Neue Ausgabe der Zeitschrift „Das Waldviertel“ zu Wahlergebnissen in Österreich und Tschechien in der Zwischenkriegszeit

Thomas Hoffmann analysiert die Wahlen in den „13 Gemeinden“ in Österreich und der Tschechoslowakei in der Zwischenkriegszeit. Dieses Gebiet, das in Tschechien als „Vitorazsko“ bekannt ist, kam erst im Jahr 1920 nach er Unterzeichnung des Vertrags von Saint Germain zum tschechoslowakischen Staat. Das führte dazu, dass in den „13 Gemeinden“ die österreichischen Wahlen zur Konstituierenden Nationalversammlung vom 16. Februar 1919 stattfanden, danach jedoch Wahlen innerhalb des tschechoslowakischen Staates. Einleitend stellt er das Parteiensystem in den beiden Ländern dar, in Österreich waren die größten Parteien die Sozialdemokratische Arbeiterpartei und die Christlichsoziale Partei. In der Tschechoslowakei gab es ebenfalls Parteien aller politischen Richtungen wie auch solche, die nach ethnischen Kriterien aufgespalten waren (etwa tschechische, slowakische, deutsche und ungarische Parteien). In seiner Analyse konnte er eine Kontinuität – etwa in Form einer Dominanz des linken Parteispektrums – feststellen.

Einen Blick auf die Archivalien des Gymnasiums Horn wirft Rudolf Malli. Schulen des Bundes, der Länder und Gemeinden sind grundsätzlich nicht verpflichtet, ein Schularchiv zu führen. Ein solches Unterfangen lohnt sich allerdings allemal, da doch eine Fülle an Amtsschriften, Unterlagen und Sammlungsstücken im Laufe der Geschichte einer Schule anfallen. Dieser Fundus steht somit für Ausstellungen, Präsentationen oder Festschriften anlässlich von Jubiläen zur Verfügung. Malli plädiert in diesem Sinn für die Schaffung eines Kustodiates mit einer entsprechenden Abgeltung.

Hermann Maurer widmet seinen Beitrag zu Oberflächenfunden aus jungsteinzeitlichen Siedlungen des östlichen Randgebietes des Waldviertels Friedrich Berg anlässlich seines 90. Geburtstages. Aus Mold stellt er furchenstichverzierte Gefäßreste vor, aus Strögen etwa eine notenkopfverzierte Scherbe und aus Reikersdorf (Bezirk Hollabrunn) ein Kupferbeil.

Das Schloss Felling in der Gemeinde Gföhl, das Beate Ponsold beschreibt, befindet sich an der nördlichen Ortseinfahrt des Dorfes Felling. Das heutige zweigeschoßige Gebäude hat seinen Ursprung im frühen 14. Jahrhundert und erlebte neben verschiedenen Besitzern auch Einstürze, Brände, Umbauten, Erweiterungen sowie Aufstockungen.

titelblatt_2-2020

Waldviertler Kulturberichte ergänzen das 96 Seiten starke Heft (2/2020).

Ein Heft der Zeitschrift „Das Waldviertel“ kostet 8 Euro und ist unter www.daswaldviertel.at zu beziehen.

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