Von Tatütatas zu Gras? ein normales royales Wochenende

Den Beginn des Wochenendes nutzte der Herzkönig, um mit dem kleinen Prinzen die Haus- und Hoffeuerwehr seiner Reichs- und Residenzhauptstadt Wien zu inspizieren. Also ging es am Samstag vom Hof an den Hof.

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Dort gab es allerhand zu besichtigen und der Herzkönig war durchaus erstaunt, wie sich die Leiter- und Spritzwagen zu ansehnlichem und hochmodernem Gefährt entwickelt haben. Wieder zu Hause hat auch der kleine Prinz seine Feuerwehr-, Rettungs- und Polizeitatütatas hervorgeholt, geordnet und der Öffentlichkeit präsentiert.

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Am nächsten Tag ging es gleich noch einmal auf das Feuerwehrfest. Sogar das dortige Museum wurde inspiziert und bei der Gelegenheit wurde da und dort ordentlich abgeräumt. Die Mitbringsel  wurden von der Herzkönigin und unter Mitarbeit des Herzkönigs und des kleinen Prinzen sogleich zusammengebaut. Das Ergebnis – eine ganze neumorderne Rettungs- und Feuerwehreinheit – kann sich sehen lassen. Die Kreativität der Herzkönigin kannte keine Grenzen: da wurden Schläuche dazugebastelt, eine Anhängevorrichtung und sogar eine Leiter. Die besonders kunstvoll angebrachten Blaulichter an einem Feuerwehrfahrzeug (unten rechts) wurden vom kleinen Prinzen sofort erkannt und benannt. Er spricht seitdem von seinem „Feuerwehrhasen“.

Dem Rettungstatütataauto, das der Herzkönig eigenhändig gebastelt hat, war schon optisch von Vornherein kein langes Leben anzusehen. Vermutlich lag es an der stumpfen Schere oder dem nichtklebenden Kleber. Der traurige Ernstfall und somit der Entsorgungsfall trat wenig später unter kräftigem Zutun des kleinen Prinzen auch tatsächlich ein.

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Am Sonntagnachmittag ging es noch in den Lidlpark. Dort haben die Kinderfreunde zum Welttag des Kindes eingeladen. Im Vorjahr gab es noch eine Bühne mit Tanzvorführungen, eine Hüpfburg und allerlei Drumherum. Diesmal fiel es etwas bescheidener aus und der kleine Prinz wollte diese Festivität auch so bald als möglich verlassen.

Es ging kurz auf den dortigen Kinderspielplatz. Nach getanem Spiel wollten der Herzkönig und der kleine Prinz diesen wieder verlassen, als ein junger Mann die beiden mehrfach mit „Entschuldigen Sie…“ anredete. „Entschuldigt die Störung, Eure Majestät“, wäre die angebrachte Anrede gewesen, der gute Mann hatte vermutlich keine Ahnung vom pluralis majestatis. Der Herzkönig hat sich nach kurzem Zögern doch erbarmt, mit ihm eine Unterhaltung zu führen. Aber was der gute Mann auf dem Herzen hatte, war gelinge gesagt etwas unverschämt. War sein Begehr doch tatsächlich „Haben Sie Interesse an Gras?“ Nun gänzlich von der Hand zu weisen ist der Bedarf an Gras für die sich abmühende Elternschaft nun nicht; aber wenn man den Spielplatz erreicht, sind die kleinen Racker dann doch einigermaßen pflegeleicht und auch die Elternschaft ist ohne zusätzliche Stimulantien wohltuend gechillt. Somit ist ein Spielplatz nicht wirklich ein idealer Ort für derlei Geschäfte, dies hat der Herzkönig dem guten Mann noch mit auf den Weg gegeben.

