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Waldviertel: Fichtenwipferl und Eierschwammerl

Die Fichtenwipferlsaison war noch gar nicht so wirklich zu Ende bzw. der Saft noch gar nicht fertig angesetzt, schon waren beim nächsten Besuch die ersten Eierschwammerl zu entdecken!

Kinderuni

Der Herzkönig musste dem kleinen Prinzen ordentlich zureden, bis er sich doch für eine (einzige) Lehrveranstaltung an der Kinderuni der Universität Wien überreden lies. Ob sich am gewählten Thema – „Wie werden Dörfer im Mittelalter aufgebaut und verlassen?“ – schon ein zukünftiger Historiker ablesen lässt, sei dahin gestellt.

Zum Abschluss gabs einen Besuch bei der Feuerwehr im AKH und es ging sogar ein klein wenig in die Höhe.

Ernte 2022

Wieder zurück aus dem Urlaub machte sich die herzkönigliche Familie daran, die erste Ernte des heurigen Jahres einzufahren. Die – Betonung auf „die“ – Ribisel wurde während des Urlaubs von einem einem Iron Dome der herzköniglichen Flugabwehr gegen allerlei gierige Raubvögel geschützt. Diese konnte allerdings nichts gegen die Herzkönigin ausrichten, die sich die Ribisel einfach schnappte. Um die – wieder Betonung auf „die“ – Biozwiebel war allerdings kein großes G’riss….

Straubinger Highlights!

Zusätzlich zum erfolgreichen Konzertbesucht hatte die herzkönigliche Familie Gelegenheit, Straubinger Besonderheiten kennen zu lernen.

Schön, dass auch für die kleinen Kinder an den Wirtshaustischen kleine Einführungen in den bayerischen Grundwortschatz aufliegen. Ob er allerdings in Wien den erlernten Wortschatz anwenden kann?

Einen besonderen Moment erlebte der kleine Prinz am Bahnhof Plattling bei der Rückreise. Der ICE hatte 20 Minuten Verspätung und so betrachtete man die ein-, ab- und durchfahrenden Züge. Und, dann…. da traf doch tatsächlich die Waldbahn im Bahnhof ein. Es gab sie also tatsächlich! Für die Nicht-Kinderbuchleserinnen und -leser: Der kleine Prinz hat zu Schulschluss ein Buch über Bauer Erfin und einen Kongokäfer geschenkt bekommen. In diesem Buch reisten Tiere via Plattling und die „Woldbohn“ in den Urlaub zu Bauer Erfin und seiner Hulda. Es gibt sie also tatsächlich!

1. Festival mit Kind

Hurra, wir haben es geschafft. Mit dem Zug gings nach Straubing zum Festplatz Open Air mit Granada und Django 3000.

Nach dem Besuch im örtlichen Tierpark gings dann ab zum Konzert!

Ein kurzer Jammer begann mit einer übermotivierten Security-Mitarbeiterin, die justament dem kleinen Prinzen eine Plastiktrinkflasche und ein Sonnenschutzmittel entfernen wollte. Die Plastiktrinkflasche, weil man ja auf dem Gelände etwas konsumieren soll/muss und das Sonnenschutzmittel, weil es als Wurfgeschoß Verwendung finden könnte. Alles argumentieren des Herzkönigs half nichts. Er versprach die doppelte Menge bayerisches Bier zu konsumieren. Ebenso versprach er hoch und heilig die 6 Euro teuer Sonnencreme nicht als Wurfgeschoß zu verwenden, sondern im Falle des Falles einen 0-Euro Stein, der am Platz herumlag. Es half nichts, dem kleinen Prinzen sollten die Sachen abgenommen werden. Doch dann bekam der Herzkönig doch noch einen Verantwortlichen der Stadt zu sprechen, der den Einlass freundlich gewährte. So geht es auch.

Das Konzert machte Spaß. Der kleine Prinz lernte am Merchandising-Stand von Django ebenfalls einen kleinen Djangofan kennen und vertrieb sich mit ihm die Zeit. Beim Nachhauseweg sahen die herzkönigliche Familie am Ausgang zahlreiche Sonnenschutzcremes und Insektenschutzmittel am Boden, die von der Securiy-Dame abgenommen waren. Da waren wohl einige nicht so hartnäckig!

einmal zu oft selbst gegoogelt…

… und schon bekommt man – dezent verpackt – maßgeschneiderte Werbung. Gottseidank ist der Herzkönig diesbezüglich geschult und fällt nicht auf jedes erstbeste Werbeangebot herein, denn sonst hätte er sein eigenes Buch gekauft!

Digitalstrategie 2030 für Unis

Wenn man aufmerksam durch manche Hörsäle schreitet, dann stellen sich die Fragen von alleine. Ist man überhaupt an einer Uni oder im Museum? Und, werden die Overheadprojektoren noch verwendet? Jedenfalls, die angekündigte Digitalstrategie ist wahrlich notwendig!

Balkonien

Die Herzkönigin verzaubert von Jahr zu Jahr den Freiraum der herzkönigliche Gemächer, sodass man fast glauben könnte, es handle sich um weit mehr als nur ein paar Blumentröge am Fenster.

Ferienbeginn

Die herzkönigliche Familie zog sich zu Beginn der Ferien auf ihren bescheidenen Landsitz zurück.

