Die Post nimmt allen was…

Vor kurzem in einer Postfiliale: Aufgabe von drei A4 Briefen und Kauf von drei Marken für ein selbst gemachtes Retourkuvert. Statt wie bislang 1,60 Euro kostet nun der Versand eines A4-Briefes nicht ganz das Doppelte, aber doch immerhin 2,50 Euro. Eine kräftige Anhebung, ganz im Sinne einer stabilen Preispolitik der Europäischen Zentralbank.

Zähneknirschend muss man diese Preiserhöhung zur Kenntnis nehmen und ich getraute mich fast nicht nach Marken zu ebendiesem Preis zu fragen. Ich gebe nämlich manchmal in Kuverts, die mit dem selben Inhalt wieder an mich zurückgegen sollen, ein vorfrankiertes Kuvert – sprich ein Retourkuvert.

Nach einem kurzen Moment der Stille tat ich es dann doch und bekam eine verblüffende Antwort. Man könne mir keine Marken verkaufen, da es noch keine Marken im Wert von 2,50 Euro gäbe. Man könne mir allerdings in der Form helfen, dass man Marken zusammenstückelt und mit einer 1,60 Euro-Marke, einer 80 Cent-Marke und einer 20-Cent-Marke auf den entsprechenden Betrag kommt. Aber hoppla und einmal kurz nachgerechnet, das ergibt doch 2,60 und damit mehr als 2,50 Euro? Ja, das geht leider nicht anders, weil man hat zwar den Preis auf 2,50 Euro erhöht, wann Briefmarken um 2,50 Euro lieferbar sind, wisse man nicht.

2,60 Euro für ein A4-Brieferl…. in richtiges Geld – sprich Schilling – darf man wirklich nicht mehr umrechnen!

Ein Jammer mit der Hundekacke…

Ein kalter, aber sonniger Sonntagmorgen lud die Herzkönigin, den kleinen Prinzen, den Wauwau und mich zu einem Spaziergang in der frischen Luft ein. Wir stapften so durch den angezuckerten Wiener Park: die Herzkönigin mit dem Wauwau voraus, ich und der kleine Prinz folgten.

Vor uns ging ein anderer Hundebesitzer mit seinen zwei kleinen französischen Bulldoggen. Vom Typ her Vollbart (wie er grad so in ist) und ein bisserl Bobo (wie man sie sonst nur im 7. Bezirk findet) schlurfte er so dahin und schlurfte auch weiter, als einer seiner Doggen einen prächtigen Haufen hinterließ. Meine Herzkönigin konnte nicht anders, als ihn höflich darauf aufmerksam zu machen, dass er das auch aufheben könne. Er ließ sich nicht beirren, schlurfte weiter, entwendete eine Kronenzeitung und murmelte dann vor sich hin: „Bücken tue er sich sicher nicht“, und wenn es einen stört „kann man es ruhig aufheben“. Als er weit genug weg war hat er sich dann auch richtig getraut, in die Luft zu schimpfen: „man solle froh sein, dass ein Kind (der kleine Prinz, Anmerkung meinerseits) dabei sei, sonst…“

Braucht man sowas an einem Sonntagmorgen? Wirklich eigenartig, auf einen nett gemeinten Hinweis so derartig aggressiv zu reagieren. Wir hätten ihm ja sogar ein „Gackisacki“ geborgt, ach was sage ich, geschenkt hätten wir ihm eines sogar, da lassen wir uns wirklich nicht lumpen. Aber gut, wollte er nicht. So stapften wir – etwas grantig – zurück nach Hause. Meine Herzkönigin, die im Grund genommen eine Weltverbessererin zu sein glaubt, erträgt es leider überhaupt nicht, wenn jemand nicht das tut was sie gerne hätte.

Unsere Laune besserte sich allerdings schlagartig, als wir vor unserem Haus eine ältere Bewohnerin sahen, die aufgeregt mit einem Euro in der Hand hin und her wedelte,  hüpfte und gestikulierte. Bei näherer Betrachtung war sie auf der Suche nach jemanden, der ihr vom 20 Meter entfernten Kronenzeitungsständer eine Zeitung holen würde. Sie selbst hatte ja nur Schlapfen an und traute sich deshalb nicht über die angeeiste Straße. Mit den Worten „Gengans lossens des Geld stecken, ich bring ihnen eine Zeitung – i hob grod gseng, die Krone kostet heit nix“ wagte ich mich schleunigst mit meinen Turnschuhen aufs Glatteis, „organisierte“ eine Zeitung und sorgte damit für die literarische Nahversorgung unter widrigsten Bedingungen.

