Die Top 10 Ausreden des kleinen Prinzen

Der Herzkönig ist immer wieder erstaunt, mit welchen Ausreden der kleine Prinz Bitten der königlichen Eltern abschmettert. Die Fragen lauten von frische Windel, Schuhe anziehen bis Kindergarten gehen. Die Top 10 seien hier angeführt:

 

10: „mag nicht!“

9: Der kleine Prinz tut so als ob er nichts hört.

8: Auf Nachfrage der Herzkönigin „Hörst Du mir überhaupt zu?“ folgt ein promptes kleinprinzisches „Nein!“

7: Das „Nein“ kann auch in verschiedenen Variationen gesungen werden „Neeeiiiiiin!“

6: „gleich!“

5: Der kleine Prinz beschäftigt sich plötzlich selbstständig mit seinen eigenen Spielsachen.

4: Der kleine Prinz antwortet mit einem Gegenvorschlag „mag Fernschaun!“ Als Alternative kommt „mag Schokolade!“

3: „morgen!“

2: Der kleine Prinz antwortet in einer eigenen Sprache „Gobldidi do magadubabadu?“

1: „im Sommer!“

 

In diesem Sinn hofft der Herzkönig auf baldige Sonnenstrahlen!

 

 

Ein Denkmal für die ganz ganz schlimmen Schüler?

Heute begab sich der Herzkönig wieder einmal auf Reisen und verließ für einen Nachmittag die Haupt- und Residenzstadt Wien. Wohlwissend ließ er auch den königlichen Fuhrpark in der Garage und nahm stattdessen inkognito die öffentlichen Verkehrsmittel und die Bahn. Der Grund der Reise ist eigentlich nicht nennenswert, der Vollständigkeit und des Eigenlobes halber sei angemerkt, dass der Herzkönig in den Ausschuss des Vereins für Landeskunde von NÖ gewählt wurde. Dieser 1864 gegründete Verein ist eine der ältesten wissenschaftlichen Gesellschaften Österreichs. Aber das nur nebenbei.

Jedenfalls hat das Bahnfahren einen Vor- und einen Nachteil. Der Vorteil: man hat Zeit zum Lesen oder fürs in die Luft schauen. Der Nachteil: man kommt entweder viel zu früh an, oder gerade pünktlich was dann meistens wieder zu spät ist (weil halt die Bahnverbindungen bislang noch nicht mit den herzköniglichen Terminen synchronisiert wurden). Der Herzkönig entschied sich für die sichere Variante und kam viel zu früh an. Um die Zeit vergehen zu lassen, nutzte er diese gefühlte Stunde noch für einen Spaziergang, da entdeckte er an folgendes Monument.

Diese an eine Wand blickenden Köpfe erinnerten den Herzkönig sogleich an seine eigene Schulzeit. Die Pausen in der Volksschule verbrachte er in regelmäßigen Abständen am Gang, mit dem Kopf gegen die Wand schauend. An manchen Tagen verbrachte gefühlsmäßig die gesamte männliche Schuljugend die großen Pausen in dieser Blickrichtung. Die Volksschule hatte ja einen entsprechend langen Gang. Im Unterricht selbst hatten es die Lehrerinnen etwas schwieriger, denn da standen ja nur vier Ecken für maximal vier Rabauken zur Verfügung.  Somit war das an der Wand stehen im Unterricht nicht so statisch wie das in der Pause, es folgte nämlich einem gewissen Rotationsprinzip. Wenn der Herzkönig in dieser Volksschulzeit etwas gelernt hat, dann die Kunst der Diplomatie. Anders ausgedrückt ließ er sich ab der Hauptschule nicht mehr so leicht erwischen.

Langer Rede kurzer Sinn und damit auch zur Frage des Tages: in welcher Stadt und wo befindet sich denn dieses – vermutlich allen schlimmen Schülern wie mir – gewidmetes Denkmal? Zu gewinnen gibt es die Antwort, die höchstselbst von der königlichen Amtskanzlei (jessasnablog@gmail.com) gegeben wird.

