Der kleine Prinz unter Verdacht!

Der Herzkönig ist fast mit einem Absetzungsverfahren, neuerdings wird das auch im Herzkönigland als Impeachmentverfahren bezeichnet, konfrontiert worden. Aber es ist überstanden und ausgestanden.

Doch was war passiert? Seit geraumer Zeit wird das herzkönigliche Territorium von einem gewieften Sprayer heimgesucht, der überall obszöne Gesten an die Wände sprüht.

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Der Täter musste natürlich ausgeforscht werden und eine Task-Force wurde gegründet. Über den Namen konnte man sich nicht einig werden, da ausschließlich nicht jugendfreie Namen kursiert sind. Somit blieb diese Sondereinheit namenlos. Der Herzkönig überließ diesen Ermittlungsbehörden natürlich freie Hand. Voll Vertrauen in die Kompetenz machte er von seinem Weisungsrecht nicht gebrauch und auch sonst verfolgte er die laufenden Ermittlungen nur am Rande, was sich im Nachhinein als Fehler herausstellen sollte.

Stutzig wurde er erst, als die herzköniglichen Geheimdienste innerhalb der Palastmauern zu ermitteln begannen. Es wurde getuschelt und laufende Gespräche nach Dazustoßen des Herzkönigs plötzlich verlegen abgebrochen. Die herzkönigliche Familie wurde in der Folge sogar von gesellschaftlichen Ereignissen ausgeladen! Warum, das blieb dem Herzkönig verborgen, bis er die Sensationsnachricht den Medien entnehmen musste. Dort wurde der unglaubliche Verdacht geäußert: Der gesuchte Sprayer sollte der Kleine Prinz sein! Die Opposition tobte und forderte lautstark die Absetzung des Herzkönigs.

Dann ging es Schlag auf Schlag. Der Herzkönig sowie der Kleine Prinz wurden unverzüglich einvernommen (natürlich auf freiwilliger Basis) und die geballte Ladung an Beweisen der Ermittlungsbehörden wurden auf den Tisch geknallt.

photo0846.jpgDer leitende Ermittler nahm den kleinen Prinzen sofort in die Mangel: „Heans, wos soi des sein?“ Und zeigte siegessicher auf das vermeintliche Phallussymbol! Doch der kleine Prinz nahm die Bedrohung im Tonfall und in der Gestik des Chefermittlers gar nicht wahr und freute sich sichtlich, dass sich jemand seines neuesten Kunstwerkes annahm. Er erklärte, dass dieses Werk eine Baustelle darstelle und man einen grünen Lastwagen mit Anhänger erkennen könne. Weiters sei genügend Erde und eben links unten ein Bagger zu sehen. Als er dann auch noch die Miturheberschaft an diesem Werk seiner Oma zugestand, war es um den Ermittler geschehen. Er schrie noch etwas von Stümper, meinte damit offensichtlich jemanden unter seinen Fittichen, und verließ rot anlaufend das Verhörzimmer.

Der kleine Prinz nahm sein Kunstwerk wieder an sich und begab sich mit dem Herzkönig wieder nach Hause. Da hier aber doch sehr private Dinge ermittelt und an die Öffentlichkeit getragen wurden, vermutet der Herzkönig eine palastinterne oder -externe Intrige und hat die Antirevolutionsgarden angewiesen, eine Sondereinheit zusammenzustellen und mit den Ermittlungen zu beginnen. Für Namen dieser Sondereinheit (namenlos ist nun ja schon vergeben) werden Hinweise erbeten, die die Herzkönigliche Amtskanzlei (jessasnablog@gmail.com) dankend entgegen nimmt.

 

 

Flughafenfeuerwehr

Das Kinderzimmer des kleinen Prinzen gleicht – Airpower sei immer noch dank – einem einzigen Rollfeld.

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Da der Flughafen beständig wächst und nicht nur zivil, sondern auch militärisch genutzt wird, musste auch die Flughafenfeuerwehr aufgestockt werden.

Neben zwei Drehleiterfahrzeugen stehen drei Minilöschfahrzeuge zur Verfügung. Diese sind mit automatischen Löschanlagen ausgerüstet, sodass diese wendigen und schnellen Fahrzeuge sehr nahe an den Brandherd heranfahren können und zielgerichtet löschen können.

Was besonders schön ist: im Dienst der Flughafenfeuerwehr stehen Feuerwehrleute aus drei Generationen. Unser ältester Feuerwehrmann weigert sich allerdings beharrlich, eine zeitgemäße Einsatzuniform anzuziehen, lediglich ein neuerer Helm war das Maximum an Modernität.

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Stellenausschreibung: Vorkoster/in

Nachdem der Herzkönig zwei weitere heimtückische Attentate überlebt hat, wird die herzkönigliche Amtskanzlei einen Vorkoster/eine Vorkosterin einstellen.