Am Heimweg ging es noch einmal beim Fest der Kinderfreunde vorbei. Auch beim zweiten Mal hatte der kleine Prinz kein Verlangen, längere Zeit dort zu verweilen. Lediglich einen Wunsch äußerte er: „haben grüne Luftballon“. Sein Wunsch nach einem  solchen grünen Luftballon der Kinderfreunde wurde aber leider nicht erfüllt, als Ersatz bekam er einen roten Luftballon einer wahlwerbenden Partei in die Hand gedrückt. Diesen sollte er voll Stolz nach Hause tragen, schließlich konnte er einfach in einem unachtsamen Moment in die Lüfte für immer verschwinden. Am nächsten Morgen hat aber der rote Ballon seine Kraft gänzlich verloren und lag etwas trostlos am Boden… ein Omen für diese wahlwerbende Partei?

Wer eine Reise macht, hat immer was zu erzählen

Der Herzkönig unternahm mit Herzkönigin und dem kleinen Prinzen eine Reise aufs Land. Das erklärte Ziel dieser Reise bestand darin, dass der kleine Prinz Bekanntschaft mit dem ländlichen Raum und seien Besonderheiten machen sollte. So verschlug es die königliche Entourage ins tiefste Innviertel, in den sogenannten Sauwald. Wie dieser Name – und viele andere auch (Oberfucking, Unterfucking…) – erahnen lassen, ist dort alles etwas weniger schönbrunnergelb gefärbt, sondern eher deftig.

Aber dem kleinen Prinzen gefiel es, zumindest die kleinen „Muhkulis“ und „Wuserl“ regelmäßig zu besuchen. Die zwei Schweinderl habens ihm allerdings nicht angetan, naja man kann ja nicht jedes Tier mögen.

Aus dem beschaulichen Urlaub am Bauernhof wurde auf der Rückfahrt dann aber doch noch ein Abenteuerurlaub. Kurz nach der Auffahrt auf die Autobahn, leuchteten im königlichen Fahrzeug alle Lichter auf, der Motor stotterte und der Herzkönig stockte. Als Lichtblick in dieser trostlosen Situation erwies sich ein verlassener, aufgelassener Rastplatz, der ausrollend angesteuert wurde. Dort konnte auch der kleine Prinz bei Laune und vor allem in sicherem Abstand zur Autobahn gehalten werden. Seine Augen – und auch die des Herzkönigs – begannen in dem Augenblick zu funkeln, als ein Abschleppauto mit „Tatütata“ (klein-prinzisch für jede Art von Drehlicht) ankam, das Auto auflud und die Entourage vorne Platz nehmen durfte. Der kleine Prinz fühlte sich vermutlich in dem Moment wie ein Einsatzfahrer.

Im Autohaus Angleitner in Ried wurde der Wagen begutachtet und wieder flott gemacht und das derart schnell, dass der kleine Prinz nicht einmal in der Lage war, mit allen dortigen Spielsachen zu spielen.

 

Schuhkasterltragödie

Der kleine Prinz wächst und gedeiht und somit kommt auch das eine oder ander Paar neuer Schuhe in den königlichen Haushalt. Die Herzkönigin, ganz in ihrer fürsorglichen Art, übernahm die Organisation und Bestellung eines neuen Schuhkasterls. Dieses sollte optisch glänzen und natürlich entsprechend Platz für die neuen Schuhe bieten.

Die Packung kam mit etwas Verzögerung durch den Paketdienst GLS und dann einmal gleich ordentlich beschädigt an. GLS ist ein Nebenbeteiligter am Schauplatz, den sich Rakuten.de und dynamic-trade.de teilen.

Nach Rücksprache bei den Herstellern wurden wir aufgefordert, das beschädigte Paket zu öffnen. Dieses war dann aber nicht nur äußerlich beschädigt, nein… nahezu jedes der Bretter für das Kasterl hatte eine Beschädigung. Dynamic-trade reagierte im ersten Moment damit, dass man die beschädigten Teile nach dem Zusammenbau nicht mehr sehe würde, sagte dann doch zu, für jedes dieser Bretter ein Ersatzteil zukommen zu lassen. Nachdem bei der ersten Lieferung lediglich fünf Bretter heil waren, kam ein paar Wochen später eine neue Gesamtlieferung. Diese war zwar auch nicht ganz ohne Fehler, der Herzkönig baute die Teile an einem sonnigen Nachmittag trotzdem ganz alleine zusammen. Immerhin hatte er ja noch im Kopf, dass der Hersteller schon beim ersten Mal versprach, die defekten Teile seien zusammengebaut nicht sichtbar. Und, der kleine Prinz und die Herzkönigin sollten doch eine Freude damit haben.