 

…noch schnell einen Schneemann gebaut!

Das Wochenende nutzte die königliche Familie, um in das tiefste Waldviertel zu OmiOpa zu fahren. Dort sollte es ja noch Schnee geben, zumindest war das früher, als auch noch alles besser war, noch so. Man hatte Glück und konnte am Vormittag (ohne den kleinen Prinzen) noch Langlaufen. Am Nachmittag begann schon das angesagte Tauwetter, allerdings waren das gerade ideale Schneeverhältnisse, um einen Schneemann zu bauen!

Der Herzkönig schlüpfte in Windeseile in sein bestes Wintergewand, einen modischen Einteiler, der ihm schon immer Spott und Hohn der Herzkönigin eingebracht hat. Aber er hat ihm auch dankbare Blicke von Kindern eingebracht, die auf den Skipisten in diesen nicht immer ganz modischen Einteilern unterwegs waren.

Aber der Herzkönig hat dieses Teil bei jeder sich bietenden Gelegenheit im Winter getragen, denn alles was einmal uralt ist, wird wieder „Retro“ und dann auch gleich einmal wieder „in“. Und tatsächlich, selbst dem kleinen Prinzen wurde von der Herzkönigin ein modischer Einteiler gekauft, und der hat auch noch einen flotten Namen: „Onesies“ heißen diese Teile. schneemann_onci

Also haben sich der kleine Prinz und der Herzkönig in Schale bzw. in ihre Onesies geworfen und mit den Bauarbeiten begonnen. Der erste Versuch scheiterte noch kläglich. Der Herzkönig versuchte, aus höheren Lagen eine Schneekugel ins Tal zu rollen, um einen mächtigen, herzköniglichen Schneemann bauen zu können. Doch diese riesengroße Schneekugel überstand den Transport ins zwei Meter unterhalb liegende Tal nicht und zerbrach, bevor sie zu einer Lawine werden konnte.

Also musste in niederen Lagen ein Schneemann gebaut werden; in Ermangelung von Karotten wurden als Nasen (und Ohren) Tannenzapfen genommen, als Haare dienten ein paar Zweige und als Augen zwei Zierquitten aus Omis Garten.

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Der Schneemann hat die Nacht und das einsetzende Tauwetter noch überlebt, am nächsten Morgen fielen schon die Nase und der Mund von ihm ab. Bei der Heimfahrt nach Wien zeigte das Thermometer bei der Abfahrt fünf Grad, bei der Ankunft in Wien elf Grad plus. Unser Schneemann wird diese warmen Jännertage wohl nur mehr als armseliges Häuflein überstehen… Wetterfrösche haben für den morgigen Tag bis zu 15 Grad angesagt.

Müllentsorgen

Einmal im Jahr darf man in Wien an bestimmten Plätzen eine bestimmte Sorte Müll – nämlich die alten Christbäume – einfach so ablegen. Ansonsten sorgt das Wiener Reinhaltegesetz dafür, dass – wenn man es tut und erwischt wird – man auch bestraft wird.

Auch der Herzkönig ist jedes Jahr höchstselbst mit von der Partie, wenn es darum geht, den eigenen Christbaum im nächstgelegenen Park fachgerecht abzulegen. Abzulegen ist jetzt der falsche Begriff, denn der herzkönigliche Christbaum präsentiert sich sogar noch auf dem Christbaumsammelplatz standesgemäß. Bis der Baum schlussendlich entsorgt wird, vergeht im Allgemeinen noch einige Zeit und so kann der Herzkönig mit dem kleinen Prinzen immer wieder nachsehen, ob er denn noch da ist, der gute alte Christbaum. Immerhin hat ihn der Herzkönig so aufgestellt, dass man ihn auch noch von weitem erkennt. Und sollte sich ein anderer Baum auch noch erlaubt haben, sich zu erheben, hat dies der Herzkönig bei seinen Kontrollgängen unverzüglichst unterbunden.

