförderung ist schon gut, aber was fängt ein Kleinkind mit Buchstaben an? Der Herzkönig wollte schon zu einem Vortrag über Förderung der motorischen Fähigkeiten, insbesondere im Ballspiel für die Talentscouts des FC Barcelona, ansetzen, da war die Werbepause auch schon vorbei.

Am nächsten Tag – seinem freien Tag – brachte er den kleinen Prinzen zum Kindergarten und blieb beim Heimkommen fast an einer über die Tür gespannten Kette mit allerlei Buchstaben hängen.

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Das war also die Bastelei, die Herzkönigin hat die ganze Nacht Buchstaben ausgeschnitten und zusammengeklebt, um ihren Herzkönig an das 10-Jahre-Kennenlern-Jubiläum zu erinnern. Dass sich die Herzkönigin vor genau 10 Jahren dem noch in den wilden Zwanzigern steckenden Herzkönig angenommen hat und bis heute ausgehalten hat ist ja fast nicht zu glauben. Der Herzkönig wird seine innige Freude durch die herzkönigliche Amtskanzlei an die Öffentlichkeit tragen und auch seine Herzkönigin nicht unbedankt im Regen stehen lassen. Die Amtskanzlei werde prüfen, welche Titel die Herzkönigin noch nicht besitzt – etwa Infantin oder Großwojwodin: aber vielleicht braucht es gar keine so aufgemotzten Titel und der Herzkönig ernennt seine Herzkönigin einfach zum Hasi auf Lebenszeit!

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Zeitgeschichte update: Schwerpunkt 1938

In seiner neuen Funktion als „Professor“ und dem damit verbundenen bildungswissenschaftlichen Auftrag weist der Herzkönig auf folgende zeitgeschichtlichen Veranstaltungen hin:
  • Die „ZEITUHR 1938“ bietet eine 24-Stunden-Multimedia-Rekonstruktion der Machtergreifung des Nationalsozialismus in Österreich bietet
    › am Ballhausplatz: Projektion am Bundeskanzleramt / 11. März 2018, 18:00 Uhr bis 12. März 2018, 3:00 Uhr
    › im Internet: zeituhr1938.at / 11. März 2018, 18:00 Uhr bis 12. März 2018, 18:00 Uhr
  • Der ORF zeigt 38 Kurz-Spots, die in der Verbindung von Original-Zitaten aus den Tagen rund um den Anschluss 1938 stehen: http://extra.orf.at/1938-zeitzeugnisse
  • Darüber hinaus gibt es einen zeitgeschichtlichen „Menschen & Mächte“ – Echtzeit-Schwerpunkt: http://tv.orf.at/highlights/programmschwerpunkt/1938_der_anschluss100.html
  • Von 12. – 13. März 2018 findet die internationale Tagung
    „Anschluss“ im März 1938: Nachwirkungen auf die Medizin und Gesellschaft
    im Van Swieten Saal der MedUni Wien statt. Nähere Informationen unter: www.meduniwien.ac.at
  • Am 13. März findet um 18 Uhr die Eröffnung der Ausstellung „Die Wiener Medizinische Fakultät 1938 bis 1945“ statt: www.josephinum.ac.at
  • An der Uni Wien wird zwischen 5. und 7. April 2018 der „Österreichische Zeitgeschichtetag 2018“ (ZGT18) ausgerichtet. Das Motto der ZGT18 lautet „Geschichte wird gemacht“. Herzstück der Tagung sind 44 Panels mit über 150 Vorträgen, die Einblicke in aktuelle Debatten geben und Orte offener Diskussionskultur sein sollen. Drei Ausstellungen, zwei Podiumsdiskussionen, ein Festvortrag und ein Kabarettabend mit Florian Scheuba im Audimax der Universität Wien stellen weitere Highlights der Veranstaltung dar. Informationen: Tagungshomepage.