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Es kam wie es kommen musste: die paar beschädigten Teile waren von außen natürlich doch noch zu sehen. Was folgte waren Telefonate mit rakuten und dynamic trade, mit folgenden Inhalten: man könne noch eine weitere Lieferung veranlassen, und dann gleich ein paar geschickt verpackte Vorwürfe: warum haben sie überhaupt das Paket aufgemacht und warum denn auch noch die Teile zusammengebaut?

Wie bitte? Der Herzkönig konsultierte den Haus- und Hofanwalt bzw. das europäische Verbraucherschutzzentrum. Das bestätigte dem Herzkönig, dass derartige Mängel nicht mehr hinzunehmen sind und ein Rücktritt vom Vertrag anzustreben ist. Das hat der Herzkönig schließlich auch getan und sogar bestätigt bekommen, was er mit den beiden kaputten Schuhkasterllieferungen machen kann: entweder entsorgen oder behalten und in den Keller stellen.

Die gute Nachricht (1): es hat sich schließlich doch noch jemand über ein gratis zusammengebautes (und bisschen ramponiertes) Schuhkasterl gefreut

Die gute Nachricht (2): Die Herzkönigin hat die ganze Bestellung auf „Rechnung“ abgewickelt. Das hatte zwar zur Folge, dass wir einmal gemahnt wurden, aber immerhin haben wir kein Geld überwiesen und somit musste man sich nicht auch noch mit einer Rückforderung herumärgern.

…werden wir dann herzlich ihr Problem lösen…

Im Hofstaat der Herzkönigin gab es wieder einmal ein Problem mit der technischen Ausstattung. Da kein großes weißes Kaninchen am freien Markt als Zeitansager verfügbar ist (in das Darknet hat sich der Herzkönig noch nicht getraut), musste ein solches Gerät mit Zeitansagefunktion angeschafft werden.

Es kam wie es kommen musste und der Zeitansager gibt zwar noch immer die richtige Zeit an, allerdings mit einem Geknatter, der den Herzkönig um seinen verdienten Schönheitsschlaf bringt. Es folgte die Nachfrage bei Hersteller, der unverzüglich antwortete. Die Antwort soll hier in voller Länge ungekürzt wiedergegeben werden. Auch möchte sich der Herzkönig mit Kommentaren zurückhalten, was ihm äußerst schwer fällt. Besonderen Gefallen hat er an der Formulierung „werden wir dann herzlich Ihr Problem lösen“ gefunden. Diesen Passus wird er nach parlamentarischer Prüfung (man muss selbst als Herzkönig diese „Unterhäuser“ damit befassen) auch in seine E-Mail-Signatur aufnehmen. Ob es sich bei dem Gegenüber um den bekannten Dr. Sommer handelt wird auch noch Gegenstand weiterführender Ermittlungen sein.

Sehr geehrte Damen und Herren,

entschuldigen Sie bitte für die Unannehmlichkeit, wir würden mit Ihnen zusammen das Problem lösen, könnten Sie bitte ein paar Fotos oder Video aufnehmen und uns schicken? Sie sind die wichtige Informationen für uns, damit können wir wissen, was für ein Problem es gibt und dann Ihnen eine Lösung geben. Nachdem wir Ihre Bilder oder Video bekommen, werden wir dann herzlich Ihr Problem lösen. Vielen Dank für Ihr Verständnis und wünschen Ihnen einen schönen Tag!

Mit freundlichen Begrüßungen Sommer

Das Spielzeug der Mächtigen

Donald Trump hat es vorgemacht. Allerdings mit einer langen Vorlaufzeit und hohen Kosten. Er konnte nun sein neues Spielzeug, seinen neuen Flugzeugträger der Ford-Klasse, in Betrieb nehmen. Gekostet hat das Ding 13 Milliarden und ein Vielfaches davon an Entwicklungskosten. Am 22. Juli wurde die USS Gerald R. Ford in Dienst gestellt.