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Ansonsten darf in Wien nichts draußen abgestellt werden. Einige halten sich – zur Freude des Herzkönigs und der Herzkönigin – nicht daran. In unmittelbarer Nähe seines Wohnorts gibt es noch ein paar Geheimplätze, an denen immer wieder Sammelsurien zu finden sind. Diese Plätze gibt der Herzkönig an dieser Stelle (und vermutlich auch unter Folter) nicht preis, denn auch ein Schwammerlsucher verrät seine Lieblingsfundorte nicht. Den königlichen Hausrat haben so etwa folgende Fundstücke vergrößert: die Herzkönig erfreut sich an einem Stuhl von Thonet, der kleine Prinz etwa an einer Kugelbahn. Nur für den Herzkönig war bislang noch nichts Passendes dabei. Gestern wäre es fast soweit gewesen, als er am Heimweg eine Kiste entdeckte. Nach einigen Mühen konnte er sie öffnen – die königlichen Leibwächter haben etwas von „Obacht“ und „explosive Höllenmaschine“ gemurmelt – aber das drang im Rausch des Adrenalins zum Herzkönig nicht mehr vor.

Was er vorfand erwärmte sogleich sein Herz, da es sich um eine keine Höllen-, sondern um eine alte Schreibmaschine gehandelt hat. Allerdings befand sich auf den Tastenhebeln keine Tastatur mehr; nur der Klingelton beim Wagenrücklaufhebel erklang wie er auch vor Jahrzehnten geklungen haben wird. Somit hat sie der Herzkönig dort gelassen, in der Hoffnung, dass sich jemand mit handwerklichen Fähigkeiten ihr annimmt.

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Öffentliche Kundmachung der Gewinne aus der Weihnachtsrubblerei

Der Herzkönig ist in seiner Eigenschaft als Herzkönig gegen alles und jeden immun. Er ist von jeglichen Offenlegungspflichten befreit und somit muss er dem Volk auch nicht seine Ländereien, Besitztümer und Goldschätze bekannt geben. Nur so nebenbei: einen solchen längst vergessenen Goldschatz hat er erst vor kurzem im Dachboden gefunden. Es handelte sich um mehrere Kisten voller Gold, vermutlich hat er es einmal in heldenhafter Manier einem Playmobil-Piratenschiff abgenommen. Ja damals war er noch ein junger Held.

Zurück zum Thema: der Herzkönig geht mit gutem Beispiel voran und veröffentlicht mit heutigem Datum die Ergebnisse aus den Rubbellosen seines Adventkalenders. Der Herzkönig dachte eigentlich, dass es in seinen Ländern selbstverständlich sei, dass das Volk Zugang zu Informationen gegenüber öffentlichen Stellen hat, aber weit gefehlt. Ein Informationsfreiheitsgesetz wurde im November 2015 vom Verfassungsausschuss des Nationalrats in Begutachtung geschickt. Dort wird er vermutlich immer noch begutachtet. Eine Transparenzdatenbank gibt’s nur für die Landwirtschaft oder etwas verstreut auch für die Wissenschaft. Zumindest wurden die herzköniglichen Projektfinanzierungen in der Datenbank des Zukunftsfonds veröffentlicht. Nach dieser langen Einleitung erlaubt sich der Herzkönig, nun das Ergebnis des königlichen Adventkalenders dem Volk kund zu tun. Alle Lose wurden unter Ausschluss aller Notare des Landes geöffnet. Auch nach mehrmaliger Zählung blieb es bei 11 Euro, da half es auch nicht, dass die Herzkönigin und der kleine Prinz mitgeholfen haben.

Der Herzkönig möchte sich nun bei allen, die am Gewinnspiel mitgemacht haben, bedanken. Er nimmt weiter gerne Glückwünsche zu seinem Gewinn entgegen und er hat höchstselbst die königliche Hofkanzlei angewiesen, den Gewinner umgehend zu verständigen. Ob er das versprochene Brieflos auch persönlich übergeben kann, ist derzeit noch ungewiss, immerhin muss er den aktuellen Regierenden einmal zur Brust nehmen und ihn zum Stand dieses Informationsfreiheitsgesetzes befragen.

