Eine berichtenswerte Sache gab es doch noch: die herzkönigliche Familie entdeckte beim Flanieren am Strand die Überreste eines Dinosauriers. Der kleine Prinz und der Herzkönig höchstselbst haben eigenhändig Hand angelegt, um diesen Dinosaurier freizulegen.
Traditionsgemäß zog sich die herzkönigliche Familie in den Sommerferien in die Residenz in Lignano zurück. Die Ruhe wurde diesmal durch eine neue Bar ums Eck gestört, die bis Mitternacht ordentlich laute Musik kredenzt. Früher gabs dort gutes Eis… jetzt bis Mitternacht so laute Musik, dass Lesen auf dem Balkon unmöglich war und man selbst aus einem Fernseher am Zimmer keinen Ton verstehen konnte. Aber zumindest gab es amüsante Schreiduelle der Hotelgäste und einen theatralischen Auftritt der Herzkönigin um 3 Uhr in der Nacht vor Ort. Auch der Herzkönig wurde eines Nachts plötzlich aus dem Schlaf gerissen, als jemand den italienischen Kellnern, die offenbar mit einem Laubbläser die letzten Gäste lautstark anfeuern oder vertreiben wollten, aus einem Hotelzimmer zurief: „hods eich ins Hirn….!!!“ Einigermaßen irritiert war der Herzkönig davon, dass diese Worte offensichtlich aus dem Zimmer der eigenen Schwiegermutter kamen.
Aber davon abgesehen gab es Urlaub wie immer: Sonne, Strand, Meer und Chinotto!
Der kleine Prinz begab sich dann und wann auf Entdeckungsmission und fand…
Anlässlich des Todestages der Princess of Wales öffnet der Herzkönig sein Geheimarchiv und stellt eine darin aufgefundene Kostbarkeit aus der Briefmarkensammlung der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung.
Die Fichtenwipferlsaison war noch gar nicht so wirklich zu Ende bzw. der Saft noch gar nicht fertig angesetzt, schon waren beim nächsten Besuch die ersten Eierschwammerl zu entdecken!
Der Herzkönig musste dem kleinen Prinzen ordentlich zureden, bis er sich doch für eine (einzige) Lehrveranstaltung an der Kinderuni der Universität Wien überreden lies. Ob sich am gewählten Thema – „Wie werden Dörfer im Mittelalter aufgebaut und verlassen?“ – schon ein zukünftiger Historiker ablesen lässt, sei dahin gestellt.
Zum Abschluss gabs einen Besuch bei der Feuerwehr im AKH und es ging sogar ein klein wenig in die Höhe.
Wieder zurück aus dem Urlaub machte sich die herzkönigliche Familie daran, die erste Ernte des heurigen Jahres einzufahren. Die – Betonung auf „die“ – Ribisel wurde während des Urlaubs von einem einem Iron Dome der herzköniglichen Flugabwehr gegen allerlei gierige Raubvögel geschützt. Diese konnte allerdings nichts gegen die Herzkönigin ausrichten, die sich die Ribisel einfach schnappte. Um die – wieder Betonung auf „die“ – Biozwiebel war allerdings kein großes G’riss….
Zusätzlich zum erfolgreichen Konzertbesucht hatte die herzkönigliche Familie Gelegenheit, Straubinger Besonderheiten kennen zu lernen.
Schön, dass auch für die kleinen Kinder an den Wirtshaustischen kleine Einführungen in den bayerischen Grundwortschatz aufliegen. Ob er allerdings in Wien den erlernten Wortschatz anwenden kann?
Einen besonderen Moment erlebte der kleine Prinz am Bahnhof Plattling bei der Rückreise. Der ICE hatte 20 Minuten Verspätung und so betrachtete man die ein-, ab- und durchfahrenden Züge. Und, dann…. da traf doch tatsächlich die Waldbahn im Bahnhof ein. Es gab sie also tatsächlich! Für die Nicht-Kinderbuchleserinnen und -leser: Der kleine Prinz hat zu Schulschluss ein Buch über Bauer Erfin und einen Kongokäfer geschenkt bekommen. In diesem Buch reisten Tiere via Plattling und die „Woldbohn“ in den Urlaub zu Bauer Erfin und seiner Hulda. Es gibt sie also tatsächlich!
Hurra, wir haben es geschafft. Mit dem Zug gings nach Straubing zum Festplatz Open Air mit Granada und Django 3000.
Nach dem Besuch im örtlichen Tierpark gings dann ab zum Konzert!
Ein kurzer Jammer begann mit einer übermotivierten Security-Mitarbeiterin, die justament dem kleinen Prinzen eine Plastiktrinkflasche und ein Sonnenschutzmittel entfernen wollte. Die Plastiktrinkflasche, weil man ja auf dem Gelände etwas konsumieren soll/muss und das Sonnenschutzmittel, weil es als Wurfgeschoß Verwendung finden könnte. Alles argumentieren des Herzkönigs half nichts. Er versprach die doppelte Menge bayerisches Bier zu konsumieren. Ebenso versprach er hoch und heilig die 6 Euro teuer Sonnencreme nicht als Wurfgeschoß zu verwenden, sondern im Falle des Falles einen 0-Euro Stein, der am Platz herumlag. Es half nichts, dem kleinen Prinzen sollten die Sachen abgenommen werden. Doch dann bekam der Herzkönig doch noch einen Verantwortlichen der Stadt zu sprechen, der den Einlass freundlich gewährte. So geht es auch.
Das Konzert machte Spaß. Der kleine Prinz lernte am Merchandising-Stand von Django ebenfalls einen kleinen Djangofan kennen und vertrieb sich mit ihm die Zeit. Beim Nachhauseweg sahen die herzkönigliche Familie am Ausgang zahlreiche Sonnenschutzcremes und Insektenschutzmittel am Boden, die von der Securiy-Dame abgenommen waren. Da waren wohl einige nicht so hartnäckig!