Der Herzkönig – als wesentlich jüngeres aber im Geiste ebenbürtiges Oberhaupt (im Grunde sind wir ja alle verspielte Kinder) – konnte da nicht zurückstecken und hat seine eigene Armee aus Kindheitstagen inspiziert. Die befand sich leider in einem äußerst desolaten Zustand. Die Flugzeugflotte aus Kindheitstagen war zwar in Bruchstücken vorhanden, aber bei weitem nicht einsatzbereit. Es fehlten Räder, Flügel und wo waren überhaupt die Piloten? Was er auffand, waren ein paar Ritter. Die wenigen Einsatzbereiten waren aber für die moderne Kriegsführung überhaupt nicht mehr geeignet. Es half alles nichts. Wenn der Herzkönig mit der Zeit gehen und somit auch so einen Flugzeugträger haben wollte, musste er ihn bauen lassen.

In einer nachmittäglichen Nacht- und Nebelaktion wurde dieser konstruiert, unter tatkräftiger Unterstützung des kleinen Prinzen. Das Ergebnis kann sich insgesamt sehen lassen, wenn auch noch ein paar kleinere Schönheitsfehler in Planung und Betrieb festzustellen sind. Leider ist die Luftflotte noch ausbaufähig, denn das einzige funktionsfähige Flugzeug ist eine Duplo-Propellermaschine. Und der einzige Hubschrauber ein krachmachender Polizeihubschrauber der Marke KIK. Von der Bewaffnung ganz zu schweigen… eine Kamera und ein Feuerwehrschlauch müssen zur Verteidigung herhalten. Allerdings gäbe es ein umfangreicheres Waffenarsenal im Kinderzimmer zu finden, müsste man sich Sorgen machen. Aber das muss ja der „Feind“ nicht wissen und somit bleibt das alles top secret, höchste Geheimhaltungsstufe, wie man in militärischen Kreisen zu sagen pflegt.

Es geht ohnehin in der modernen Kriegsführung um den Überraschungsmoment. Trump mit seiner neuen Ford-Klasse wird es ja nicht für möglich halten, dass er vom Herzkönig mit seinem neuen Träger der Duplo-Klasse, auf dem sich ein unbewaffnetes Flugzeug und ein Polizeihubschrauber aus den 70ern befinden, angegriffen wird.

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…allerdings, die Feldherrenpläne des Herzkönigs wurden jäh zunichte gemacht, als der kleine Prinz seinen Buggy herumführte und just den zum Auslaufen bereiten neuen Flugzeugträger touchierte. tutto kaputto.

Fadesse im Warteraum

Der Herzkönig geht gern und regelmäßig zum Haus- und Hofarzt. Er tut dies eigentlich nicht unbedingt aufgrund medizinischer Notwendigkeit heraus, sondern um zu erfahren, welche brennenden Themen derzeit en vogue sind. Diese Neugier kann der Herzkönig am besten mit der Klatschpresse befriedigt.

Die Wahl des passenden Arztes bedarf schon einer gewissen Erfahrung, immerhin soll es solche geben, die ausschließlich die Zeit und andere großformatigen Blätter aufgelegt haben. Es gibt aber auch Ärzte, bei denen ausschließlich Bild der Frau, Bunte, Echo der Frau oder das Neue Blatt auf die Patienten warten. Insgeheim hat der Herzkönig schon daran gedacht, sich gleich gar nicht bei der Sprechstundenhilfe für einen Termin anzumelden, sondern sich einfach nur ins Wartezimmer zu setzen, und die Zeitschriften zu studieren. „Studieren“ ist im Zusammenhang mit den vorhin genannten Zeitschriften der wirklich passende Ausdruck.