Weihnachten 2017

Weihnachten beginnt bei der Familie des Herzkönigs meist damit, dass die Großeltern nach Geschenkideen für den kleinen Prinzen nachfragen. Dies erfolgt rechtzeitig, gefühlt kurz nach den Hundstagen. Und so wurde die folgenden Wochen überlegt und überlegt, was denn Sinnvolles und Beständiges geschenkt werden könne. Man entschied sich schließlich für eine Musikmatte, bei der man am Boden mit den Füßen auf Klaviertasten spielen konnte. Das hat die königliche Familie in einem bestimmten Spielzeugkatalog gefunden, wodurch sich der Opa aufgefordert sah, sicherheitshalber nachzufragen, ob es dieses Spielzeug nur in Russland gäbe. Das Missverständnis mit dem Spielwarenvertreiber (es handelte sich nicht um „Toys Rus“, sondern um „Toys R Us“) klärte sich bald auf.

Nachdem die ersten Geschenkideen konkretisiert wurden, konnte sich die Herzkönigin dem Hausschmuck widmen. Der kleine Prinz bekam selbstverständlich einen gebastelten Adventskalender.

Am 23. holte der kleine Prinz mit seinen Eltern einen Christbaum, den Herzkönigin und Herzkönig nächtens noch ordentlich geschmückt und im Schlafzimmer versteckt haben. Dass es sich dabei um einen „Wandbaum“ gehandelt hat, sieht man in geschmückten Zustand fast nicht mehr. Die Entscheidung des nächtlichen Aufputzes stellte sich im Nachhinein als sehr weise heraus, schließlich zog es der kleine Prinz vor, am 24. kein Mittagsschlaferl zu halten. Das ursprünglich angedachte Zeitfenster fürs Baumschmücken wäre also hinfällig gewesen.

Nach der Kindermette ging das Geschenkeauspacken los. Der kleine Prinz stürmte auf das erste Packerl! Dieses stammte nicht einmal von der königlichen Familie, sondern von den Gegenübernachbarn. Es war zur Freude des kleinen Prinzen (und vermutlich auch des Hundes?!) ein Feuerwehrauto. Dem Hergott sei auch seitens des Herzkönigs vielmals gedankt, dass es nicht wieder ein Polizeiauto wurde! Da hätte er nicht mehr weiter darüber schreiben können, denn ihm wären langsam aber sicher die Polizeigeschichten ausgegangen…

Bei einem Feuerwehrauto konnten die Geschenke seiner Eltern dann aber nicht mehr mithalten. Die Herzkönigin hat ein Parkhaus für die Brioeisenbahn besorgt und der Herzkönig schenkte – und dafür wird er vermutlich Häme und Spott erhalten – das Geschenk vom Weltspartag – Bioblos-Steine. Diese haben allerdings nach kurzer Anlaufzeit sowohl das Interesse der Herzkönigin als auch des kleinen Prinzen geweckt und der kleine Prinz hat damit sogar einen Spielplatz nachgebaut.

Am nächsten Tag ging es zu Omiopa. Dort erhielt der kleine Prinz einen Toaster für seine Küche, die Musikmatte und ein Puzzle, mit den man auch ein erstes Gesellschaftsspiel spielen konnte. Zum Erstaunen der königlichen Familie – man hielt einen Zweieinhalbjährigen nicht für gesellschaftsspielfähig- war der kleine Prinz in erster Linie von dem Puzzle angetan (myfarm von Ludattica). Es geht darum, durch Würfeln von Farben seine Tierspielfigur als erster ins Ziel zu bringen. Der kleine Prinz gefiel sich besonders gut in seiner aufopferungsvollen Rolle – er würfelte mit besonderer Hingabe die Farbe Schwarz und damit musste er eine Runde aussetzen.