Durch diese kleine Episode, die hoffentlich straffrei bleibt, beruhigte sich der Puls wieder, hoben sich die Mundwinkel wieder und ich konnte in Ruhe nachdenken, wie man sich für ein etwaiges nächstes Zusammentreffen mit diesem Hundefreund rüsten könnte – nein keine Sorge ich rede nicht von Bazooka & co – aber vielleicht sollte man doch eine Kleinigkeit zur Selbstverteidigung mitnehmen. So eine aggressive Stimmung wegen eines Hundeschases mit entsprechdem Gewicht kann ja doch nicht gut für das Seelenheil sein; manch Ursache soll ja in der Kindheit liegen und vielleicht wurde ihm ja einfach zu wenig vorgelesen. Ein Blick ins Bücherregal des kleinen Prinzen und schon weiß ich was ich fürs nächste Aufeinandertreffen mitnehme: „weißt du eigentlich, wie lieb ich dich habe“. Passt perfekt.

PS: Alternativvorschlag der Herzkönigin: Der Wappler Kalender 2017 – mit Schimpf und Schande durch das Jahr.

Kernkraftwerk für Kinderspielzeug?

Weihnachten ist vorbei. Und damit auch die Zeit der Geschenke – zumindest bis zum nächsten Anlass…

Jedenfalls hat unser Sohn sein erstes ferngesteuertes Auto – einen Chicco Fiat – vom Onkel bekommen. Meine Herzkönigin und ich haben unseren Segen erteilt. Wir hatten zwar unsere Bedenken, da Italiener eigentlich nur Sommerautos fabrizieren, jedoch haben wir  uns dann doch für den kleinen Flitzer entschieden, immerhin sollte er ja auch sparsam im Verbrauch sein. So weit, so gut.

Drei Tage nach Weihnachten erste Enttäuschung für den jungen Autobesitzer: Batterien aus, nix ging mehr. Naja, vielleicht waren ja noch die Originalbatterien drinnen und der kleine Fiat ist ein Jahr im Geschäft gestanden, bis der Onkel ihn gekauft hat. Also Batterien getauscht und weiter gings. Ein paar Tage später stottert erneut der Motor, er fährt zwar noch ein bisserl, allerdings lässt er sich nicht mehr lenken und kommt grad noch auf den Teppich, wo er aufgibt und ein letztes verzweifeltes Hupen intoniert.

Kind intoniert daraufhin ein ebenso verzweifeltes Klagelied, sämtliche ihm angebotene unmotorsierte Fuhrwerke genügen dem kleinen Prinzen nicht mehr. (Der kleine Prinz…bald nachzulesen auf Blog Nr.?)

Somit haben meine Herzkönigin und ich die einzig richtige Entscheidung für das Wohl der Familie und die Umwelt im Kinderzimmer getroffen: Nein,  der Fiat wurde nicht gegen ein simples Matchbox Auto ausgetauscht, sondern die aufopferungsvollste Ehefrau von allen ist um kurz vor 21 Uhr  noch zum hiesigen Ikea am Stadtrand gedüst und hat  wiederaufladbare Akkubatterien für die nächsten zehn Jahre erstanden. Immerhin wollen wir nicht schuld daran sein, dasss man in Österreich für den Betrieb eines Kinderspielzeuges doch noch ein Atomkraftwerk errichten muss.

PS: Zwei Tage später kamen die Großeltern vom Lande und brachten dem kleinen Buben (natürlich vom Christkind) einen kleinkindgroßen Traktor mit. Nun steht der Chicco Fiat 500 in einer Ecke des Kinderzimmers und wartet vergeblich auf Verwendung, denn der rote Traktor ist natürlich viel besser zu fahren.

PPS: Einer der nächsten Blogs wird heißen: „Christkind bringt einen halben Traktor“.

 

Honig-Nuss-Müsli-Erkenntnis

Beim Probieren eines Müslis (Honig-Nuss) von mymuesli.de fehlte mir irgendwie der Geschmack des Honigs. Das bewegte mich dazu, nachzulesen, was denn so alles in diesem Müsli enthalten ist. An erster Stelle des „Honig-Nuss“-Müslis steht 25% Hafer-Crunchy. Aha, also ein Hafer Müsli. Dafür findet sich zwischen diversen Nüssen gleich zwei Mal „Palmfett“, nochmals aha. Und der Honig: Ganz zum Schluss steht 1 % Honig, noch vor Reismehl. Na dann bin ich ja beruhigt.