Jedenfalls ging dem Herzkönig bei seinen letzten Besuchen verschiedener Wartezimmer ein Magazin ab, nämlich das Seitenblicke-Magazin. Der Herzkönig wollte darauf hin schon seinen „Klatsch-Presse-Vertrauensarzt“ wechseln, da lag es wieder griffbereit da. Allerdings war die Lektüre wenig befriedigend. Das Blatt machte nach dem Verlagswechsel einen etwas dünnern Eindruck, dazu kamen ein großer Teil Fernsehprogramm und Geschichten, die das Prädikat „ausgelustscht“ verdienen.

Beim schnellen Durchblättern bin ich aber dann doch auf einer Seite hängengeblieben. Bei Frau Beckham muss man einfach auf dem Laufenden bleiben … als heimlicher Spice-Girls-Fan… nein, das fußballerische Können ihres Ehemanns eindringlich verfolgend…!

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Was fällt dem Kenner auf? Posh-Spice ist erdunkelt? Ist das in Zeiten von Trump ein Statement des Seitenblicke-Magazins in Richtung „we are all Obama“? Oder hat’s einfach nur was mit dem Photoshop zu tun? Eins ist da noch unstimmig, wie der Herzkönig als Seher von Germanys next Topmodel sowie Shopping Queen und somit befähigter Mode- und Stilberater unschwer erkennen kann. Ist das im Text genannte zartrosa Vichy-Karo-Oufit wirklich abgebildet?  Nur wahren Modekennern wird auffallen, dass es sich hier um gestreiften Hemdblusenstoff handelt. Ist die Dame wirklich Victoria Beckham, oder doch Michelle Obama? Aber Text und Bild sind ohnehin egal, was zählt, ist dass der Kleine Prinz jetzt schon fleißig für die nächste Muttertagspose (den Herzköniginnentag) übt.

Die Niederösterreichische Gebietskrankenkasse und meine Herzkönigin: eine neue Liebe?

Da meine Herzkönigin im Rahmen ihrer Ausbildung gerade mal 90 Euro pro Monat verdient – oder als Aufwandsentschädigung erhält -, hat sie bei der niederösterreichischen Gebietskrankenkasse einen Antrag auf Rezeptgebührenbefreiung eingebracht. Dann (es war Anfang Oktober) hieß es wieder einmal abwarten, denn es geschah nichts.

Am 14. November wurde der Antrag (juhu!) positiv erledigt und die Rezeptgebührenbefreiung bis 21. November – also eine Woche – gewährt. Nett war der Tipp von der NÖGKK: „Bitte stellen Sie rechtzeitig vor Ablauf dieser Frist einen Antrag auf Verlängerung….“ Interessanterweise galt die Befreiung aber rückwirkend bis 13. Oktober.

Aufgrund der kurzen Frist drängte die Zeit und schnell war ein neuer Antrag gestellt; der diesmal wesentlich schneller bearbeitet wurde. In unglaublicher Geschwindigkeit kam zwei Tage nach Ablauf der ersten Befreiung die nächste Bewilligung. Meine Herzkönigin wurde ab 22. November bis 30. November von der Rezeptgebühr befreit. Ups. hatten wir das nicht schon einmal? Zwei mal geschaut, zwei mal verglichen, zwei Mal für eine ganze Woche befreit. Wer oder was steckt da dahinter? Jemand der es besonders genau nimmt? Jemand der uns etwas zu fleiß machen will? Oder gar jemand der die Post subventioniert? Da hat er nicht mit uns gerechnet….

Da sich die Krankenkasse also beim ersten Mal etwas länger Zeit für eine Antwort gelassen hat, haben wir zwischenzeitlich die Belege für diverse Heilbehelfe und Medikamente eingereicht und um Rückerstattung ersucht. Die NÖGKK schrieb (nach mehreren Telefonaten sowohl mit der Herzkönigin als auch mit mir), dass eine Rückerstattung nicht erfolgen könne, und verwies uns an die Apotheken und Geschäfte, die meiner Frau zu Unrecht Gebühren verrechneten. Über die Firma Bständig erhielten wir folgende Auskünfte (die NÖGKK konnte uns das nicht selber sagen bzw. schreiben):

Fürs erste sagte die NÖGGK, dass meine Frau zum Zeitpunkt des 19. Oktober weder kostenanteils- noch rezeptgebührenbefreit war. Aha.

