Heft 2/2021 der Zeitschrift „Das Waldviertel“ erschienen!

„Johann Zelebor ist wahrscheinlich nur wenigen bekannt“, so beginnt der Autor Gerhard Dafert seinen Aufsatz. Johann Evangelist Zelebor wurde am 5. Februar 1815 in Eggenburg im Haus Nr. 157 geboren. Im selben Haus wurde 33 Jahre später übrigens Johann Krahuletz geboren. Doch zurück zu Zelebor: er stammte aus einfachen Verhältnissen, eignete sich autodidaktisch naturkundliches Wissen an und betrieb in seinem zoologischen Wissenschaftsgebieten Pionierforschung. Er war schließlich einer von wenigen handverlesenen Naturforschern, die an der Novara-Expedition, einer Weltumseglung der österreichischen Marine in den Jahren von 1857 bis 1859, teilnehmen konnte.

Redaktionsleiter Markus Holzweber übergibt Gerhard Dafert das druckfrische Exemplar im Rahmen einer Präsentation im Krahuletz-Museum Eggenburg. Foto: Eduard Reininger/NÖN

Herbert Neidhart stellt die Wandmalereien in der Kirche St. Anna im Felde – die afu einer vom Weitenbach umflossenen Anhöhe etwas außerhalb von Pöggstall steht – dar: darunter den Zug der Heiligen Drei Könige, die Passion Christi oder Christus am Ölberg.

Mit den Wasenmeistern und ihren Häusern beschäftigten sich Erich Broidl und Hermine Ploiner. Die Wasenmeister (auch Abdecker oder Schinder) gehörten wie die Fahrenden und Spielleute, Bader, Müller, Leinenweber, Schäfer, Scharfrichter und Schergen zu der Kategorie der unehrlichen Leute, die durch ihr anrüchiges Gewerbe der Standesehre für ihre Person verlustig gegangen waren. Die Aufgabe der Wasenmeister war es, gefallenes Vieh abzuholen, abzuhäuten und in geeigneter Form zu vertilgen, das heißt in der Regel zu vergraben. Die Wasenmeistereien waren noch bis in die 1950er Jahre tätig, ab 1952 wurden keine neuen Gewerbe mehr zugelassen und die Abholung von Kadavern erfolgte durch Tierkörperverwertungsbetriebe.

Walpurga Oppeker widmet sich einem der interessantesten Flurdenkmäler Niederöstereichs. Die sogenannte „Schaidungssäul“ – eine ehemalige Grenzmarkierung – steht seit 360 Jahren im nordwestlichen Waldviertel, dort, wo die Länder Niederösterreich, Oberösterreich und Böhmen zusammenstoßen. Joachim, damals noch Freiherr von Windhag, ließ sie 1661 dort aufstellen.

Hermann Maurer beschäftigt sich mit dem Schwedenkreuz von Reinprechtspölla. Das an der Straße von Reinprechtspölla nach Mörtersdorf stehende Steinkreuz erlangte durch die mündliche Überlieferung des Volksschullehrers und Heimatforschers Karl Süß einen großen Bekanntheitsgrad.  

Waldviertler Kulturberichte, ein Leserservice und die Mitteilungen des WHB ergänzen das 112 Seiten starke Heft (2/2021).

Ein Heft der Zeitschrift „Das Waldviertel“ kostet 8 Euro. Ein Bezug ist über die Website www.daswaldviertel.at möglich.

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