Beim nächsten Mal dann doch wieder Kellogg’s Cornflakes, denn da sind laut Packung nur Mais, Zucker, (fettgeschriebenes) Gerstenmalz und Salz verarbeitet.

 

 

Rezension

Für die Zeitschrift „Das Waldviertel“ (Heft 4 mit zwei Rezensionen von mir ist eben erschienen: http://www.daswaldviertel.at) habe ich mir das Buch „Zwiebelwickel, Essigsocken und Co. – Traditionelle Hausmittel neu entdeckt“ vorgenommen.

Ich ging eigentlich sehr leidenschaftlich an dieses Thema heran. Als mein Sohn wieder einmal ordentlich hustete gabs einen Zwiebel-Honig-Topf unters Bett. Man nehme gewürfelten Zwiebel, gebe diesen in ein Glas, etwas Honig darüber, verschließen und stehen lassen. Das offene Glas stelle man über die Nacht unters Bett. Ob es etwas geholfen hat weiß ich allerdings nicht, denn unser Hund schlich sich  in das Kinderzimmer und leerte das Zwiebel-Honig-Glas. Mit tränenden Augen kam er auch rasch wieder heraus. Seit dieser Episode hat er allerdings nicht mehr gehustet. Also muss was dran sein, an diesem alten Wissen.

Das erste Rezept aus diesem Buch war Omas Geheimnis, das bei Bronchitis helfen sollte. Das Rezept scheiterte fast an der Quitte, die ich dafür besorgen musste. Also auf in den Supermarkt, in dem es gefühlte 100-Milch-Sorten gab, allerdings fand ich keine Quitten. Bei der Gemüse und Obst-Abteilung fand ich schließlich einen Verkäufer, jedoch hatte dieser noch nie von Quitten gehört. Von Neugierde gepackt befragte er die Suchmaschine in seinem Apfel-Handy. Das Ergebnis war für mich wenig hilfreich, aber immerhin konnte der Verküfer nun Quitten von Äpfeln und Birnen unterscheiden. Gottseidank gibts die kleinen türkischen Supermärkte an jeder Ecke, die haben Quitten und ich konnte dieses Rezept ausprobieren; schmeckte eigentlich ganz gut und sogar dem kleinen Prinzen. Das konnte ich von einem anderen Rezept, der heißen Zwiebelmilch nicht behaupten.

Ich glaube, für die Buchbesprechung werde ich von weiteren Selbstversuchen absehen…

Kinderkrankheiten

Es ist ein Jammer. Kaum sind die Kleinen auf der Welt fangen sie sich schon etwas ein. Beim ersten Mal – einem Schnupfen, eingefangen im klimatisierten AKH – wars ja noch einfach. Er lag still da und schaute in die Luft und ein paar Tropfen Muttermilch tröpfelten in seine Nase. Mit der Zeit lag er dann nicht mehr still da und er wurde zu einem absoluten Nasenspray-Verweigerer. Hustensaft hingegen trinkt er sehr gerne.

Also half in Zeiten von laufender Nase: Badezimmer zu, Dusche heiß aufdrehen, in die Badewanne Meersalz, Salbei und Eibisch-Mischung und das Kind 10 Minuten im Badezimmer beschäftigen.

Bei seiner Stomatitis half nur Joghurt, Brei und Baby-TV. Vor lauter Bläschen im Mund war an Essen und Trinken nicht zu denken, die ersten Löffelchen waren eine Überwindung, aber danach gings – aber halt nur vor dem Fernseher. Allerdings, nach einer Woche hat man es überstanden, und dann – so sagen die Ärzte – auch für immer.

Dann gabs noch die Bläschen auf den Fingern. Es konnte sich keiner erklären, woher die kamen, somit auf ins AKH. Sofot auf die Isolierstation und Diagnose Kontaktdermatitis. Ein Arzt sagte 3 Mal täglich Mexalenzäpfchen, ein anderer Nureflex aber bitte nur bei Bedarf. Einig waren sie sich in der Antibiotikagabe – oral, 7 Tage lang. Und Kontrolle beim Kinderarzt. Der sagte, er hätte gar keine Antibiotikagabe gemacht, sondern nur eine antibiotische Salbe geschmiert und in Betaisadona gebadet; und ich soll ihm die Antibiotika nur 4 Tage geben. Da war es für meine Brille – siehe Beitrag etwas weiter unten – aber schon zu spät.

Fazit: da soll sich einer auskennen.

