Hundefreundliches Italien & „Herzbeschwert“

Auch aus dem (zu kurzen) Italienurlaub gab es nichts Neues zu berichten. Sommer, Sonne, Strand… Immer und überall gab es einen ausgezeichneten Kaffee zu vernünftigen Preisen.

Und der Hund, der in Österreich eigentlich immer draußen zu warten hat, hatte sein erstes großes Einkaufserlebnis.

Nur die Vorteile von künstlicher Intelligenz beim Übersetzen haben sich noch nicht herumgesprochen:

Konzertsommer

Ein Blick aus dem Fenster offenbart: der Sommer ist vorbei.

Daher schwelgt der Herzkönig in seinen Erinnerungen. Da galt es einmal ein paar Konzerte zu besuchen. Am Donauinselfest ging es nach Wolfgang Ambros zu Therapy? Die Band sah der Herzkönig (seiner Erinnerung nach zuletzt) Ende der 1990er Jahre, gemeinsam mit New Model Army, im ehemaligen Kino in Allentsteig. Und, ums vorweg zu sagen, die alten Songs haben nichts von ihrer Energie verloren.

Anschließend gings zu Baroness in die Szene Wien. Die Vorgruppe war eigentlich nur laut, aber Baroness waren solide.

Das Familienkonzert fand in Berlin statt. SDP gaben dort in der Wuhlheide an drei Tagen ein Jubiläumskonzert; schließlich galt es 25 Jahre SDP zu feiern. Das Wetter hielt und der eingepackte Regenschutz war nicht notwendig. Aufgrund der Weitläufigkeit saßen wir weiter oben, somit hatte auch der kleine Prinz eine gute Sicht. Ein junger Berliner hat es sich trotzdem nicht nehmen lassen, dem „Kleenen“ eine noch „jute“ Aussicht zu ermöglichen. Und so saß er für ein paar Lieder auf den Schultern eines Riesen.

Flohmarkterkenntnisse II

Hier Auszüge aus einem Katalog, der knapp etwas älter als der Herzkönig höchstselbst ist. Man beachte die Bildkompositionen! Die große Frage ist, was kommt raus, wenn mit den Daten KI-Systeme gefüttert werden würden… ?

Flohmarkterkenntnisse I

Hier Auszüge aus einem jüngst aufgefunden Werk, das auch schon wieder weitergeschenkt wurde bzw. werden musste. Man beachte den Hinweis zum Frühstück: „Fast verwerflich ist es jedoch, gar nichts zu frühstücken oder den knurrenden Magen mit einer Zigarette zu beruhigen.“ Oder jenen zur Kaffeejause: „Für die Kaffee-Einladung sollten Sie – außer Kaffee oder Tee – ein Gläschen Cognac, Weinbrand oder Liköre bereitstellen. Danach können Sie dann auch noch ein Glas Wein, Whisky oder einen Gin mit Soda anbieten.“

Präsentation des „Kollmitz“-Heftes in Raabs

2024 feiert der Verein zur Erhaltung der Ruine Kollmitz sein 50-jähriges Bestehen. Die Zeitschrift „Das Waldviertel“ gratuliert mit einer Schwerpunktausgabe, die auch einen Beitrag über die Vereinsgeschichte enthält.

Am 6. Juli ab 15 Uhr wird in Raabs im Jufa-Hotel die neue Ausgabe der Zeitschrift „Das Waldviertel“ präsentiert.

Lametta im Haar…

… denn es sind keine 6 Monate mehr bis Weihnachten! In diesem Sinn, schönen Sommer!

Schwerpunktheft zur „Ruine Kollmitz“: Neues Heft der Zeitschrift „Das Waldviertel“ (2/2024) erschienen

Die Ruine Kollmitz ist ein geschichtsträchtiger Ort und ein beliebtes Ausflugsziel. Dass die Ruine nicht dem Verfall preisgegeben wurde, ist engagierten Personen und dem Verein zur Erhaltung der Ruine Kollmitz zu verdanken. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts wurde vor der Gefahr eines Absturzes gewarnt. Turmstiege und Decken waren eingestürzt, manches nur mittels Leitern auf abenteuerlichen Wegen zu erklimmen.

1974 konnte auf Initiative von Theo Laube und Herbert Loskott ein Verein gegründet werden, der sich der Rettung der Ruine Kollmitz annahm. Die Vereinsgeschichte arbeitet Markus Holzweber auf. Die heute unter Denkmalschutz stehende Burganlage wurde in unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt renoviert und vitalisiert. Ohne Vereine wie diesem gäbe es heute nicht dieses für den Tourismus der Region bedeutsame Besucherhighlight.

Ralph Andraschek-Holzer widmet sich den Topographischen Ansichten der Ruine. Ausgehend vom Vischer-Stich aus 1672 begleitet er die Darstellung bis ins 20. Jahrhundert.

Mit der frühen Herrschaftsgeschichte beschäftigen sich Ronald Salzer und Oliver Fries. Im späten 13. Jahrhundert findet sich ein Hermann Cholmunt(z)er, der als erster Inhaber der Herrschaft und Erbauer der Burg in Frage kommt.

Die Hofkirchen waren – so der Raabser Stadtarchivar Erich Kerschbaumer – ab 1407 jene Adelsfamilie, die für die folgenden 200 Jahre Kollmitz prägten.

Oliver Fries und Ronald Woldron stellen ihre Forschungen zur Baugeschichte vor. Sie konnten die ältesten Mauerteile eines architektonisch wenig anspruchsvollen Kleinadelssitzes im felsigen Gelände unmittelbar des Bergfrieds feststellen.