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Mit der Musikmatte, in die große Hoffnungen gesetzt wurden, spielte der kleine Prinz eher nicht. Vielleicht lag es daran, dass der kleine Prinz lieber mit echten Musikinstrumenten, die auch etwas mehr Lärm machen, herumspielt. Immerhin besteht das „Jugendzimmer“ des Herzkönigs bei den Großeltern aus einer Rumpelkammer (die Bibliothek) und einer Musikecke. Irgendwo dazwischen hatte schließlich auch noch ein Bett Platz. Allerdings mit einem Geschenk konnte der kleine Prinz seine musikalische Leidenschaft doch noch befriedigen. Omiopa haben gebastelt: eine großartig gelungene Krippe. Diese kann man einfach auf- und wieder wegbauen. Und der kleine Prinz wurde schließlich auch darin ertappt, als er mit Ochs und Esel auf den Fliesen klopfte – wie halt auf einem Schlagzeug. Ochs und Esel haben es hoffentlich verziehen.

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Wieder zurückgekehrt in der großen Stadt standen noch Besuche bei seinem besten Freund und den Cousinen an. Auch da warteten kleine Geschenke. Somit hat das Weihnachtsfest etwa eine Woche gedauert, was zur Folge hatte, dass der kleine Prinz bei jedem Christbaum „neue“ Geschenke für sich selbst vermutete. Allerdings, Freunden und der Verwandtschaft das Schenken zu untersagen, ist wohl auch keine Option. Und das Zusammensparen auf ein Großgeschenk vermutlich auch nicht. Das Hinterlegen aller Geschenke unter einem Christbaum würde zur logistischen Herausforderung. Aber wir haben jetzt wieder ein Jahr Zeit, uns das für das nächste Weihnachtsfest zu überlegen. Und die herzköniglichen Großeltern werden wieder rechtzeitig daran erinnern.

Mein „neues“ Handy – und wie komm ich zum „alten“ Klingelton?

Notgedrungen musste der Herzkönig einen dringenden Schnellkauf tätigen. Das alte Handy gab seinen Geist auf, und das justament in der Vorweihnachtszeit!

Alle gebunkerten Reserven – Kabel, Displays und vor allem Akkus – waren im Laufe der Jahre aufgebraucht. Der letzten wirklich „gute“ Akku hielt manchmal eine gewisse Zeit lang, meist machte er aber nach nur ein paar Minuten schlapp. In der Not versuchte der Herzkönig, sich im Internet schlau zu machen, welche aktuellen Handymodelle am freien Markt verfügbar sind. Und quälte sich mit der Frage: welches sollte es denn nun werden? Ziemlich sicher, so dachte der Herzkönig, sollte es diesmal ein richtiges Handy – also ein Smartphone sein. Zumindest einmal wollte er mit der Zeit gehen, um auch in der Straßenbahn herumwischen zu können. Und so legte ihm die dazu konsultierte technikaffine Herzkönigin nahe, könne ein solches Handy ein jedes Kind bedienen. Selbst der kleine Prinz kannte das Smartphone seiner Mama besser als, naja besser als der Herzkönig.

Allerdings, welches Smartphone sollte es werden? Der Herzkönig fand im Wald der Angebote keinen Baum mehr!  Und bei jedem Gerät fanden sich im Internet sowohl Jubelmeldungen, als auch kritische Berichte, die gelinde gesagt einer jeden Type den Schrottstatus attestierten. Schließlich erinnerte sich der Herzkönig an einen Bericht über ein Retro-Handy, das neu aufgelegt wurde, schlug blitzschnell zu und kaufte es! Innerhalb von Sekunden hätte es ja jemand anderer (ein anderer Handynotleidender) kaufen können und bei Retrohandy weiß man die produzierte Stückzahl nicht. Die kann man vermutlich an einer Hand abzählen.

Es wurde, wie das Bild unschwer erraten lässt, ein Nokia 3310. Die Farbe wurde von der Sockenfarbe des kleinen Prinzen maßgeblich mitbestimmt. Und der kleine Prinz half höchstselbst beim Paketauspacken professionell mit. Er ist – zumindest kann das der Herzkönig ohne zu zögern bestätigen – für das Auspacken der Weihnachtsgeschenke bestens gerüstet.