Zur Vorgeschichte. Der Herzkönig hat bei einem Supermarkt ein Weckerl erworben, bei dem die Herzkönigin einen komischen Geruch festgestellt hat. Da der Herzkönig aber nichts von komisch versteht und somit auch nichts dergleichen wahrgenommen hat, hat er das Weckerl einfach so gegessen. Und justament 3 Tage Übelkeit ausgefasst. Noch im Stadium der Rekonvaleszenz erwarb die Herzkönigin Hendlfleisch bei einem anderen Supermarkt. Und worauf der Herzkönig dann beißen musste war ein hartes gelbes Plastikteil.

So kann es nun nicht mehr weitergehen und die Herzkönigliche Amtskanzlei wurde ermächtigt ein Stelleninserat zu schalten:

Gesucht wird daher ein Vorkoster (m/w)

Qualifikationen: einwandfreier Leumund, höchste Loyalität gegenüber dem herzköniglichen Haus, ausgezeichneter Riech- und Geschmacksinn (optisch erkennbar durch ausgeprägte Organe), überlebter Assessmenttest.

Geboten werden: Kost und Logis (Betonung liegt auf Kost), an Apple a day (statt der Krankenversicherung) und eine Mitgliedschaft im Sterbeverein nach Wahl (anstelle einer Pensionsversicherung).

Bewerbungen nimmt die herzkönigliche Amtskanzlei unter jessasnablog@gmail.com gerne entgegen.

Herbstauktion

Die große Herbstauktion der herzköniglichen Familie findet diesmal nicht in den altehrwürdigen Auktionshäusern der Welt, sondern im Rahmen eines Flohmarkts am 29. September in der Antonigasse 44/1180 Wien (hinterer Trakt, 1. Stock) statt. Flohmärkte sind ja im Trend und so möchte der Herzkönig und insbesondere die Herzkönigin einen Beitrag zu diesem Trend leisten. Diesmal kommt unter dem Motto „Alles muss raus, damit Neues rein kann“ diverses Inventar der herzköniglichen Familie unter die einfachen Leute.

Unter den Schmankerln sind etwa die Kronjuwelen des gütigen Erbprinzen Trudbert II., Hofmobilien der seligen Gräfin Dragica, die Biervorräte (abgelaufen) des Onkels Hopfinmir III. oder die Rüstung des niemals siegreichen Oheims Fürchtegott VI. Mit Sicherheit finden sich einige nicht mehr passende Schuhe des kleinen Prinzen darunter oder einige nie gelesene Bücher.

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Flugshows at home

Nach der Airpower ist vor der nächsten Flugshow. Der kleine Prinz holte sich in Zeltweg die notwendigen Inspirationen, die ihn dazu anregten, Flugshows zu Hause nachzuspielen. Der Herzkönig war mit Begeisterung dabei, konnte er doch zahlreiches Equipment aus seiner eigenen Kindheit beisteuern. Die Zuschauer kamen in Massen, ebenso mischten sich ein paar Dinosaurier (allerdings friedlich) unter die Besucher. Die herzkönigliche Presse berichtete über außergewöhnliche Flugzeuge, einige gewagte Eigenkreationen und als Highlight den Überflug einer F-15.

Der neue Barbiekatalog ist da

… und wie ist das mit der Zahl der Etagen?

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Erdäpfelernte 2019

Der Herzkönig konnte durch eifrige Medienbeobachtung den idealen Zeitpunkt der Erdäpfelernte feststellen. So berichtete die NÖ Landwirtschaftskammer, dass in wenigen Wochen heimische Kartoffeln bereits ausverkauft sein sollen. Aus diesem Grund rief der Herzkönig seine gesamte Dienerschaft zum Ernteeinsatz.

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Der Ertrag war beachtlich und wie die NÖ Landwirtschaftskammer vorhergesagt hat, war von der Ernte nach kurzer Zeit nichts mehr vorhanden.

Airpower 2019

Im September ging es auf die Airpower. Nachdem ja der kleine Prinz einmal alte Fotos entdeckt hatte, wollte er unbedingt auf die Flugshow. Gesagt getan, Rucksack gepackt und ab ins Auto.

Die Anreise verlief unkompliziert, wenn man vom einmaligen Verfahren in Richtung Mixnitz absieht. Die Parkplatzsuche war ebenfalls gut organisiert und verlief ohne Stau. Der Parkplatz erinnerte dann wetterbedingt eher an einen Acker, aber wir kamen auch wieder raus.

Es gab eine Mischung aus alten Flugzeugen (begrüßt wurden wir von einer DC-6) und neuen (wie die F-35). In der Luft zeigten die Staffeln der österreichischen Luftstreitkräfte, der Flying Bulls, des Breitling Jet Teams, der Patrouille Suisse oder der Frecce Tricolori ihre Vorführen.

Fazit: es gibt viel zu sehen! Mit Kind ist die Veranstaltung machbar, ein paar Dinge sollte man beachten: Entsprechende Kleidung für das nasskalte Wetter war mitzunehmen, da es dort keine Aufwärmstationen gibt und sich alles im Freien abspielt. Das gilt natürlich auch für Sonnenschein, da kein natürlicher Sonnenschutz vorhanden ist. Somit braucht man einen großen Rucksack, in dem natürlich auch Proviant für zwischendurch eingepackt werden muss. Und, man muss sich darauf einstellen, dass zusätzlich zum Rucksack noch jemand auf den Schultern getragen werden möchte. Man will ja schließlich was sehen… Aber die Wege sind lang, nicht nur am Gelände, sondern auch der Hin- und Rückweg.