Killbrill

Unser lieber Sohn hat nichts Besseres zu tun, als sich mit stomatitis und jetzt auch noch mit impetigo contagiosa anzustecken. Beides unnötig, braucht kein Mensch. Wobei ich Letzteres immer noch nicht glaube, weil’s für mich eher danach auschaut, als ob er seine Finger an rgendetwas Heißem hatte. Aber ein durch jahrelanges Medizinstudium, Facharztausbildung und Tätigkeit am Wiener AKH erworbenes Wissen werde ich jetzt nicht hinterfragen.

Jedenfalls bekommt der Kleine nun drei Mal täglich ein mit einer Spritze aufgezogenes Antibiotikum. Beim ersten Mal vor dem Fernseher klappte das noch ganz gut und er war abgelenkt. Beim zweiten Mal hat er die Situation blitzschnell erkannt und wollte fliehen, was ihm nicht gelang … noch bin ich schneller. Er wehrte er sich mit allen Kräften und verbiss sich in der Plastikspritze. Beim dritten Mal befreite er sich mit einem Arm aus meinen Fessselgriffen und fuhr mit seiner Hand so plötzlich in die Höhe, dass er meine Brille zu fassen bekam, diese dann durch die Luft geschleudert wurde, am Boden aufkam und… nun einen Sprung in der Schüssel hat. Mit Uhu geht da nix mehr, oder?

Aja um wieder mal eine Versicherung ins Spiel zu bringen; bei der Uniqa gemeldet und außer einer automatischen Antwort bislang nix gehört. Es wird spannend im Match wer sich zuerst bewegt im Spiel Uniqa gegen Donauversicherung (siehe Beitrag weiter unten).

Nachtrag: die Uniqa bewegte sich zuerst… allerdings müsste man die Versicherungsbedingungen wieder dahingehend lesen, was denn alles ausgenommen ist, und siehe da: Brillen sind ausdrücklich von der Versicherung ausgeschlossen.

„Die Haushaltsversicherung deckt Schäden an den versicherten Sachen die durch folgende Gefahren entstanden sind: Feuer, Elementarereignisse, Einbruch und Beraubung, Leitungswasser sowie Glasbruchschäden. Bei Glasbruchschäden sind allerdings optische Gläser und deren Rahmen ausdrücklich ausgenommen. Daher können wir den Schaden nicht übernehmen.“

Und dann noch ein freundlicher Hinweis: „Wir ersuchen Sie, sich an Ihre Krankenversicherung zu wenden (falls eine solche besteht), vielen Dank!“

 

Die Finanz: und die Familienbeihilfe

Mitte September hat meine Herzkönigin einen Brief an das Finanzamt geschickt. Sie verzichtete darin auf den Bezug der Familienbeihilfe und bat, man möge im Gegenzug mir die Familienbeihilfe auf’s Konto überweisen. Der Hintergrund war – vielleicht eine Spitzfindigkeit – die Tatsache, dass die Familienbeihilfe der Person zusteht, die den Haushalt „überwiegend“ führt. Und da wir uns die Karenz geteilt haben, hatte ich eben in der zweiten Karenzhälfte den Haushalt zu führen. Obwohl… ob man einen Männerhaushalt überhaupt führen kann, ist eine andere Frage und vermutlich wiederum eine Spitzfindigkeit, die Juristen zu klären haben. Jedenfalls haben wir uns gedacht, schaun wir was passiert.

Nun: es passierte einmal gar nix, kein Brief, kein Bescheid, keine Aufforderung, kein Kontakt. Wir hatten diesen Brief schon vergessen, da kam – drei Monate später – ein Anruf vom Finanzamt. Der Grundtenor war: „so geht das nicht“. Und weiter: „ohne Formular geht das schon gar nicht.“

Meine Herzkönigin hat sich das „Geht gar nicht“ am Telefon lange und breit angehört und dann gemeint, dass es ohnehin egal ist. Denn wir werden in ein paar Monaten ein gemeinsames Konto haben und die Familienbeihilfe wird ohnehin auf das im Schreiben genannte Konto (also mein Konto das dann zum Familienkonto wird) überwiesen . Was passierte nun: anstelle von einem „ah, super, danke, dann überweisen wir die Beihilfe einfach dorthin“, passierte ein … die Spannung steigt… „na das geht jetzt aber überhaupt nicht“. Man könne nämlich nicht so einfach für die Finanz ein Konto wechseln.