Nun, das Glück des Herzkönigs wurde durch ein paar lästige Kleinigkeiten getrübt. Einerseits stellte ihm das Übertragen der Kontaktdaten vor fast unüberwindbare Schwierigkeiten. Mit Hilfe der Herzkönigin und seines Adressbuches konnte er jedoch eine halbwegs passable Datenqualität wiederherstellen. Dann musste er noch eine Mini-Sim-Karte und eine Mini-SD-Karte kaufen, um überhaupt einsatzfähig zu werden. Der Kauf im Handyzubehörshop seines Vertrauens wurde zu einer vernichtenden Niederlage für den Herzkönig. Aber immerhin brachte er das gesamte Geschäft zum Lachen, als er strahlend das neu gekaufte Handy zückte und nach den fehlenden Zubehörteilen fragte.

Dann galt es noch den geliebten Klingelton zu übertragen. Für die Kenner braucht es zwar nicht näher erwähnt werden, dass es sich dabei um die Titelmelodie von Twin Peaks handelt. Für diese Melodie hat er immerhin vor Jahren zwei Euro bezahlt. Nun ließ ihn das alte Handy das Übertragen bzw. Kopieren via Bluetooth nicht zu. Die simple Begründung lautete: nicht möglich, daher darf das auch nicht sein.

Das wiederum weckte den juristischen Spürsinn des Herzkönigs, immerhin hatte er ja einmal von einer Privatkopie bzw. einem Recht auf eine solche Privatkopie gehört. Also fragte er bei seinem Handyanbieter (Drei) nach, wie er denn mit einem neuen Handy zum alten Klingelton käme. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten und war einmal sicherheitshalber ablehnend: „Klingeltöne können nur auf dem Handy genutzt werden, über das der Klingelton gekauft wurde.“ Diese Antwort hielt der Herzkönig für einen gewagten Blödsinn und hakte nach, also mit dem Urheberrecht. Im diesbezüglichen Gesetz heißt es nämlich im Paragraph 42, dass „Jede natürliche Person […] von einem Werk einzelne Vervielfältigungsstücke auf anderen als den in Abs. 1 genannten Trägern zum privaten Gebrauch und weder für unmittelbare noch mittelbare kommerzielle Zwecke herstellen [darf].“ Dem Handyanbieter bot der Herzkönig kulanterweise an, die erste Antwort unter diesen dargebrachten Gesichtspunkten zu überdenken.

Es passierte – wie kann es denn anders sein – nun lange Zeit nichts. Der Herzkönig wollte schon seine hofeigenen Winkeladvokaten zu sich zitieren, er selbst hatte schon seitenweise Formulierungen im Hirn und sah sich als Retter seines Volkes. Immerhin musste doch jeder Handybesitzer diese Probleme zumindest einmal gehabt haben: da gab es doch Zeiten (MTV-Zuseher erinnert euch!) von Klingelton-Abos wie Partybiene oder Crazyfrog von Jamba!

Doch dann wurde plötzlich und unerwartet ein Anruf des Handyanbieters in die Hofkanzlei durchgestellt. Man glaube dort nicht an ein rechtliches, sondern an ein technisches Problem – das man nicht bei sich, sondern natürlich beim Herzkönig vermutet hat. Aber, so der nette Herr am Telefon, man gebe „der Umstände wegen“ eine Gutschrift von 5 Euro. Der Herzkönig glaubt zwar selber nicht an die Begründung und das Zuschieben des Problems an die Technik, aber gottseidank ist das „Glauben“ eine Sache der Geistlichkeit und hat nichts mit den Aufgaben eines weltlichen Herzkönigs zu tun.

