Schuhkasterltragödie

Der kleine Prinz wächst und gedeiht und somit kommt auch das eine oder ander Paar neuer Schuhe in den königlichen Haushalt. Die Herzkönigin, ganz in ihrer fürsorglichen Art, übernahm die Organisation und Bestellung eines neuen Schuhkasterls. Dieses sollte optisch glänzen und natürlich entsprechend Platz für die neuen Schuhe bieten.

Die Packung kam mit etwas Verzögerung durch den Paketdienst GLS und dann einmal gleich ordentlich beschädigt an. GLS ist ein Nebenbeteiligter am Schauplatz, den sich Rakuten.de und dynamic-trade.de teilen.

Nach Rücksprache bei den Herstellern wurden wir aufgefordert, das beschädigte Paket zu öffnen. Dieses war dann aber nicht nur äußerlich beschädigt, nein… nahezu jedes der Bretter für das Kasterl hatte eine Beschädigung. Dynamic-trade reagierte im ersten Moment damit, dass man die beschädigten Teile nach dem Zusammenbau nicht mehr sehe würde, sagte dann doch zu, für jedes dieser Bretter ein Ersatzteil zukommen zu lassen. Nachdem bei der ersten Lieferung lediglich fünf Bretter heil waren, kam ein paar Wochen später eine neue Gesamtlieferung. Diese war zwar auch nicht ganz ohne Fehler, der Herzkönig baute die Teile an einem sonnigen Nachmittag trotzdem ganz alleine zusammen. Immerhin hatte er ja noch im Kopf, dass der Hersteller schon beim ersten Mal versprach, die defekten Teile seien zusammengebaut nicht sichtbar. Und, der kleine Prinz und die Herzkönigin sollten doch eine Freude damit haben.

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Es kam wie es kommen musste: die paar beschädigten Teile waren von außen natürlich doch noch zu sehen. Was folgte waren Telefonate mit rakuten und dynamic trade, mit folgenden Inhalten: man könne noch eine weitere Lieferung veranlassen, und dann gleich ein paar geschickt verpackte Vorwürfe: warum haben sie überhaupt das Paket aufgemacht und warum denn auch noch die Teile zusammengebaut?

Wie bitte? Der Herzkönig konsultierte den Haus- und Hofanwalt bzw. das europäische Verbraucherschutzzentrum. Das bestätigte dem Herzkönig, dass derartige Mängel nicht mehr hinzunehmen sind und ein Rücktritt vom Vertrag anzustreben ist. Das hat der Herzkönig schließlich auch getan und sogar bestätigt bekommen, was er mit den beiden kaputten Schuhkasterllieferungen machen kann: entweder entsorgen oder behalten und in den Keller stellen.

Die gute Nachricht (1): es hat sich schließlich doch noch jemand über ein gratis zusammengebautes (und bisschen ramponiertes) Schuhkasterl gefreut

Die gute Nachricht (2): Die Herzkönigin hat die ganze Bestellung auf „Rechnung“ abgewickelt. Das hatte zwar zur Folge, dass wir einmal gemahnt wurden, aber immerhin haben wir kein Geld überwiesen und somit musste man sich nicht auch noch mit einer Rückforderung herumärgern.

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