Dann sagte die NÖGGK, dass meine Frau doch rezeptgebührenbefreit sei, allerdings steht im Schreiben der Kasse nicht, dass sie von „allen Kosten befreit“ sei. Da der Satz fehlt, kann man nichts tun.

Die Firma Bständig rief uns allerdings an, dass man die Sache klären konnte und man das Geld zurück erstattet bekomme. Sehr kulant von der Firma Bständig sich in unserem Namen darum zu kümmern. Vielen Dank an dieser Stelle! Am nächsten Tag erhielt meine Frau trotzdem (ihren mittlerweile täglichen) Brief der NÖGKK, dass es keine Rückerstattung gibt. Wie jetzt… wir hatten das Geld doch einen Tag vorher bekommen?

Dann wurde der Selbstbehalt für einen Krankenhausbeitrag eingereicht. Was könnte die NÖGKK antworten, vielleicht wieder abstreiten, dass man rezeptgebührenbefreit sei? Oder sagen, dass die Rezeptgebührenbefreiung nicht für Krankenhäuser gilt, weil es nicht explizit angeführt ist?

Was schreibt die NÖGG also tatsächlich: „Der Versicherte hat gemäß Krankenanstaltengesetz des Landes, sofern keine Rezeptgebührenbefreiung vorliegt, einen Kostenbeitrag zu leisten“ Danke für diese Info, und weiter: „Wir bitten deshalb um Verständnis dafür, dass wir im Hinblick auf die zwingenden Gesetzesvorschriften, die von Ihnen bezahlten Kosten nicht ersetzen können.“

Wenn ich schon von „zwingenden Gesetzesvorschriften“ lesen muss, dann gibt’s auch von mir einen Fünfzeiler retour: „In Beantwortung Ihres Schreibens, dass Sie den Kostenbeitrag meiner Frau für den Krankenhaus-Aufenthalt vom 30. Oktober bis 4. November 2016 nicht leisten können, da meine Frau im gegenständlichen Zeitraum nicht rezeptgebührenbefreit gewesen sei, teile ich Ihnen hiermit mit, dass Sie mit Schreiben von der NÖGKK vom 14. November 2016 sehr wohl für den Zeitraum von 13. Oktober bis 21. November 2016 rezeptgebührenbefreit war und somit auch für den Zeitraum 30. Oktober bis 4. November rezeptgebührenbefreit gewesen sein muss. Ich habe mir daher erlaubt, Ihr Schreiben einzuscannen und schicke es Ihnen anbei mit, verbunden mit der Hoffnung, dass es auch bei Ihnen aktenkundig ist.“

Der Autoreply der NÖGKK ist auch nett: „Wir haben Ihre Nachricht erhalten und werden Ihr Anliegen so rasch wie möglich behandeln. Die Bearbeitung kann eventuell – z.B. auf Grund notwendiger Recherchen – einige Tage in Anspruch nehmen. Wir ersuchen Sie daher um etwas Geduld. Sollte aus datenschutzrechtlichen Gründen eine elektronische Beantwortung rechtlich nicht zulässig sein, so übermitteln wir Ihnen die gewünschten Informationen per Post.“

Darüber muss ich auch noch einmal nachdenken, wann das Datenschutzgesetz eine Beantwortung auf elektronischen Weg untersagt, vielleicht wenn man mit einer E-Mail-Adresse wie donald.duck@gmx.net mit der Kasse kommuniziert?  Oder vielleicht ist die NÖGKK auch nur Postaktionär und weiß, dass sich die Herzkönigin wahnsinnig freut, wenn einmal etwas für sie im Briefkasten ist? Und den Herzkönig würde es auch freuen, wenn nicht immer nur Werbung in den Briefkasten kommt, mit Hinweisen auf Produkte, die niemand braucht, aber man trotzdem kauft.

Wo gibt es noch gute Haus- und Hofmaler?

Am 9. Juni begaben sich der kleine Prinz, die Herzkönigin und der Herzkönig zu einer Feierlichkeit. Die ISPA – Internet Service Providers Austria – feierte ihr 20-jähriges Bestehen.