Ebenso ist Gehörschutz unbedingt notwendig, da doch einige sehr laute Jets vorgeführt werden. Es wird aber seitens des Veranstalters auf eine ausgewogene Mischung in der Abfolge geachtet, sodass sich laute Flugzeuge mit eher leisen abwechseln.

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Es ist vollbracht!

Anfang Juni bekam der Herzkönig ein ungewöhnliches Geschenk in Form eines Panzerbausatzes, wobei in Zeiten allgemeiner Aufrüstung ist das vermutlich wieder nicht so ungewöhnlich…

Nach etwa drei Monaten Schwerstarbeit hat es der Herzkönig – und das vollkommen eingenständig – geschafft, den Bausatz zu vollenden. Aufgrund des durchschlagenden Erfolges und der Serienreife seiner motorischen Fähigkeiten überlegt er, ins Waffenproduktionsgeschäft einzusteigen. Für einschlägige Kontakte in die Szene ist er dankbar und erwartet Kooperationsangebote an die herzkönigliche Amtskanzlei.

Ferien im Waldviertel

Der Herzkönig verbrachte mit dem kleinen Prinzen ein paar Tage im gelobten Land.

Am Programm stand Regionaltypisches, also etwa Schwammerlsuchen, wobei man nicht wirklich suchen musste, um etwas zu finden.

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Weiter ging’s mit Eiersuchen beim mobilen Hühnerstall in Groß Gerungs. Der kleine Prinz durfte als Lohn für die harte Arbeit – nachdem ihm nur ein Ei runtergefallen war – auch ein paar Eier mit nach Hause nehmen. Den Hofladen findet man übrigens hier: https://www.gerungs.at/Hofladen_Wiltschko

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Zum Dank für die gute Ernte hat man früher oftmals eine Wallfahrt unternommen; auch heute noch wird wallgefahren. Und wie es der Zufall denn so will, wurde justament und rein zufällig während der Anwesenheit der herzköniglichen Familie in der Ortschaft eine Kinderwallfahrt angeboten. Der kleine Prinz wollte zwar erst nicht an der anstehenden Wallfahrt teilnehmen, er ließ sich dann aber doch davon überzeugen. Zwar nicht mit himmlischen Freuden, sondern mit irdischen Verlockungen: er durfte mit dem Rad fahren und es wurde ihm im Anschluss ein Eis in Aussicht gestellt. Die Wallfahrt dauerte nur kurz, es ging von der Pfarrkirche in Richtung Sportplatz, am Spielplatz vorbei zur Hubertuskapelle. Begleitet wurde der Zug der Wallfahrer von einer Presseabteilung, die (fast) alles mit der Kamera für die Nachwelt festhielt: http://www.lebendiges.langschlag.info/nachrichten-details/kinderwallfahrt-zur-hubertuskapelle.html Wie es sich gehört, gab es im Anschluss noch regionaltypische Bierspezialitäten (für die erschöpften Erwachsenen) und die Kinder konnten sich am Spielplatz austoben.

Zum Abschluss des Urlaubs gings nach Gallien. Zuvor wurde noch die entgegeneilende Herzkönigin vom Bahnhof abgeholt und gemeinsam stand die letzte Aktivität am Programm. Der kleine Prinz wollte nämlich einmal fischen gehen. Ob das in irgendeinen Konnex mit der Wallfahrt zu sehen ist, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden. Es ist jedenfalls zu hoffen, dass die Fischer unter den 12 Aposteln sich besser angestellt haben und erfolgreicher waren.

Da der hofeigene Fischer vermutlich urlaubsbedingt nicht verfügbar war, musste die herzkönigliche Familie selbst zur Tat schreiten. Und wie: sie brauchte nämlich schon eine gefühlte Stunde, um sich mit der Auswurftechnik der Angel vertraut zu machen. Dass die kukuruzbefüllten Widerhaken keinen Hut eines Nachbarfischers gefangen haben, darf als Wunder gewertet werden. Die übrigen Fischer am Teich haben sich dann auch still und leise von uns entfernt – vermutlich wollten sie dieses Schauspiel nicht mit ansehen. Es kann natürlich aber auch sein, dass sie in Ruhe fischen wollten, denn der kleine Prinz schrie lautstark und beharrlich „Iiiich wiiiiilll auch!“ Er durfte dann auch die Angel halten und mithelfen, die gefangenen Fische einzufangen und an Land zu bringen. Es bedufte ja dann auch die Mitarbeit der gesamten herzköniglichen Familie um den jeweiligen Fisch, der noch am Haken hing, zu bändigen. Über den gesamten Vorgang wurde Stillschweigen vereinbart und auch die übrigen Fischer wurden mit entsprechenden Geldzuwendungen gefügig gemacht, nicht über das Geschehene zu sprechen.

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Worüber aber gesprochen werden darf ist, dass die an Ort und Stelle zubereiteten Fische (und ja, es blieb bei zwei Stück) vorzüglich geschmeckt haben.