Die barocken Stuckdekorationen analysiert Lisa-Maria Gerstenbauer. Im Bereich der ehemaligen Kapelle haben sich barocke Stuckdekorationen des späten 17. Jahrhunderts bzw. um 1700 erhalten.

Theresia Hauenfels berichtet abschließend von Waldviertler Burgenmodellen im Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich. Anfang der 1950er Jahre wurde von der Akademie der Wissenschaften empfohlen, Modelle der Burgen anfertigen zu lassen und zu sammeln. Dem kam man in Niederösterreich mit einem NÖ Burgenarchiv bzw. einem unrealisierten Burgenmuseum in Ottenstein nach.

In den Mitteilungen des WHB gedenkt ein Nachruf dem langjährigen Herausgeber der Schriftenreihe, Harald Hitz. Waldviertler Kulturberichte ergänzen das 128 Seiten starke Heft (2/2024).

Ein Heft der Zeitschrift „Das Waldviertel“ kostet 8 Euro. Ein Bezug ist über die Website www.daswaldviertel.at möglich.

Enten vs. Krähen

Motto: Hofschauen statt Fernschauen

Workshop im Nitsch-Museum

Am Wochenende ging es für die herzkönigliche (Groß)familie in das Nitsch-Museum in Mistelbach. Die Oma hatte nämlich einen Workshop gewonnen.

Dieser bestand zum einen aus einer Führung durch das Museum. Hier sollte man sich durch die Werke von Hermann Nitsch für den nachfolgenden Malworkshop inspirieren lassen. Leider waren (fast) keine Werke von Hermann Nitsch ausgestellt, sodass diese Inspiration wegfiel. Zu sehen waren Werke seines Schülers Cusumano. Diese Ausstellung ist zudem erst ab einem Alter von 16 Jahren zugänglich, sodass die mitgekommenen Kids ein anderes Vorprogramm absolvieren mussten. Hierfür konnten sie sich spontan den Kelten widmen.

Dann ging es gemeinsam zum Malworkshop. Unter musikalischer Anleitung wurde mit den Händen, den Fingern oder einem Besen die Farben aufgetragen. Obwohl jeder nur vier Farben zur Verfügung hatten, entstanden doch recht unterschiedliche Werke:

Neues Heft „Das Waldviertel“ (1/2024) mit einem Leitartikel zu mittelhochdeutschen Texten aus dem Stift Zwettl

Charlotte Ziegler, langjährige Archivarin im Stift Zwettl, forscht intensiv zu mittelhochdeutschen Erec-Texten. Diese jahrelangen Forschungen erfolgten am reichlich vorhandenen Fotomaterial mittels moderner Methoden (Infrarot-, UV- und Foto-Aufnahmen). Ihre Forschungen ergaben, dass sich unterhalb des Erec-Textes ein buchkünstlerisch ausgestatteter Inhalt – insulare Kunst – aus der Zeit des Frühmittelalters befindet.
Mit einer Korrespondenz des Altenburger Benediktinerpaters Friedrich Endl beschäftigt sich die im August 2023 verstorbene Renate Seebauer. Sie fand im Nachlass der Wienbibliothek im Rathaus in der Druckschriftensammlung jenen der Schriftstellerin und Dichterin Marie Eugenie delle Grazie (1864-1931). Darin befanden sich Briefe von Friedrich Endl, die eine tiefe Seelenverwandtschaft der beiden erahnen lassen.
Im Gemeindegebiet Burgschleinitz befinden sich neben der Kirche mit dem Karner und der Wasserburg einige interessante Häuser. Heidrun Schorcht widmet sich in ihrem Beitrag der sogenannten „Putzerl-Villa“. Hier lebte Katharina Buchinger, die eines von mehreren Zimmermädchen und Pflegerin des kranken Hundes der Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner war. Aus den Briefen geht auch hier eine innige Verbundenheit der beiden Frauen hervor.
Die Wasserscheide bei Langschwarza stellt Josef Haidvogl vor. Sie ist Teil der europäischen Hauptwasserscheide, die die Gewässer der Nord- und Ostsee von jenen des Schwarzen Meeres trennt. Etliche Gedenksteine markieren den Verlaf der Wasserscheide auf ihrem 84 Kilometer langen Verlauf durch Niederösterreich in Richtung Elbe. 1971 wurde in Langschwarza ein solcher Gedenkstein enthüllt, der 2022 saniert werden musste.
Die Mediterranisierung schreitet voran. Mit dieser Überschrift leiten Alexander und Peter L. Reischütz ihren Artikel über das Einschleppen verschiedener Schnecken und Muscheln ein. Bei einer Begehung in Waidhofen an der Thaya wurde die kantige Laufschnecke (Hygromia Cinctella) erstmals auch im Waldviertel nachgewiesen.
Hermann Maurer beschreibt epipaläolithische Artefakte vom Horner Galgenberg. Darunter befindet sich auch eine Pfeilspitze, deren zeitliche Einordnung kaum mehr möglich ist. Im Nahbereich des Galgenbergs befanden sich sowohl eine frühneolithische Siedlungen als auch eine kupferzeitliche Siedlung. Es ist gut möglich, dass der Bogenschütze, der den Pfeil damals verschossen hat, aus einer dieser Siedlungen stammte.
In den Mitteilungen des WHB gedenken Nachrufe Herbert Knittler, Renate Seebauer und Bernhard Purin. Waldviertler Kulturberichte ergänzen das 96 Seiten starke Heft (1/2023).
Ein Heft der Zeitschrift „Das Waldviertel“ kostet 8 Euro. Ein Bezug ist über die Website www.daswaldviertel.at möglich.