Bedauerlicherweise hat sich der hofeigene königliche Maler unpässlich gefühlt, und konnte den Hof nicht begleiten. So eine Unpässlichkeit zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt konnte naturgemäß nicht hingenommen werden und er wurde standesgemäß gerädert, um einen Kopf kürzer gemacht und schließlich auch noch gevierteilt.

Gottseidank hat es dort einen eigenen Maler gegeben, der die Anwesenheit des kleinen Prinzen, der Herzkönigin und des Herzkönigs festhalten konnte.

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Der kleine Prinz hat die hier dargestellten unzweifelhaft als „Mama“ und „Papa“ identifiziert, ganz im Gegensatz zu Herzkönigin und Herzkönig, die keinerlei – also nicht einmal ansatzweise und somit überhaupt keine – Ähnlichkeit feststellen haben können. Der dortige Maler hat – sich seiner Missetat sehr wohl bewusst – folgerichtig die Flucht ergriffen. Er ist trotz größter Suchanstrengungen und internationalem Haftbefehl noch immer unauffindbar.

Die Herzkönigin versucht einstweilen, gemeinsam mit dem kleinen Prinzen, den zu einem Puzzle gewordenen hofeigenen Haus- und Hofmaler wieder zusammenzubasteln.

Neuer Name der Uni Wien?

Der Herzkönig ist wieder einmal seiner Tätigkeit als Fitnesstrainer nachgegangen. In der Zeit vor dem kleinen Prinzen war er ja lange Zeit im Bewegungsprogramm der Sozialversicherung der Gewerblichen Wirtschaft „SVA-Bewegt“ aktiv und trainierte eine Gruppe im Ernst Happel Stadion. Von Zeit zu Zeit hilft der Herzkönig aber immer noch gern aus, wenn Not am Mann ist und so kam es dass er sich wieder im Stadion einfand. Wie immer viel zu früh, hatte der Herzkönig auch noch Zeit, die dort aufliegenden Zeitungen – wie die Sporttimes der Sportunion – zu lesen. Bei einem Tagungsbericht musste der Herzkönig kurz innehalten.

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Die Fragen die dem Herzkönig in den Kopf schossen: Gabs mit der Neubenennung des Rings zum Universitätsring auch gleich einen neuen Namen? Oder heißt Alma Mater Rudolphina auf Neudeutsch „Karl Franzens“? Wobei es da schönere Doppelnamen gegeben hätte – ich erinnere nur an die nicht angenommenen Namensvorschläge für den kleinen Prinzen: Karl-Max, Rudi Karel, Anton Jesus & Karel Gott, Peter Alexander, Udo Jürgen…

 

Wo sind die Schlumpf-Nudeln?

Der Herzkönig wurde ausgeschickt, um Lebensmitten einzukaufen. An sich keine große Sache wenn man streng nach Einkaufszettel vorgeht und zwischenzeitlich nicht nach links und rechts schaut. Aber das sticht dem Herzkönig dann plötzlich ein Schlumpf ins Auge. Kindheitserinnerungen wurden wach, als er am Regal stand und eine Schlumpfsuppe sah!

Der Herzkönig hat kurz überlegt, gleich alle Packungen dieser tollen Suppe zu kaufen, um sogleich für eine ganze Schlumpffamilie aufzukochen, hat das dann aber doch verworfen. Vermutlich weil es keine Aktion „kaufst du alle Schlumpfsuppen, bekommst Du noch Gargamel-Katzenfutter dazu“ gab.

Mit stolzer Brust hat er der Herzkönig also eine Packung gekauft und zu Hause auch noch selbst gekocht. Warum das fertige Produkt beim Herzkönig dann doch ganz anders aussieht, als das Packungsbild der Schlumpfsuppe suggeriert, ist und bleibt dem Herzkönig ein Rätsel. Der Herzkönig ist halt doch kein Papa-Schlumpf (eher ein Schlaubi…) und hat sich wieder einmal blenden lassen von einer bunten Werbung auf einer Packung.