Allerdings – Ruhegenuss gibt es dort keinen! Jeder, der nur ein kleines Blumenkisterl am Fensterbrett stehen hat, weiß: es gibt immer etwas zu tun. Der kleine Prinz inspizierte etwa die entsprechenden Sicherungsmaßnahmen an den altehrwürdigen Gemäuern.

Es gab sie aber dann doch, die erholsamen Momente:

Natürlich begaben sich der kleine Prinz und der Herzkönig gemeinsam auch auf Schatzsuche, denn nur einmal in hundert Jahren zeigt die Sonne den Eingang zu einem geheimen Zimmer, dem Bernsteinzimmer?

Neues Heft „Das Waldviertel“ (2/2022) mit einem Schwerpunkt zur Waldviertel-Bibliothek

Karlheinz Hulka stellt die Waldviertel-Bibliothek im Museum Horn vor, die 1990 aus der Vereinigung der Museumsbibliothek mit der Bibliothek des Waldviertler Heimatbundes entstanden ist. Die Bestände der Bibliothek des Waldvierteler Heimatbundes wurden hauptsächlich mittels Buchschenkungen aufgebaut und befanden sich ab ungeführ 1950 in Krems. Heute umfasst der gesamte Bücherbestand rund 16.600 Datensätze, der kontinuierlich erweitert wird. Das Sammelgebiet konzentriert sich auf mit dem Waldviertel direkt zusammenhängende Werke und Veröffentlichungen.

Über die „WHB-Datenbank“ berichten Ivan Božić, Diana Davit, Christian Erlinger, Thomas Havelka, Markus Holzweber, Mirko Kosović und Sally Othman. Dieses Gemeinschaftsprojekt wurde mit Studierenden an der Fachhochschule des BFI Wien und dem Waldviertler Heimatbund umgesetzt. Die Autorinnen und Autoren beschreiben darin die Umsetzung des Projekts, das von der Fachhochschule bei einer Projektvernissage mit dem zweiten Platz ausgezeichnet wurde. Die Online-Bibliotheksrecherche des WHB umfasst nunmehr die Bestände der Waldviertel-Bibliothek und die Artikel der Schriftenreihe sowie der Zeitschrift „Das Waldviertel“. Sofern Volltexte als PDF vorhanden sind, wird direkt auf diese verlinkt. Für geschichtlich Interessierte konnte nun eine einheitliche Suchmöglichkeit geschaffen werden, die derzeit 20.733 Einträge umfasst.

Der Zwettler Stadthistoriker Friedel Moll widmet sich der turbulenten Zeit der Zwischenkriegszeit in Zwettl. Aus der Gemeinderatswahl vom 12. März 1933 gingen nämlich die Nationalsozialisten als klare Sieger hervor. In der ersten Sitzung des neugewählten Gemeinderats wurde der Rechtsanwalt Dr. Franz Beydi gewählt, der seit 1931 Mitglied der NSDAP war. Unter seinem Vorsitz fanden zwei Gemeinderatssitzungen statt. Nach Anschlägen der Nationalsozialisten wurden diese in Österreich verboten. In der überwiegend konservativ eingestellten Stadt Zwettl folgte der Sozialdemokrat Josef Pexider als Bürgermeister nach. Auch er hatte keine lange Amtszeit, wurde er doch im Februar 1934 verhaftet und in das Anhaltelager Wöllersdorf eingeliefert.

Elisabeth Wögenstein widmet sich dem Thema Migration während des Ersten Weltkriegs. Vor mehr als 100 Jahren, im Herbst des Jahres 1914, wurden große Sammellager in Niederösterreich zur Unterbringung von etwa 30.000 Kriegsflüchtlingen, etwa aus Galizien, angeordnet. Gmünd bot hier mit dem Bahnknotenpunkt eine ausgezeichnete Lage. Hier wurden die ruthenischen Flüchtlinge untergebracht, mit Nahrung und Medikamenten versorgt und unterrichtet. Das Leben im Lager war aber keine Idylle, tausende Menschen starben an Seuchen und Krankheiten. Im Übrigen: Der Terminus „Ruthene“ war eine Schöpfung der Administration der Habsburgermonarchie und bezeichnete die ukrainische Bevölkerung, die sich auch heute wieder auf der Flucht befindet.

Die Glocken der Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Neukirchen am Ostrong beschreibt Herbert Neidhart. Darin ist unter anderem auch zu entnehmen, dass Glocken immer wieder (im Ersten wie im Zweiten Weltkrieg) für Kriegszwecke abgeliefert wurden.

Mit der Pilgerfahrt des Altenburger Benediktinerpaters Friedrich Endl beschäftigt sich Renate Seebauer. Endl trat 1894 die Reise ins Heilige Land an und machte seine Reiseerinnerungen in Buchform einem größeren Publikum zugänglich. Es dürften auf dieser Reise neben den Sehenswürdigkeiten und Heiligen Stätten auch die mediterrane Pflanzenwelt beeindruckt haben. Renate Seebauer konzentriert sich in ihrem Beitrag auf die Frage, wie ein Geistlicher aus dem Waldviertel Transport, Unterkunft und Verpflegung wahrgenommen hat.

Waldviertler Kulturberichte, ein Leserservice und die Mitteilungen des WHB ergänzen das 112 Seiten starke Heft (2/2022).

Ein Heft der Zeitschrift „Das Waldviertel“ kostet 8 Euro. Ein Bezug ist über die Website www.daswaldviertel.at möglich.