Immerhin gilt es nun, sich im Klingelton-Kauf-Universum zurecht zu finden und den richtigen wiederzufinden und auf das neue Handy zu bekommen. Für die Zwischenzeit ein Trost: https://www.youtube.com/watch?v=i7d0Lm_31BE

 

 

 

 

 

„Weihachten bei uns dahoam“

Auf ORF 3 ist über die TVthek ein Film von Wolfgang Niedermair zu sehen, bei dem auch der Herzkönig einen kleinen Beitrag geleistet hat. Das „Fernsehen“ war nämlich auf der Suche nach einem Landwirt aus dem Waldviertel, der über Weihnachten von anno dazumals erzählen konnte. Und wenn es um das gelobte Land – sprich das Waldviertel – geht, dann hat die gesamte königliche Familie mitgeholfen und nach vielen Absagen (vollkommen unverständlich für den Herzkönig, der schon in Sendungen wie Zeichnen, Malen, Formen brillierte oder 4 Hochzeiten… ach lassen wir das besser) eine Zusage bekommen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und den Film gibts in der TVthek. Infos dazu noch unter: http://tv.orf.at/orf3/stories/2882794/

PS: gerührt war der Herzkönig förmlich, als er lesen konnte, dass er namentlich im Nachspann des Films erwähnt wurde. Das hätte er nicht gedacht, hatte er immer noch das letzte ORF-Erlebnis in der hinterköpflichen Erinnerung.

 

Weihnachtsvorfreude

Jedes Mal wenn die königliche Familie ihre Verwandtschaft – mit den Worten des kleinen Prinzen „Waldviertel-Omi-Opa“ – besucht, packt den Herzkönig schon während der Autofahrt eine unaussprechliche Vorfreude.

Dort angelangt führt ihn einer der ersten Wege in den lange Jahre unbeachteten Dachboden. Denn dort lagern nämlich die Schätze seiner eigenen herzköniglichen Jugend. Lange Zeit waren diese in Kisten gelagert, mehr oder weniger fein säuberlich sortiert nach Autos, Duplo, Lego, Techniklego, Playmobil und Diverses, aber allesamt unbeachtet. Doch jetzt hat der Herzkönig wieder einen Grund, dort zu stöbern und mit den Funden auch zu spielen!

Der Grund heißt kleiner Prinz und bei jedem Besuch im Dachboden nimmt der Herzkönig natürlich dem kleinen Prinzen etwas mit. Nicht nur für den kleinen Prinzen, sondern auch für den Herzkönig ist dieser Moment so etwas wie Weihnachten und Ostern zusammen. Mit den entdeckten Kostbarkeiten kann er Erinnerungen wieder auffrischen.

Seit geraumer Zeit quälte den Herzkönig ein Gedanke. Ob der vielen Polizeiautos des kleinen Prinzen (siehe beispielsweise den Beitrag über die kleinen Sünden) stellte sich der Herzkönig nämlich die Frage, ob diese Polizeiautosammelsehnsucht genetisch bedingt sei und er selbst in Kindestagen Polizeiautos besessen hat. Das hätte seine anarchistische Ader – jawohl auch ein Herzkönig hat eine solche Ader – gehörig durcheinander gebracht.

Das Durchwühlen der Spielzeugkisten konnte aber den Herzkönig beruhigen. Es fand sich kein einziges Polizeiauto, hingegen fanden sich ausschließlich Feuerwehrautos, drei an der Zahl!

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Der Leser dieser Zeilen darf an dieser Stelle mitraten: welches Feuerwehrauto stammt aus Westdeutschland, welches aus England und welches aus Frankreich. Bzw. welches ist von Majorette, welches von Siku und welches von Matchbox? Hilfestellungen gibt die herzkönigliche Amtskanzlei zu den festgesetzten Amtszeiten unter jessasnablog@gmail.com.

Der königliche Adventkalender – nur für den Herzkönig!

Der Herzkönig bekommt in diesem Jahr einen eigenen Adventkalender. Er muss zugeben, es war nicht seine Idee, dass er diesen selbst bekommen soll. Aber der Reihe nach.