Mit einem schön klingenden Gesetz – dem Verbraucherzahlungskontogesetz – sollte ein Kontowechsel in Österreich irgendwie einfach werden; vermutlich nur nicht für die Finanz. …to be continued!

Unglaublich aber wahr: die Finanz hat das neue Konto innerhalb eines Monats geändert, möglicherweise gibts einen der mal sicherheitshalber grundsätzlich „Nein“ sagt und alles abwimmeln muss; aber dann gibt’s irgendwo doch eine Person in der Finanz, die diese Sachen still und heimlich erledigt. Diese sollte man mal kennenlernen dürfen!

Klo, Klositz…

Unser Klo. Man sagt ja liebevoll „Häusl“ dazu, was meint, dass man sich im Haus im Haus auch wohlfühlen soll. Aus diesem Grund haben wir bei unserem Einzug in die neue Wohnung auch das alte WC entfernt und durch ein neues ersetzt. Es wurde ein besonders schönes WC ausgesucht, mit integrierten Spülkasten und danach voller Freude eingebaut. Doch dann,…irgendwie wollte der Spülkasten nicht an die Wand anschließen. Anlehnen – oder sanfte Gewalt ausüben – durfte man sich nicht, sonst drohte das ganze „Häusl“ in sich zusammenzubrechen. Was tun, das alte schäbige WC hatte doch gepasst? War etwa der alte Abfluss nicht mehr für neue WCs geeignet? Bei näherer Betrachtung wussten meine Herzkönigin und ich: wir hatten schiefe Wände, keinen einzigen rechten Winkel in der Wohnung und deshalb passte auch das schöne neue WC nicht.

Nun wieder raus mit dem Ding und auf zum Bauhaus. Vielleicht konnte man es dort noch gegen ein anderes WC umtauschen. Dort standen wir nun mit dem „Häusl in der Hand“ und mussten uns vom Filialleiter sagen lassen, dass man es aus hygienischen Gründen nicht mehr zurücknehmen kann. Irgendwo gabs aber doch eine Studie, die besagte, dass es am „Häusl“ hygienischer zugehe, als auf einer PC-Tastatur. Aber der Filialleiter kannte besagte Studie nicht. Nachdem wir kurz überlegt haben, das WC gleich dort stehen zulassen und als Zeichen des Protests… nein, Ende mit diesem Gedanken. Somit gings mit diesem „Häusl“ wieder nach Hause. Langer Rede kurzer Sinn: Dank willhaben hat sich doch noch einer für das WC erbarmt und schließlich hat sich ein neues Zuhause für das „Häusl“ gefunden.

Aber das wollte ich eigentlich gar nicht so lang und breit erzählen. Die jüngste Story drehte sich um den Klodeckel, der immer stylisch war, aber doch nicht mehr so gut befestigt war bzw. sich die Befestigungsschrauben durchdrehten. Also optisch schön, nur halt nicht funktionell.

Nun haben wir uns gedacht, kaufen wir uns ein super-toll-zu befestigtendes Teil. Es wurde ein studio fl der Firma MKW. Schon beim Einbau war klar, der hält bombenfest. Doch bei der ersten Sitzung: ein ungutes Gefühl, als ob man hineinrutsche und man sofort das Bedürfnis hat, sich mit den Händen irgenwo festzuhalten. Aber Haltegriff haben wir (noch) nicht am „Häusl“. Und festklammern an den alten Zeitungen hats auch nicht gebracht.

Diese Klodeckelmisere bedingte nach einiger Beratung mit meiner Herzkönigin dann doch eine vorsichtige Nachfrage beim Installateur bei dem wir das Teil gekauft hatten. Und ja, die Firma MKW bestätigte diesem, dass der Sitz doch etwas ungewöhnlich bzw. gewöhnungsbedürftig sei. Man hätte irgendwie darauf hinweisen können, hat es dann doch nicht getan: vergessen oder so. Und natürlich: man könne diesen Sitz aus hygienischen Gründen weder zurücknehmen noch umtauschen. Und diese schon oben erwähnte Studie hat sich also noch nicht herumgesprochen. Gefunden habe ich diese zwar auch noch nicht, aber ich werde schon noch drankommen; vorerst ein Hinweis: http://derstandard.at/1302516047078/Bakterienschleuder-Klobrille

Wissenschaftliches Arbeiten

Zur Erinnerung, immer wieder zu lesen – Herbert Hrachovecs und Stefan Webers Auseinandersetzung mit der Dissertation von Johannes Hahn:

http://phaidon.philo.at/qu/?p=348

http://phaidon.philo.at/qu/?s=johannes+hahn