Die Herzkönigin liebt es nämlich, zu basteln (neben zu erneuern, zu bauen, herum zu räumen, wieder zurück zu räumen … – den aufmerksamen Leserinnen und Lesern wird dies nicht entgangen sein). Im Advent hat es daher neben der obligatorischen Beschmückung auch einen Adventkalender für den kleinen Prinzen zu geben. Mit großer Freude und Hingabe hat sie für jeden Tag ein kleines Geschenk ausgesucht und zu einem Kalender verwoben.

Das brachte den Herzkönig auf die glorreiche Idee, auch einen Kalender – als kleine Aufmerksamkeit – für seine Herzkönigin zu basteln. Sogleich ging er ans Werk und besorgte die ersten Kleinigkeiten. Die Freude ist ja bekanntlich nur halb so groß, wenn man sie nicht mitteilen kann. Und so kam es, dass der Herzkönig seiner Herzkönigin den Plan eines Adventkalenders verriet. Es kam wie es kommen musste, die Herzkönigin entschied: „ich brauch‘ keinen Adventkalender!!!“

Zerknirscht kehrte der Herzkönig in sich und überlegte was er jetzt tun sollte, immerhin hatte er damals schon für einige Tage eine Überraschung! Und so beschloss er kurzerhand das einmal begonnene Unterfangen weiterzuführen und sich selbst eine Freude zu machen mit einem königlichen Adventkalender.

Nun um auch selber tatsächlich eine Freude mit Überraschungen zu haben, hat der Herzkönig in einen alten Spielzeugadventkalender jeden Tag ein Brieflos, einen Lottoschein oder das eine oder andere Rubbellos eingepackt. Als alter gewiefter Experte für alles weiß der Herzkönig, dass er das Risiko möglichst streuen muss – und so irrte er durch halb Wien, um an der einen Trafik einen Quicktipp zu erwerben, in einer anderen ein Brieflos.

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Für jeden Tag gibt es also für den Herzkönig (und nur für den Herzkönig, das sei an dieser Stelle der allenfalls mitlesenden Herzkönigin ausgerichtet 😉 ) eine Überraschung mit der Aussicht auf einen satten Gewinn.

Nun möchte der Herzkönig seine hoffentlich große Freude auch mit den Leserinnen und Lesern seines Blogs teilen. Wer also bis 24. Dezember 2017, 23:59, eine E-Mail an jessasnablog@gmail.com schickt und seine Gewinnschätzung (Summe, der an den 24 Tagen gewonnenen Beträge) abgibt – die sich also zwischen 0 Euro und vermutlich mehreren Millionen Euro – bewegen kann, nimmt an der Verlosung eines Briefloses teil. Derjenige, der dem Gesamtbetrag der Gewinne am nächsten kommt, gewinnt. Zu Brieflosen hat ja der Herzkönig ein besonderes Verhältnis, hat er doch einmal in ganz jungen Jahren am Telefon abgehoben und mit Peter Rapp gesprochen. Details, wo sich die Herzkönig-Mutter in diesem Moment befunden hat, werden hier nicht genannt. Soviel sei verraten, dadurch, dass der Herzkönig damals gerne mit Rittern gespielt hat, hat sich seine Mutter beim Ratespiel für Ritter entschieden und einen Gutschein für Sportartikel gewonnen, der der Familie und den Kindern Fahrräder, einen Tischtennistisch und einiges mehr bescherte.

PS: die königliche Leibwache bewacht den Adventkalender. Mitglieder der königlichen Familie sind vom Gewinnspiel ausgeschlossen. Bürokolleginnen bekommen keine Insiderinformationen vorab. Bestechung ist immer gut, aber zwecklos. Der Rechtsweg ist natürlich – wie alles andere – ausgeschlossen. Der Herzkönig kann als königliche Person auch keine Haftung übernehmen, führt über das Gewinnspiel keine weitere Korrespondenz, garantiert Verschwiegenheit und führt die Gewinnerermittlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit (die hat ja nämlich auch keinen Zugang zu den königlichen Gemäuern) durch.